{"id":3159,"date":"2017-06-07T19:12:18","date_gmt":"2017-06-07T18:12:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3159"},"modified":"2017-08-13T19:19:30","modified_gmt":"2017-08-13T18:19:30","slug":"asa-editorial-20-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3159","title":{"rendered":"ASA-Editorial 20-2017"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Mitglieder, F\u00f6rderer und Freunde der AfD Sachsen, liebe Leser;<\/p>\n<p>wir m\u00fcssen mal wieder \u00fcber Gender nachdenken. Eine der Uns\u00e4glichkeiten, die im Namen dieser totalit\u00e4ren gleichmacherischen Ideologie veranstaltet wurden und werden, kostet Sachsen n\u00e4mlich richtig Geld. Und daran ist vor allem Beate Sch\u00fccking schuld, Rektorin der Leipziger Uni, die seit 2011 im Amt ist und im vergangenen Februar nach langem Streit wiedergew\u00e4hlt worden war. Und unter deren Regentschaft die Grundordnung dergestalt ge\u00e4ndert wurde, dass das Generische Femininum universit\u00e4tsweit als Anredeform genutzt werden muss: \u201eGuten Tag, Herr Professorin\u2026\u201c<\/p>\n<p>In den \u201eGenuss\u201c dieser Anrede h\u00e4tte auch Shahram Azizi Ghanbari kommen sollen, der sich 2012 in Zweitausschreibung als Professor f\u00fcr den Lehrstuhl \u201eKompetenzentwicklung und lebenslanges Lernen\u201c beworben hatte \u2013 und von der Berufungskommission als kompetentester der f\u00fcnf Bewerber vorgeschlagen wurde. Ein Votum, dem der Fakult\u00e4tsrat folgte \u2013 nicht aber Sch\u00fccking. Sie wollte stattdessen die Zweitplatzierte \u2013 und begr\u00fcndete das damit, so schreibt der Anwalt von Sch\u00fccking, dass man das \u201eAnforderungsprofil um Genderforschung\u201c habe erweitern und den \u201eAspekt der Frauenf\u00f6rderung als gesamtuniversit\u00e4res Interesse\u201c habe w\u00fcrdigen wollen. Die Zweitplatzierte, wie es der Zufall so will, hat sich mit Genderforschung besch\u00e4ftigt. Um Ghanbari nicht berufen zu m\u00fcssen, sei, so tr\u00e4gt dessen Anwalt vor, ein Ger\u00fccht \u00fcber \u201eangebliche sexuelle Verfehlungen &#8230; in die Welt gesetzt worden\u201c. Ausgangspunkt dieses Ger\u00fcchts, so tr\u00e4gt der Kl\u00e4ger vor: Beate Sch\u00fccking. Das muss man erstmal sacken lassen. Das nahm Ghanbari also nicht hin, klagte, und bekam jetzt vom Landgericht Leipzig in dritter Instanz Recht. Nach der \u00dcberzeugung der Leipziger Richter hatte die Rektorin einen m\u00e4nnlichen Bewerber durch eine L\u00fcge zu diskreditieren versucht, um so eine weniger geeignete und qualifizierte Bewerberin auf die ausgeschriebene Stelle nur aus dem Grund zu hieven, um Frauenf\u00f6rderung als \u201agesamtuniversit\u00e4res Interesse\u2018 vor Fachkompetenz und damit Ideologie vor Wissenschaft zu stellen.<\/p>\n<p>\u201eDas legt den Schluss nahe, dass Recht und Gesetz ebenso wie Moral und Anstand nichts mehr gelten, wenn es um Frauenf\u00f6rderung geht\u201c, emp\u00f6rte ich mich. Eine Passage des Urteils legt gar darauf schlie\u00dfen, dass Genderprogramme nichts anderes zum Ziel haben als m\u00e4nnliche Bewerber zu diskriminieren und fachliche Eignung durch weibliches Geschlecht zu ersetzen. Wenn das Leistungsprinzip Kriterium f\u00fcr die Auswahl von Kandidaten ist, gibt es aber keinerlei Rechtsgrundlage f\u00fcr ein Professorinnenprogramm im Speziellen oder Frauenf\u00f6rderung im Allgemein. Denn eine F\u00f6rderung weiblicher Bewerber ist dann nicht notwendig, wenn sie die fachlich geeignetsten Bewerber sind. Werden sie aber gef\u00f6rdert, weil sie nicht die Bewerber sind, die f\u00fcr eine Position am besten geeignet sind, liegt offenbar ein Versto\u00df gegen Art. 33 Abs. 2 des Grundgesetzes vor, der Schadensersatz und Einstellungsanspruch ausl\u00f6st, in diesem Fall bis 2029 &#8211; als Ausgleich daf\u00fcr, dass er jetzt eine schlechter dotierte Stelle innehat. \u201eEs geht um Forderungen von etwa 1,1 Millionen Euro. Hinzu kommen noch Pensionsanspr\u00fcche\u201c, sagte Ghanbaris Anwalt.<\/p>\n<p>Aber all das schreckt GutmenschInnen nicht ab, weiter das Pferd der Gleichmacherei zu reiten. 16 Frauenverb\u00e4nden forderte diese Woche eine Frauenquote f\u00fcr alle Unternehmensrechtsformen sowie f\u00fcr alle Gremien in Medien, Kultur, Medizin und Wissenschaft in Deutschland. Dass eine Frauenquote ein Eingriff in die Personalpolitik der Unternehmen ist und deren unternehmerische Freiheit beschneidet \u2013 interessiert nicht. Dass Stellen, die nicht mit dem geforderten Anteil an Frauen besetzt werden k\u00f6nnen, dann frei gehalten werden und unbesetzt oder gar mit der falschen Person besetzt sind und wirtschaftliche Konsequenzen f\u00fcr die Unternehmen nach sich zieht \u2013 interessiert nicht. Dass dann alle Branchen vom H\u00fcttenwesen bis zur M\u00fcllabfuhr einbezogen werden m\u00fcssen \u2013 interessiert nicht. So kurzsichtig kann man eigentlich gar nicht sein, <a href=\"http:\/\/www.afdsachsen.de\/files\/afd\/landesverband-sachsen\/download\/afd-sachsen-aktuell\/2017\/asa-20-2017.pdf\">meint<\/a><\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, Ihr<\/p>\n<p>Dr. Thomas Hartung<br \/>\nStellv. Landesvorsitzender<\/p>\n<p><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D3159&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir m\u00fcssen mal wieder \u00fcber Gender nachdenken. Eine der Uns\u00e4glichkeiten, die im Namen dieser totalit\u00e4ren gleichmacherischen Ideologie veranstaltet wurden und werden, kostet Sachsen n\u00e4mlich richtig Geld. Und daran ist vor allem Beate Sch\u00fccking schuld, Rektorin der Leipziger Uni, die seit 2011 im Amt ist und im vergangenen Februar nach langem Streit wiedergew\u00e4hlt worden war. Und unter deren Regentschaft die Grundordnung dergestalt ge\u00e4ndert wurde, dass das Generische Femininum universit\u00e4tsweit als Anredeform genutzt werden muss: \u201eGuten Tag, Herr Professorin\u2026\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3159"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3159"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3160,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3159\/revisions\/3160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}