{"id":1426,"date":"2012-10-10T22:09:02","date_gmt":"2012-10-10T21:09:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=1426"},"modified":"2013-01-21T13:50:44","modified_gmt":"2013-01-21T12:50:44","slug":"plagiate-leider-die-zweite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=1426","title":{"rendered":"Haferkamp und die Folgen"},"content":{"rendered":"<p>Da hat es nun auch \u201emein\u201c Institut getroffen. Das <a href=\"http:\/\/tu-dresden.de\/die_tu_dresden\/fakultaeten\/philosophische_fakultaet\/ikw\" target=\"_blank\">Institut<\/a> f\u00fcr Kommunikationswissenschaft der Dresdner TU, an dem ich seit dem Sommersemester 1998 fast ununterbrochen Fernseh- bzw. Videopublizistik lehre, muss sich mit einem Plagiatsskandal auseinandersetzen: dem der hoffnungsvollen Jun.-Prof. Nina Haferkamp, die in ihrer an der Uni Duisburg-Essen eingereichten Promotionsschrift ungekennzeichnet geklittert haben soll. Ich hatte mich, ironischer weise zum Start meines Blogs, bereits \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=287\" target=\"_blank\">Guttenberg<\/a> emp\u00f6rt. Ich will versuchen, die mit regionalem Touch versehene weibliche Variante ein wenig unaufgeregter zu betrachten. Nichtsdestotrotz habe ich dabei denselben schalen Geschmack im Mund, der f\u00fcr mich seitdem mit den Bereichen Forschung, Hochschule und \u00c4mterbesetzung verbunden ist. \u00c4hnlich wie in meinen Anmerkungen zum \u201everw\u00e4sserten Studium\u201c tue ich das ebenfalls anhand diverser Kommentare vor allem zu den Berichten in \u201e<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/40\/Plagiat-Professorin-Sachsen\" target=\"_blank\">Zeit<\/a>\u201c und \u201c<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/plagiatsvorwurf-an-tu-dresden-ruecktritt-als-beweis-11894762.html\" target=\"_blank\">FAZ<\/a>\u201c und verwebe sie zu einer subjektiven Collage.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<div id=\"attachment_1427\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Praxisforum-IfK-2011.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1427\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1427  \" title=\"Praxisforum IfK 2011\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Praxisforum-IfK-2011-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Praxisforum-IfK-2011-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Praxisforum-IfK-2011-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Praxisforum-IfK-2011.jpg 1069w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1427\" class=\"wp-caption-text\">Die Welt noch heil zum IfK-Praxisforum 2011 - neben mir Nina Haferkamp, eine Kollegin, die in dem Zusammenhang nicht genannt werden will, Lutz Hagen und Wolfgang Donsbach. Quelle: https:\/\/secure-redaktion.tu-dresden.de\/die_tu_dresden\/fakultaeten\/philosophische_fakultaet\/ikw\/startseite\/bilder\/Bildergalerie_Praxisforum_110202_neu.pdf<\/p><\/div>\n<p>Vorab: mir geht es, wie auch bei Guttenberg, um bestimmte Prinzipien, die f\u00fcr mich indizieren, dass im aktuellen deutschen Wissenschaftsbetrieb viel falsch l\u00e4uft. Ich habe weder die Arbeit gelesen noch die zur Rede stehenden Textstellen \u00fcberpr\u00fcft. Abgesehen von diversen Re-Checks (\u201eBeim Vergleich der Dissertation mit ihren ungenannten Quellen treffen Webers Vorw\u00fcrfe alle zu.\u201c, FAZ), hat mich vor allem abgeschreckt, wie sowohl in den <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/product-reviews\/3170212516\/ref=cm_cr_dp_see_all_btm?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1&amp;sortBy=bySubmissionDateDescending\" target=\"_blank\">Amazon-Rezensionen<\/a> als auch in den Kommentaren die Qualit\u00e4t der Promotionsschrift \u2013 gelinde geschrieben \u2013 bezweifelt wird. Allen voran die Zeit \u201eTats\u00e4chlich wirkt diese Dissertation selbst f\u00fcr Laien in weiten Teilen banal. Und Rechtschreibfehler ziehen sich durchs Werk; schon der erste Satz der Druckausgabe enth\u00e4lt den ersten Lapsus.\u201c<\/p>\n<p>Und weiter lese ich \u201eEine Lekt\u00fcre der inkriminierten Studie zeigt doch vor allem, dass die Arbeit ein durch keinen Gedanken zusammengehaltener Wortsalat ist\u201c, oder \u201eRechtschreibfehler im ersten Satz? Wikipedia? Wenn ich mich an die Regeln an meiner Uni und die entsprechenden Strafen f\u00fcr Studenten bei Seminararbeiten erinnere, dann muss ich einfach sagen, dass jemand, der solche Fehler macht, nicht das Recht hat, \u00fcber Studenten und ihre Noten zu entscheiden.\u201c, oder gar \u201eMacht euch mal den Spa\u00df, und leiht euch die Diss. aus der Bibliothek eures Vertrauens. Das ist alles so ohne jeglichen Anspruch \u2013 in keinem anderen Fach w\u00fcrde man damit davonkommen! Ganz gro\u00dfe Peinlichkeit f\u00fcr diese Person UND f\u00fcr ihr Fach.\u201c<\/p>\n<p>Ein \u201ebranchenfremder\u201c Kollege staunte darob nicht nur, sondern forderte zugleich implizit die Branche heraus: \u201eDas w\u00fcrde mich jetzt doch interessieren, ob diese Dissertation auch f\u00fcr Fachleute banal ist? Und wenn ja, wieso man f\u00fcr eine banale Doktorarbeit (mit oder ohne Plagiat) eine Professur erh\u00e4lt? Das ist vielleicht meine naive Sicht als Naturwissenschaftler, aber wenn jemand im &#8222;Material und Methoden&#8220;-Teil seiner Doktorarbeit seine Beschreibung, wie er pH-Werte gemessen hat, kopiert, statt sie in eigene Worte zu fassen, dann sehe ich das fast als eine l\u00e4ssliche S\u00fcnde. Wenn dagegen ein Teil des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns gestohlen wurde, ist das sehr schwerwiegend. Und wenn der Erkenntnisgewinn der Arbeit banal ist, sollte dies zumindest zu einer schwachen Note und einem Ende der akademischen Karriere f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Die Herausforderung ist nach meinem Wissen bis heute nicht angenommen worden; ich habe bis dato keine wissenschaftliche Rezension der haferkampschen Arbeit entdeckt.<\/p>\n<div id=\"attachment_1428\" style=\"width: 457px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/plagiatjaeger_master.png\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1428\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1428\" title=\"plagiatjaeger_master\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/plagiatjaeger_master.png\" alt=\"\" width=\"447\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/plagiatjaeger_master.png 447w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/plagiatjaeger_master-268x300.png 268w\" sizes=\"(max-width: 447px) 100vw, 447px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1428\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: nicht mehr zuzuordnender Netzfund, 14.09.2012<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Die prim\u00e4ren Aspekte meines ambivalenten Unbehagens sind diese:<\/p>\n<p>1 Wieso kann man Plagiatsj\u00e4ger ebenso verurteilen wie plagiierende Wissenschaftler?<\/p>\n<p>2 Wieso sind Dresdner Plagiierende medial anders zu behandeln als andere Plagiierende?<\/p>\n<p>3 Wieso spielen in der Wissenschaft nichtwissenschaftliche Kriterien eine offenbar zu gro\u00dfe Rolle?<\/p>\n<p>1) Was diesen Fall so besonders macht, ist in der \u201eZeit\u201c dargelegt worden. Aber sind es nun nur \u201eniedere Motive\u201c ob des entgangenen Lehrstuhls, die <a href=\"http:\/\/plagiatsgutachten.de\/person.html\" target=\"_self\">S. Weber<\/a> zu unterstellen sind? Das Spektrum beginnt bei \u00c4u\u00dferungen wie \u201ees mag niedere Beweggr\u00fcnde bei sowas geben, genau wie die h\u00f6chstm\u00f6glichen: was kann man mehr im Leben erreichen als die Regierung\/ das Land vor einem (bestenfalls) Blender wie Guttenberg zu bewahren, der auf dem besten Weg war, Kanzler zu werden\u201c. Es setzt sich fort \u00fcber \u201eUnd selbst wenn es genau so ist: Dann ist Weber kein besonders sympathischer Zeitgenosse, aber an den Fakten, und anscheinend existieren ja Belege f\u00fcr umfangreiche Abschreibereien, \u00e4ndert das doch gar nichts. \u2026 Ich finde das richtig, dass wissenschaftlicher Betrug geahndet wird, wer das warum herausfindet, ist mir gleichg\u00fcltig.\u201c Oder \u201eDer akademische Markt ist hart umk\u00e4mpft und es kann nicht angehen, dass Plagiate in dieser Arena zum Erfolg f\u00fchren. Wissenschaftlicher Wettbewerb funktioniert nur, wenn alle bereit sind, nach den Regeln spielen.\u201c Oder auch \u201eSeltsamerweise scheint es bei diesen Menschen kein wissenschaftliches Gewissen zu geben. Stattdessen werden diejenigen als &#8222;Denunzianten&#8220; beschimpft, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, solcherlei Missst\u00e4nde aufzudecken und belegte Fakten zu pr\u00e4sentieren.\u201c<\/p>\n<p>Und das Spektrum endet letztlich mit einem Pl\u00e4doyer f\u00fcr Redlichkeit \u201eUnd f\u00fcr die Gesellschaft spielen die pers\u00f6nlichen Motive, die Herrn Weber zur Nachforschung bringen, eine eher untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist, dass Betr\u00fcger entlarvt werden. Und falls Frau Haferkamp betrogen hat, ist es durchaus richtig, dass sie ihr Leben neu anfangen muss. So wie derjenige, der ehrlich war und nur aufgrund ihres Betruges ein anderes Leben f\u00fchren muss. Es wird h\u00f6chste Zeit, dass endlich die echten Opfer Mitleid erhalten, und nicht immer die T\u00e4ter zu Opfern stilisiert werden. Herrn Weber kann man nur w\u00fcnschen, dass er weiter nachforscht. Denn in den Unis wird ganz offensichtlich vieles nicht gepr\u00fcft.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_1429\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Systemfehler.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1429\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1429\" title=\"Systemfehler\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Systemfehler.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Systemfehler.jpg 600w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Systemfehler-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1429\" class=\"wp-caption-text\">Quelle. http:\/\/www.magdeburger-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/matrix.jpg<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Da mutet es seltsam an, Verteidigungen zu lesen wie \u201eIch bin kein Wissenschaftler, deswegen kann ich das sagen: Bei mir h\u00e4tte die Menschlichkeit Vorrang gehabt. Menschen, die die Wissenschaft \u00fcber die Menschlichkeit stellen, sind mir unheimlich, genauer: zuwider.\u201c Genau dieses Problem kam bereits bei Guttenberg auf: offenbar kann die Wissenschaft dem Rest der Bev\u00f6lkerung nicht mehr klarmachen, nach welchen Regeln sie eigentlich funktioniert und weshalb diese Regeln wichtig und einzufordern sind. Entsprechend ist zu lesen: \u201c\u2026weshalb so auf so bemitleidende Art darauf hingewiesen wird, dass Frau Haferkamp nun &#8222;ihr Leben neu beginnen m\u00fcsse&#8220;. Als ob derjenige an ihrem, ja, Betrug schuld w\u00e4re, der ihn aufgedeckt hat. Sollte sie nicht abgeschrieben haben, reicht weder die Anklage von Herrn Weber, noch h\u00e4tte er Stellen, die dies zu belegen imstande sind, zur Verf\u00fcgung. Er hat aber ganz offensichtlich viele solcher Stellen gefunden, was auch dadurch unterstrichen wird, dass die UNI sich ernsthafte Gedanken \u00fcber Frau Haferkamp macht.\u201c<\/p>\n<p>Haferkamp hat die Dresdner<a href=\"http:\/\/tu-dresden.de\/exzellenz\" target=\"_blank\"> Exzellenz<\/a>-Universit\u00e4t d\u00fcpiert, die ihren wissenschaftlichen Rang ebenso verteidigen muss wie die <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/\" target=\"_blank\">Heim-Uni<\/a>, die in vielen Kommentaren \u00fcbrigens kleingeschrieben wurde, bspw. \u201eDoch noch entt\u00e4uschender ist der Umstand, dass eine Kommunikationswissenschaftlerin &#8211; und die Frau Haferkamp hat das Fach ja einige Jahre &#8222;studiert&#8220; &#8211; nicht f\u00e4hig ist, ihre Gedanken ohne wiki-Beistand zu formulieren. Was, nebenbei gesagt, ein miserables Licht auf die Lehranstalt wirft, in der sie ausgebildet wurde.\u201c<\/p>\n<p>Daneben d\u00fcpiert sie die plagiierten Autoren sowie die Hochschul- und auch die Gymnasiallehrer, die ihren Sch\u00fclern korrektes Arbeiten beibringen wollen. Und nat\u00fcrlich alle, die ihre Titel redlich erworben haben; aber sich angesichts von \u201ePromotionsagenturen\u201c, Ghostwritern usw. f\u00fcr ihre Redlichkeit scheinbar schon rechtfertigen m\u00fcssen. Bislang stand der Doktortitel f\u00fcr wissenschaftliche Gr\u00fcndlichkeit, akademische Reife und die F\u00e4higkeit selbstst\u00e4ndigen und akribischen Forschens. Und daf\u00fcr, f\u00fcge ich hinzu, der allgemeinen Nivellierung unserer Gesellschaft etwas entgegenzusetzen. Haferkamp erwies sich aber eben nicht als gr\u00fcndlich und selbst\u00e4ndig, sondern als oberfl\u00e4chlich und letztlich als mindestens akademisch unreif. Das sah auch ein Kommentator so: \u201eMoral ist relativ, aber Inkompetenz nicht. Erstens hat die Dame gezeigt, dass sie nicht die moralische Integrit\u00e4t besitzt, die eigentlich von einem Professor erwartet wird (wer bei so etwas plagiiert, der l\u00e4sst auch schnell mal hier oder da f\u00fcr den entsprechenden Gegenwert eine Zahl auf einem Zeugnis etwas kleiner werden) und zweitens hat sie gezeigt, dass sie ganz einfach unf\u00e4hig ist. W\u00e4re das einem Naturwissenschaftler oder Mediziner passiert &#8211; schon schlimm genug, aber jemanden, dessen Job es ist(sein sollte), sich \u00fcber Kommunikation Gedanken zu machen? Nein, versagt auf ganzer Linie. Da spielt es keine Rolle, ob sie nun vor dem Karriereaus steht oder nicht, so jemand geh\u00f6rt aus dem Lehr- und Forschungsbetrieb entfernt.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_1431\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/doktorarbeit_1184665.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1431\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1431\" title=\"doktorarbeit_1184665\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/doktorarbeit_1184665.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/doktorarbeit_1184665.jpg 500w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/doktorarbeit_1184665-300x211.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1431\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: http:\/\/de.toonpool.com\/cartoons\/doktorarbeit_118466<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>2) Auf den Seiten des IfK ist auf einer <a href=\"http:\/\/tu-dresden.de\/die_tu_dresden\/fakultaeten\/philosophische_fakultaet\/ikw\" target=\"_blank\">Veranstaltungsank\u00fcndigung<\/a> zum Thema zu lesen: \u201eDie Pr\u00fcfung, ob die <em>sicher nicht unerheblichen Regelverletzungen<\/em> Frau Haferkamps den gesamten wissenschaftlichen Wert ihrer Dissertation zunichtemachen, also ein \u201ePlagiat\u201c in dem Sinne darstellen, dass keine ma\u00dfgebliche wissenschaftliche Eigenleistung mehr \u00fcbrig bleibt, steht noch aus.\u00a0 Das ist der Hintergrund, warum wir in unserer bisherigen Kommunikation vor einem nicht wieder r\u00fcckholbaren \u00f6ffentlichen Pranger gewarnt haben.\u201c (Hervorhebung von mir) Das mutet nun sehr dubios an. Abgesehen davon, dass s\u00e4mtliche anderen Mitteilungen \u00fcber \u00e4hnliche Verdachtsf\u00e4lle von Guttenberg \u00fcber Sa\u00df usw. bis Koch-Mehrin ebenfalls zuerst Verdachtsmeldungen waren \u2013 hier wurden sie durch f\u00fcr jedermann frei zug\u00e4ngliche Textvergleiche von Anbeginn \u00fcber das Ma\u00df eines Ger\u00fcchts oder einer Anschuldigung gehoben. Damit (und mit zus\u00e4tzlichem Rekurs auf den Nato-General G\u00fcnter Kie\u00dfling aus den 80ern) zu argumentieren, zeugt ebenso von wenig Zutrauen in die Causa wie die fehlende offensive Argumentation, wie ein Kommentator anmerkt \u201eMal ganz ehrlich: wenn jemand meine Doktorarbeit angehen w\u00fcrde, mir fehlende Quellenangaben, falsche Zitate etc. unterstellen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich offensiv damit umgehen und Beweise fordern. Und zumindest in meinem Umfeld w\u00fcrden das alle so tun. Aus diesem Grund ist das Schweigen und die Hinhaltetaktik schon Beweis genug.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_1437\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wikipedia_logo-300x272.png\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1437\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1437\" title=\"wikipedia_logo-300x272\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wikipedia_logo-300x272.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"272\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1437\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: http:\/\/www.crowdsourcingblog.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/wikipedia_logo-300x272.png<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Die Universit\u00e4t Duisburg-Essen pr\u00fcft also den Fall, diese Pr\u00fcfung kann noch dauern. Daraus eine Prangersituation zu konstruieren halte ich f\u00fcr genauso falsch wie die Trennung von Plagiat und wissenschaftlicher Eigenleistung, wie ebenfalls ein Kommentator anmerkt: \u201eegal wie wichtig der aus Wikipedia \u00fcbernommene Teil f\u00fcr die Dissertation von Frau Haferkamp ist &#8211; w\u00f6rtlich abschreiben ist ein Plagiat, und das ist wissenschaftlich unsauber (und unredlich), und es ist vor allem: ausgesprochen dumm. Denn das Plagiat kann nun wirklich jeder nachpr\u00fcfen. Wenigstens die M\u00fche, das bei Wikipedia vorgefundene in eigenen Worten zu schreiben, h\u00e4tte sie sich machen k\u00f6nnen. Fazit: die Dame ist f\u00fcr eine wissenschaftliche Karriere ungeeignet, mindestens ethisch, eventuell auch intellektuell. Die restlichen Umst\u00e4nde sind f\u00fcr Journalisten zwar ein gefundenes Fressen, aber irrelevant.\u201c Ein anderer fragt \u201eEs muss bereits jeder Studierende eine Eigenst\u00e4ndigkeitserkl\u00e4rung zu dessen Hausarbeit beilegen, dass jede dem Wortlaut oder dem Sinne nach entnommene Stelle entsprechend gekennzeichnet wurde. F\u00fcr Dissertationen gilt das nun nicht? Nat\u00fcrlich macht es Arbeit, den Stand der Forschung in eigenen Worten darzulegen. Aber daf\u00fcr gibt es dann auch den h\u00f6chsten akademischen Grad verliehen. Deswegen kann ich nicht verstehen, warum sich gewisse Leute darauf berufen, es sei &#8222;nur die Einleitung und der \u00dcberblick \u00fcber den Forschungsstand&#8220; abgeschrieben worden und &#8222;der Kern der Arbeit&#8220; werde davon nicht ber\u00fchrt. Dann h\u00e4tte man den \u00dcberblick auch gleich weglassen k\u00f6nnen, dieser sollte den Gutachtern ja bekannt sein.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_1433\" style=\"width: 435px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Pranger.png\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1433\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1433\" title=\"Pranger\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Pranger.png\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"599\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Pranger.png 425w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Pranger-212x300.png 212w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1433\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: http:\/\/politik-digital.de\/wp-content\/uploads\/Pranger.png<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber selbst damit noch nicht genug: Sprache als \u201eendlich\u201c darzustellen, daraus zu folgern, es g\u00e4be nur begrenzte M\u00f6glichkeiten, Sachverhalte auszudr\u00fccken \u2013 das ist armselig. Sprache ist unendlich, allein das Deutsche kennt mit Komposition, Derivation und Konversion drei Wortbildungstypen, von sich verschiebenden Semantiken ganz zu schweigen. Entsprechend harsch fallen die Kommentare dazu aus: \u201eUnglaublich finde ich, wie die Uni Dresden die Arbeit auch noch zu rechtfertigen versucht. Anscheinend ist man dort der Ansicht, dass man mit einem wortw\u00f6rtlich aus Wikipedia kopierten Theorieteil immer noch die wissenschaftlichen Anforderungen an eine Dissertation erf\u00fcllt. Mir schwant \u00dcbles f\u00fcr das Niveau von kommunikations&#8220;wissenschaftlichen&#8220; Dissertationen in Dresden (bzw. Duisburg-Essen).\u201c ist da zu lesen, oder auch \u201eSch\u00f6n und gut, aber einen Textbeleg kann man IMMER angeben und zudem muss das Zitierte dann auch im Text entsprechend deutlich HERVORGEHOBEN werden, damit gleich klar erkenntlich ist, dass man hier zitiert und keine eigenen hochinnovative Konzepte\/ Inhalte oder auch nur Worte benutzt. Ist doch nichts Schlimmes dabei und ich verstehe diese verlogene Eitelkeit nicht, sich stattdessen dreist mit fremden Federn zu schm\u00fccken und zu hoffen, dass es keiner merkt.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_1432\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wenn-linguistik-evolution-trifft-wo-liegt-der-ursprung-der-menschlichen-sprache.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1432\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1432\" title=\"wenn-linguistik-evolution-trifft-wo-liegt-der-ursprung-der-menschlichen-sprache\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wenn-linguistik-evolution-trifft-wo-liegt-der-ursprung-der-menschlichen-sprache.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"439\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wenn-linguistik-evolution-trifft-wo-liegt-der-ursprung-der-menschlichen-sprache.jpg 600w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/wenn-linguistik-evolution-trifft-wo-liegt-der-ursprung-der-menschlichen-sprache-300x219.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1432\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: http:\/\/www.h-age.net\/images\/wenn-linguistik-evolution-trifft-wo-liegt-der-ursprung-der-menschlichen-sprache.jpg<\/p><\/div>\n<p>3) Die Frage nach den Besetzungskriterien bringt ein Kommentar auf den Punkt: \u201eDass Herr Weber auch pers\u00f6nliche Motive hat, ist sehr gut nachvollziehbar. Wenn man sich auf eine Professorenstelle bewirbt und als zweiter dann auf eine Stelle nachr\u00fccken m\u00fcsste, weil die erste Wahl abgesagt hat; und daraufhin die Stelle aber neu ausgeschrieben wird, dann stellt sich schon die Frage, was da nun eigentlich los ist. Um Qualifikation geht es dabei vermutlich nicht.\u201c Worum dann? Ein anderer Kommentar fragt prompt: \u201eWarum muss aber jemand mit 30 Professor werden, sich in den Focus stellen, gibt es wirklich keine gleichgebildeten bew\u00e4hrten \u00c4lteren?\u201c Weber selbst steht ja wohl au\u00dferhalb jeder akademischen Diskussion, seine &#8222;Theorien der Medien&#8220; sind seit Jahren eins meiner Standardwerke in den Vorlesungen, er w\u00e4re mit abgeschlossener Habil. akademisch h\u00f6her qualifiziert. Vielleicht eine Benachteiligung wegen falschen Geschlechts \u2013 aber aus reziproker Perspektive?<\/p>\n<div id=\"attachment_1434\" style=\"width: 465px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Justitia.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1434\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1434\" title=\"Justitia\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Justitia.jpg\" alt=\"\" width=\"455\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Justitia.jpg 455w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Justitia-300x224.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 455px) 100vw, 455px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1434\" class=\"wp-caption-text\">http:\/\/www.dradio.de\/images\/48922\/landscape\/<\/p><\/div>\n<p>In seiner klugen Bilanz <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/februar\/guttenberg-oder-der-%E2%80%9Esieg-der-wissenschaft%E2%80%9C\" target=\"_blank\">\u201eGuttenberg oder der \u201eSieg der Wissenschaft?\u201c<\/a> hat \u00a0<a href=\"http:\/\/www.jura.uni-bremen.de\/typo3\/cms405\/index.php?id=501\" target=\"_self\">Andreas Fischer-Lescano <\/a>ein Jahr nach <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/guttenbergs-doktorarbeit-summa-cum-laude-mehr-als-schmeichelhaft-1.1060779\" target=\"_blank\">Guttenberg<\/a> ein bitteres Res\u00fcme gezogen: \u201e08\/15 wird zum akademischen Standardma\u00df. Auf der Ebene der Institution herrscht eine Orientierung an akademischen Gro\u00dfprojekten vor. Wissenschaftliche Reputation wird vorrangig durch die Integrationsf\u00e4higkeit in solche Verb\u00fcnde bestimmt. Unorthodoxe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in diesem Wissenschaftsbusiness als Risiko wahrgenommen. Sie sind nicht gut in die Netzwerke reziproker Begutachtung eingebunden und bilden widerst\u00e4ndige St\u00f6rfaktoren im Exzellenzrad.\u201c Wegen erwiesenen K\u00f6nnens vielleicht \u2013 \u201eder Gute ist des Besseren Feind\u201c?<\/p>\n<p>Wegen atmosph\u00e4rischer Befindlichkeiten \u2013 M\u00e4nner eben nicht allein zu Haus?<\/p>\n<div id=\"attachment_1436\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Nummer20.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1436\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1436\" title=\"Nummer20\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Nummer20-300x257.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Nummer20-300x257.jpg 300w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Nummer20-1024x878.jpg 1024w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Nummer20.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1436\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: http:\/\/sleepy-cartoons.blogspot.de\/2009\/08\/huhner-schlachten-nach-hackordnung.html<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Wegen\u2026 ?<\/p>\n<p>\u201eEine Geschichte ohne Gewinner&#8220; res\u00fcmierte die \u201eZeit\u201c. Das sehe ich komplett anders, und mit mir eine Reihe von Kommentatoren. \u201eGewinnerin ist die Redlichkeit in der Wissenschaft und Gewinner sind die Leute, die sich ihre wissenschaftlichen Meriten tats\u00e4chlich durch hartes Arbeiten erworben haben. Sie werden regelm\u00e4ssig von den Politbetr\u00fcgern und den gekauften habilitierten Durchwinkern \u00fcberholt.\u201c ist da zu lesen, oder \u201eGewinner dieser Plagiatshetze sind jene Menschen, die ernsthaft und gewissenhaft ihre Wissenschaftlichen Arbeiten verfassen, auch wenn sie l\u00e4nger am Studium sitzen. Nicht um sich dann mit einem Titel zu schm\u00fccken, sondern um einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Menschen, die einen Gro\u00dfteil ihrer Arbeit einfach aus einem Katalog kopieren, sind Betr\u00fcger und sollten auch als solche bestraft werden. Es handelt sich hier nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine bewusst begangene T\u00e4uschung, die einem unlautere Vorteile verschaffen soll.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_1435\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Gerechtigkeit-ist-kein-Geschenk.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1435\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1435\" title=\"Gerechtigkeit ist kein Geschenk\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Gerechtigkeit-ist-kein-Geschenk-300x180.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Gerechtigkeit-ist-kein-Geschenk-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Gerechtigkeit-ist-kein-Geschenk-1024x617.jpg 1024w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Gerechtigkeit-ist-kein-Geschenk.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1435\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: http:\/\/dehner-verdi.blogspot.de\/2010\/12\/gerechtigkeit-ist-kein-geschenk.html<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Ein anderer legt seinen Finger in eine Wunde, die ich ebenfalls schon bei Guttenberg diagnostizierte: \u201eWenn der Gerechtigkeit Gen\u00fcge getan ist, empfinde ich das als enormen Gewinn. Allerdings ist es langsam an der Zeit, die Pr\u00fcfer in die Pflicht zu nehmen. Schlie\u00dflich haben diese die Dissertation ja angeblich gepr\u00fcft und den Kandidaten promoviert! Da sollte dann nicht nur der Kandidat die Folgen alleine tragen. Vielleicht h\u00e4tte das den weiteren Vorteil, dass es ein neues Klasse statt Masse-Denken gibt. \u00dcberhaupt muss ich sagen, dass solche Promotionsthemen kaum das Papier wert zu sein scheinen. Der h\u00f6chste akademische Grad wird zu leichtfertig f\u00fcr Arbeiten vergeben, die der Wissenschaft nicht gerecht werden.\u201c Auf ein zu bef\u00fcrchtendes Resultat, das ich bei Guttenberg ebenso unterstellte \u2013 wie sich die Gedanken gleichen \u2013 verweist ein weiterer: \u201ewir leben in einer Blender-Republik &#8230; Sp\u00e4testens wenn in unserem Lande die Atomkraftwerke hochgehen oder die Flugzeuge abst\u00fcrzen, weil das wissenschaftliche Personal sich durchs Studium\/Promotion gemogelt hat und in der Praxis daher Fehler macht, wird man feststellen, dass in unserem Land\/ Gesellschaft etwas nicht stimmt.\u201c<\/p>\n<p>Dem ist nichts hinzuzuf\u00fcgen au\u00dfer dies:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eIm Leben stehen einem anst\u00e4ndigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorw\u00e4rts zu kommen. Einem Schuft stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft auf dem gleichem Platz diese Wege auch alle offen, daneben aber auch noch andere, die ein anst\u00e4ndiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen, vorw\u00e4rts zu kommen, und infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der h\u00f6heren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt. Das ethische Durchschnittsniveau einer Gesellschaftsschicht wird umso schlechter, je besser und einflussreicher sie gestellt ist. [&#8230;]\u201c <\/em><\/p>\n<p><strong>Hermann Oberth (1894 \u2013 1989, Begr\u00fcnder der Astronautik)<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D1426&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da hat es nun auch \u201emein\u201c Institut getroffen. Das Institut f\u00fcr Kommunikationswissenschaft der Dresdner TU, an dem ich seit dem Sommersemester 1998 fast ununterbrochen Fernseh- bzw. 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