{"id":3153,"date":"2017-05-19T18:50:39","date_gmt":"2017-05-19T17:50:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3153"},"modified":"2017-08-13T18:53:59","modified_gmt":"2017-08-13T17:53:59","slug":"asa-editorial-17-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3153","title":{"rendered":"ASA-Editorial 17-2017"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Mitglieder, F\u00f6rderer und Freunde der AfD Sachsen, liebe Leser;<\/p>\n<p>wir m\u00fcssen mal wieder \u00fcber die deutsche Sprache nachdenken. Der Grund: nach der Anh\u00f6rung von Sachverst\u00e4ndigen, darunter Prof. Schachtschneider, hat der Verfassungs- und Rechtsausschuss den AfD-Gesetzentwurf zum Schutz der deutschen Sprache abgelehnt \u2013 mit teilweise haneb\u00fcchenen Begr\u00fcndungen. Am schr\u00e4gsten &#8211; ein Vertreter der Linken: \u201eDeutsch liege auf dem 10. Platz der meistbesprochenen Sprachen mit \u00fcber 100 Mio. Muttersprachlern. 180 Mio. Menschen sprechen weltweit die deutsche Sprache. Ein Bedrohungsszenario f\u00fcr die deutsche Sprache sei nicht zu erkennen.\u201c Mehr Dummheit war selten.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen nach dem Wegfall von Island, Israel und der T\u00fcrkei nur noch Unternehmen aus 37 Staaten mit deutschen Unternehmen auf Deutsch korrespondieren. Andererseits wird Englisch nicht selten zur einzigen Sprache des gesamten Unternehmens erkl\u00e4rt. Daimler hatte nicht zuletzt durch die Kooperation mit dem amerikanischen Automobilhersteller Chrysler Englisch als Konzernsprache eingef\u00fchrt. Viele Unternehmen anglisieren sogar ihre Firmennamen, bspw. BMW Group oder Deutsche Post World Net. <\/p>\n<p>Siemens nennt seine Abteilungen nur noch Power Generation, Automation Technologies oder Lighting. Aber: benachteiligt sind damit automatisch alle, f\u00fcr die dies nicht die Muttersprache ist. Denn: wer die Muttersprache verwenden kann, muss geringere Kommunikationskosten aufwenden als Handelspartner, f\u00fcr die die Wirtschaftssprache eine Fremdsprache ist (Ausbildungskosten f\u00fcr den Erwerb der Fremdsprache, laufende Sprachtrainingskosten, laufende Kosten f\u00fcr \u00dcbersetzer, Dolmetscher oder die Einstellung von Mitarbeitern mit fremdsprachlicher Kompetenz, Kosten durch den verz\u00f6gerten Transfer wirtschaftsrelevanter Informationen). <\/p>\n<p>Schon diese \u00f6konomischen Gr\u00fcnde h\u00e4tten den gesetzlichen Schutz der deutschen Sprache gerechtfertigt. Andere Gr\u00fcnde liefert ein Beschluss des nieders\u00e4chsischen Landtags: die F\u00f6rderung der Mehrsprachigkeit so weiterzuentwickeln, dass die Herkunftssprache in allen Schulformen auch in der Mittel- und Oberstufe als Fach Zeugnisrelevanz erh\u00e4lt. Als \u201eintegrationshemmendes Signal, das mindestens zu parallelen Schulhofsprachen f\u00fchrt\u201c, kritisierte ich das und benannte weitere Probleme: \u201eZum einen der Lehrkr\u00e4ftemangel, der zur Einstellung von Quereinsteiger ohne p\u00e4dagogische Ausbildung f\u00fchrt. Zum zweiten die zunehmende Un\u00fcbersichtlichkeit der Lehrpl\u00e4ne durch eine Erweiterung des Fremdsprachenangebots durch bspw. Farsi oder Polnisch bis hin zur Abiturreife. Das alles f\u00fchrt nicht zu einem besseren Bildungsniveau, sondern zu schlechteren Deutschkenntnissen.\u201c Die bewiesen \u00fcbrigens mit Hannelore Kraft und Ursula von der Leyen zwei durchaus namhafte Politikerinnen. Die eine schaltete Wahlwerbeanzeigen, die andere legte einen Kranz nieder \u2013 jeweils mit bemerkenswerten Rechtschreibfehlern. <\/p>\n<p>Vergangene Woche dann ein Hoffnungsschimmer: die Dresdner Linguistik Evelyn Koch erkl\u00e4rte, dass die 20- bis 30j\u00e4hrigen Sachsen sich wieder mehr ihren Dialekten zuwenden. \u201eSie zeigen, dass ihnen ihre Heimat wichtiger ist als alle k\u00fcnstlichen Bestrebungen nach einem europ\u00e4ischen Einheitsstaat, und erteilen eine Absage an alle Br\u00fcsseler Entnationalisierungsbestrebungen\u201c, freute ich mich. Aber alles Gute ist nie beisammen: fast parallel gab es wieder Versuche aus dem Gender-Lager, unsere nat\u00fcrlich gewachsene Sprache durch k\u00fcnstliche Neusch\u00f6pfungen zu verunstalten, um die Zweigeschlechtlichkeit zu \u00fcberwinden &#8211; ein weiterer Schritt hin zum geschlechts-, wurzel- und herkunftslosen Einheitsmenschen. So hat die als Frau geborene Berliner Linguistin Lann Hornscheidt im Sinne von \u201eExit Gender\u201c das Personalpronomen \u201eecs\u201c \u2013 es eingef\u00fchrt. Solche Einzelmeinungen d\u00fcrfen nicht als gesellschaftlicher Wunsch durchgehen, <a href=\"http:\/\/www.afdsachsen.de\/files\/afd\/landesverband-sachsen\/download\/afd-sachsen-aktuell\/2017\/asa-17-2017.pdf\">bekr\u00e4ftigt<\/a><\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, Ihr<\/p>\n<p>Dr. Thomas Hartung<br \/>\nStellv. Landesvorsitzender<\/p>\n<p><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D3153&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir m\u00fcssen mal wieder \u00fcber die deutsche Sprache nachdenken. Der Grund: nach der Anh\u00f6rung von Sachverst\u00e4ndigen, darunter Prof. Schachtschneider, hat der Verfassungs- und Rechtsausschuss den AfD-Gesetzentwurf zum Schutz der deutschen Sprache abgelehnt \u2013 mit teilweise haneb\u00fcchenen Begr\u00fcndungen. Am schr\u00e4gsten &#8211; ein Vertreter der Linken: \u201eDeutsch liege auf dem 10. Platz der meistbesprochenen Sprachen mit \u00fcber 100 Mio. Muttersprachlern. 180 Mio. 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