{"id":3155,"date":"2017-05-26T18:54:07","date_gmt":"2017-05-26T17:54:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3155"},"modified":"2017-08-13T18:57:13","modified_gmt":"2017-08-13T17:57:13","slug":"asa-editorial-18-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3155","title":{"rendered":"ASA-Editorial 18-2017"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Mitglieder, F\u00f6rderer und Freunde der AfD Sachsen, liebe Leser;<\/p>\n<p>wir m\u00fcssen \u00fcber Bilderst\u00fcrmerei nachdenken. Die Hamburger Bundeswehr-Universit\u00e4t (!) hat ein Bild im Flur eines Studentenwohnheims abh\u00e4ngen lassen, weil es den fr\u00fcheren Bundeskanzler Helmut Schmidt (\u2020 1915), zugleich Namensgeber der Hochschule, in Wehrmachtsuniform zeigt. Die Entfernung des Bildes erfolgte im Zuge der von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) angesto\u00dfenen \u00dcberpr\u00fcfung von Bundeswehreinrichtungen auf Wehrmachtsdevotionalien. Hintergrund ist der Skandal um rechtsextreme Vorf\u00e4lle bei der Bundeswehr, der durch die Festnahme des Oberleutnants Franco A. ins Rollen kam.<\/p>\n<p>Nun hat Schmidt einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, das Leitbild des Soldaten vom \u201eB\u00fcrger in Uniform\u201c umzusetzen und die Innere F\u00fchrung mit Leben zu f\u00fcllen. Erinnert sei daran, dass in seiner Zeit die Universit\u00e4ten der Bundeswehr erst geschaffen wurden. Helmut Schmidt kann durchaus als Person verdeutlichen, wie aus den Erfahrungen des Dritten Reiches heraus Anforderungen an die Bundeswehr und deren Soldaten formuliert werden m\u00fcssen. Sein Bild abzuh\u00e4ngen, ist purer Aktionismus, dem das Nachdenken weichen musste.<\/p>\n<p>Die Reaktionen darauf, zumal aus der Opposition, sprechen B\u00e4nde. \u201eAus Sicht des Ministeriums h\u00e4tte die Entscheidung nicht zwingend so ausfallen m\u00fcssen\u201c, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, dem von der Leyen vorsteht! Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD!) nannte die Aktion billig und emp\u00f6rend: \u201eHexenverbrennung h\u00e4tte man das fr\u00fcher wohl genannt.\u201c \u201eDieses Beispiel beweist, dass die Ministerin Ma\u00df und Mitte verloren hat und die Truppe tief verunsichert\u201c, sagte der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold. Ganz nebenbei: das Ministerium hatte das Streitkr\u00e4fteamt bereits im Januar beauftragt, die Ausgabe des Liederbuchs \u201eKameraden singt!\u201c der Bundeswehr zu stoppen und eine neue Liederliste zu erstellen. Vor allem die Lieder \u201eSchwarzbraun ist die Haselnuss\u201c, das \u201ePanzerlied\u201c oder das \u201eWesterwald-Lied\u201c st\u00fcnden in der Kritik.<\/p>\n<p>Die Emp\u00f6rung war kaum abgeflaut, folgte der n\u00e4chste Hammer, der den Wechsel vom Abbild zur bildenden Kunst vollzog: die sogenannte \u201eJudensau\u201c an der Au\u00dfenwand der Wittenberger Stadtkirche soll entfernt werden. Das fordert das \u201eB\u00fcndnis zur Abnahme des Reliefs im Reformationsjahr 2017\u201c. Das 700 Jahre alte Steinrelief zeigt eine Sau, an deren Zitzen Juden s\u00e4ugen. Dadurch sollten im Mittelalter Gl\u00e4ubige der mosaischen Religion geschm\u00e4ht werden. Initiatoren des B\u00fcndnisses sind der evangelische Leipziger Pfarrer Thomas Piehler und Schwester Joela Kr\u00fcger von der Evangelischen Marienschwesternschaft in Darmstadt. Das ist schon kultureller Talibanismus.<\/p>\n<p>\u201eGeschichte per Bilderst\u00fcrmerei zu verf\u00e4lschen und umzuinterpretieren macht sie nicht wahrer\u201c, \u00e4rgerte ich mich. \u201eWie soll k\u00fcnftig eine aufgekl\u00e4rte Generation heranwachsen, die Reliefs wie dieses in den Kontext einordnen kann? In letzter Konsequenz sollte Luther samt Reformation gleich mit abgeschafft werden.\u201c Geschichte l\u00e4sst sich aber nicht einfach entsorgen.<\/p>\n<p>Genau das aber forderte nur einen Tag sp\u00e4ter eine Gruppe N\u00fcrnberger Kulturaktivisten &#8211; das B\u00fcndnis \u201eNoris ohne Mauer\u201c hat der Stadt ein Ultimatum gestellt: Bis Ende des Monats soll der Abriss des alten, l\u00e4ngst nutzlos gewordenen Befestigungswerks in Angriff genommen werden. Passiert bis dahin nichts, wollen die Kulturschaffenden selbst Hand anlegen. Die Stadtmauer ist f\u00fcr die Aktivisten steingewordener Ausdruck einer in der Vergangenheit verhafteten Geisteshaltung. \u201eDie Mauer muss weg\u201c &#8211; dieser politische Kampfruf aus dem letzten Jahrhundert soll zu neuen Ehren kommen. Denn sie sei ein Symbol f\u00fcr Kleingeistigkeit und R\u00fcckw\u00e4rtsgewandtheit. Das muss sich ein historisch gebildeter Mensch mal zwischen den Ohren zergehen lassen. Mehr Geschichtsklitterung war nochmal nicht in der DDR, und das will was hei\u00dfen, <a href=\"http:\/\/www.afdsachsen.de\/files\/afd\/landesverband-sachsen\/download\/afd-sachsen-aktuell\/2017\/asa-18-2017.pdf\">meint<\/a><\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, Ihr<\/p>\n<p>Dr. Thomas Hartung<br \/>\nStellv. Landesvorsitzender<\/p>\n<p><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D3155&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir m\u00fcssen \u00fcber Bilderst\u00fcrmerei nachdenken. 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