{"id":3342,"date":"2018-02-01T19:59:59","date_gmt":"2018-02-01T18:59:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3342"},"modified":"2018-09-08T07:59:00","modified_gmt":"2018-09-08T06:59:00","slug":"neger-sind-keine-losung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3342","title":{"rendered":"Neger sind keine L\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWer hat\u2018s erfunden\u201c? \u2013 die Antwort auf die Frage am Ende der Ricola-Werbung ist offenbar auch richtig, wenn es darum geht, wer \u201eNeger\u201c in diesem Jahrzehnt wieder ins deutschsprachige Kreuzwortr\u00e4tsel gebracht hat. Es war ein Flugblatt der Schweizer Demokraten (SD) im Wahlkampf 2011, das nach Befund der Oberstaatsanwaltschaft Z\u00fcrich nicht gegen die Antirassismus-Strafnorm versto\u00dfe: nicht alles sei strafbar, was geschmacklos sei, sondern nur, was die Menschenw\u00fcrde in grober Weise herabsetze, so die Sprecherin Corinne Bouvard. Die Aussage zum L\u00f6sungswort lautete: \u201eEs ist auch f\u00fcr sie besser, auf ihrem Kontinent zu bleiben\u201c.<\/p>\n<p>Nachdem bereits 2015 die Kirchenzeitung \u201eKirche + Leben\u201c des Bistums M\u00fcnster den als \u201eN-Wort\u201c verp\u00f6nten Begriff auf die Frage nach einer \u201eMenschenrasse\u201c wissen wollte, wiederholte sich das Ereignis nun Mitte Januar 2018 in der Unternehmenszeitschrift \u201eKlinoskop\u201c des Klinikums Chemnitz. Die Frage lautete diesmal: \u201eMensch mit schwarzer Hautfarbe\u201c. \u201eDas ist ein Fauxpas, der geht gar nicht\u201c, erkl\u00e4rte ein Sprecher. Von der 12 500 Mal gedruckten Ausgabe wurden 8 500 Exemplare wieder eingesammelt. Das Heft werde komplett neu gedruckt und verteilt, sagte der Sprecher.<\/p>\n<p>Das Kreuzwortr\u00e4tsel wurde den Angaben zufolge von der Chemnitzer Agentur \u201eCartell\u201c mittels eines IT-gest\u00fctzten Generators erstellt. Gegen das Unternehmen, dessen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer pikanterweise der Gr\u00fcnen-Fraktionschef Thomas Lehmann ist, w\u00fcrden nun rechtliche Schritte gepr\u00fcft. Rassismus in Sachsen, wieder mal? Nat\u00fcrlich war die Geschichte in allen Medien. Einige davon (bspw. der K\u00f6lner \u201eExpress\u201c) schreckten nicht davor zur\u00fcck, Substantive wie \u201eSkandal\u201c zu verschlagzeilen &#8211; im Fall Kandel textete das Blatt zuerst \u201eStreit in Drogeriemarkt\u201c und dann \u201eBluttat in Drogeriemarkt\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_3343\" style=\"width: 564px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo3.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3343\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-3343\" title=\"Stephan Remmler beim K\u00f6lner Konzert. Quelle: Youtube\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo3-1024x628.jpg\" alt=\"Stephan Remmler beim K\u00f6lner Konzert. Quelle: Youtube\" width=\"554\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo3-1024x628.jpg 1024w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo3-300x183.jpg 300w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo3.jpg 1756w\" sizes=\"(max-width: 554px) 100vw, 554px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3343\" class=\"wp-caption-text\">Stephan Remmler beim K\u00f6lner Konzert. Quelle: Youtube<\/p><\/div>\n<p>Um die Absurdit\u00e4t nochmals zu betonen: 1992 hat Stephan Remmler in K\u00f6ln auf einem von der Initiative \u201eArsch huh, Z\u00e4ng ussenander\u201c veranstalteten Konzert noch gesungen \u201eMein Freund ist Neger\u201c, um zur Verbundenheit mit Menschen anderer Hautfarbe aufzurufen. Heute ist das Wort Grund f\u00fcr die Einleitung rechtlicher Schritte und das Einstampfen\/Neudrucken einer f\u00fcnfstelligen Zeitungsauflage ungeachtet aller Bekenntnisse zum Umweltschutz. Das ganze Problem h\u00e4tte sich nicht gestellt, h\u00e4tte man gefragt nach einem verstorbenen Mainzer Karnevalisten, einem Nebenfluss der Ruhr, einem Stadtteil von Olpe, einem Ein-Mann-Torpedo der deutschen Kriegsmarine oder einem Biermischgetr\u00e4nk. Was ist da nur schiefgelaufen?<\/p>\n<p><strong>Als Schwarz und Wei\u00df noch Hautfarben waren<\/strong><\/p>\n<p>Werfen wir einen Blick in unsere Sprachgeschichte. Das alt- und mittelhochdeutsche Lehnwort \u201eMohr\u201c aus dem lateinischen \u201emaurus\u201c f\u00fcr die Bewohner Mauretaniens stand bereits seit dem Mittelalter verallgemeinert f\u00fcr \u201eMenschen mit dunkler Hautfarbe\u201c; hier spielte wiederum das griechische \u1f00\u03bc\u03b1\u03c5\u03c1\u03cc\u03c2 (amauros, \u201eim Ganzen dunkel\u201c) mit hinein. Es wird heute vor allem im historischen oder literarischen Zusammenhang oder als Teil von Bezeichnungen (z. B. als Wappenfigur) gebraucht.<\/p>\n<p>Andere Quellen sprechen von St. Mauritius, dem Anf\u00fchrer der Thebanischen Legion in \u00c4gypten zur R\u00f6merzeit, der sich weigerte, Christen nur um ihres Glaubens willen zu t\u00f6ten, lieber selbst unschuldig sterben wollte und so zum M\u00e4rtyrer wurde. In ottonischer Zeit stieg er zum Schutzpatron des neuen Erzbistums Magdeburg auf. Im Magdeburger Dom findet man seine Plastik als Vollblut-Afrikaner. Auch ein Teil seiner Reliquien wird dort aufbewahrt, ein weiterer Teil im Dom zu Vienne in Burgund und weitere \u00dcberreste in einem Kloster bei Genf. Nach der eingedeutschten Namensform sind die St. Moritz-Kirchen nach ihm benannt, ebenso die Moritzburg bei Dresden, in Halle\/Saale und in Zeitz. Auch der Ski-Ort St. Moritz und die Insel Mauritius sind wohl (zumindest indiekt) nach ihm benannt.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit dem 18. Jahrhundert wurde Mohr auf deutschem Gebiet von \u201eNeger\u201c abgel\u00f6st. Dieses Wort nun stand f\u00fcr \u201eSchwarzer\u201c in Ableitung aus dem franz\u00f6sischen Wort f\u00fcr \u201eschwarz\u201c (n\u00e8gre), das vom spanischen \u201enegro\u201c stammt, das wiederum auf das lateinische Wort \u201eniger\u201c f\u00fcr die Farbe Schwarz zur\u00fcckgeht. In den deutschen Wortschatz aufgenommen wurde es laut der Gebr. Grimm vom Lexikografen Johann Christoph Adelung, der als Oberbibliothekar der Kurf\u00fcrstlichen Bibliothek in Dresden arbeitete. Es ist also unumstritten, dass sowohl Mohr als auch Neger auf die dunkle Hautfarbe abstellten.<\/p>\n<p>Aber schon im Mittelalter zeichnete sich ab, dass mit der Hautfarbe neben der Oberfl\u00e4chendifferenz auch tiefensemantische Bez\u00fcge herstellbar sind. So erweiterte Wolfram von Eschenbach die Gralsgeschichte des Chr\u00e9tien de Troyes um die Begegnung von Parzivals Vater Gahmuret mit der schwarzen K\u00f6nigin Belacane, f\u00fcr die er k\u00e4mpft und mit der er den Sohn Feirefiz zeugt, der sp\u00e4ter seinem Halbbruder Parzival hilft, den Gral zu finden. Das k\u00f6nne man einerseits als Strategie in der Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam lesen, die andererseits aber nicht in der hegemonialen Konfrontationsrhetorik der Kreuzz\u00fcge, sondern als Utopie eines kultur\u00fcbergreifenden, Differenz akzeptierenden Rittertums erz\u00e4hlt werde, so Hinrichsen\/Hund in ihrem Aufsatz \u201eRassismus Macht Sprache\u201c. Wolfram reagiere damit auf aggressive Erz\u00e4hlungen wie das Rolandslied des Pfaffen Konrad, in dem sich heidnische K\u00f6nige mit ihren Kriegern \u201eswarz unt \u00fcbel getan\u201c auf die Christenheit st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>600 Jahre sp\u00e4ter dann das Gegenmodell. Heinrich von Kleists \u201eDie Verlobung in St. Domingo\u201c thematisiert das Verh\u00e4ltnis von Schwarzen und Wei\u00dfen nach dem Zusammenbruch der Sklavenhaltergesellschaft in Haiti zu Beginn des 19. Jahrhunderts anhand zweier Einzelschicksale: einem Wei\u00dfen, der irrt\u00fcmlich seine schwarze Geliebte erschie\u00dft. Anke K\u00f6rner erkl\u00e4rt die romantische Novelle lapidar als \u201egescheiterte Utopie der Gewaltlosigkeit\u201c. Ganz anders die schwarze Dozentin Marie Biloa Onana:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSie gibt den rassistischen Theorien Immanuel Kants literarische Form und nimmt dabei die allgegenw\u00e4rtige Diskriminierung und Stereotypisierung Schwarzer in der deutschen Kolonialliteratur nach 1884 vorweg\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_3347\" style=\"width: 464px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3347\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-3347\" title=\"zeitgen\u00f6ssisches Theaterplakat. Quelle: http:\/\/digital.lb-oldenburg.de\/ihd\/periodical\/pageview\/399071\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo1-559x1024.jpg\" alt=\"zeitgen\u00f6ssisches Theaterplakat. Quelle: http:\/\/digital.lb-oldenburg.de\/ihd\/periodical\/pageview\/399071\" width=\"454\" height=\"830\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3347\" class=\"wp-caption-text\">zeitgen\u00f6ssisches Theaterplakat. Quelle: http:\/\/digital.lb-oldenburg.de\/ihd\/periodical\/pageview\/399071<\/p><\/div>\n<p>Kleist schildere die Revolution in Haiti als die Zeit, \u201eals die Schwarzen die Wei\u00dfen ermordeten\u201c, er lie\u00df \u201eeine Gruppe von Wei\u00dfen auf der Flucht durch das \u201aMohrenland\u2018 ziehen, das er aber voller \u201aNeger\u2018 sah und dabei dieses Wort derart penetrant h\u00e4ufig benutzte, dass man meinen k\u00f6nnte, er w\u00e4re zur Propagierung solch gewaltsamer Sprache durch einen k\u00f6niglich-preu\u00dfischen Diskursbeauftragten veranlasst worden. Theodor K\u00f6rner nutzte Kleists Erz\u00e4hlung als Vorlage f\u00fcr eine rassistische Theaterschnulze\u201c, so Hinrichsen\/Hund \u2013 gemeint war \u201eToni\u201c (\u201e\u2026Gef\u00e4hrlich wird\u2018s, im Haus zu \u00fcbernachten\/ Die Negerbanden streifen rings umher\/Wir sind nicht sicher vor den schwarzen G\u00e4sten\u2026\u201c, 1812).<\/p>\n<p><strong>Zwischen Sklave und Beruf<\/strong><\/p>\n<p>In diesen 600 Jahren also soll \u201eNeger\u201c im deutschen Sprachraum eine Stereotypisierung erhalten haben, die nicht auf die Wahrnehmung nat\u00fcrlicher Unterschiede zur\u00fcckginge, sondern als pejorative, abwertende Komponente sich bereits w\u00e4hrend des spanischen und portugiesischen Sklavenhandels entwickelt habe: die \u201eBezeichnung\u201c w\u00e4re mit dem \u201eWort\u201c Sklave konnotiert und im Weiteren mit anatomisch-\u00e4sthetischen (h\u00e4sslich), sozialen (wild, ohne Kultur), sexuellen (abnorm) und psychologischen (kindlich) Vorstellungen verkn\u00fcpft und nicht zuletzt durch die Debatten um den Rasse-Begriff von Linn\u00e9, Kant, Meiners etc. befeuert worden. So lautet der Erkl\u00e4rungsversuch von Dakha Deme aus dem Jahr 1993, auf den heute mehrfach der wikipedia-Artikel \u201eNeger\u201c rekurriert. Das Klischee der Kulturlosigkeit bedient etwa Johann G. Scheffners (1736-1820) Gedicht \u201eDer Neger und die B\u00e4uerin\u201c.<\/p>\n<p>Deme ist \u00fcbrigens Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Germanistische Linguistik an der Universit\u00e4t Dakar (Senegal). Damit scheint zun\u00e4chst kanonisiert, dass unsere Germanistik die Etymologie eines neuzeitlichen deutschen Lehnworts unkommentiert von einem senegalesischen Nichtmuttersprachler interpretieren l\u00e4sst. Anekdote am Rande: Leopold Senghor, der erste Staatschef des Senegal und Friedenspreistr\u00e4ger des Deutschen Buchhandels, erkl\u00e4rte seinerzeit das Wort sogar zum Adelsbegriff:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMeine N\u00e9gritude ist kein Schlaf der Rasse, sondern Sonne der Seele\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Hermeneutik wird nicht einfacher, wenn man wei\u00df, dass es schon lange einen Nachnamen \u201eNeger\u201c im deutschsprachigen Raum gab, bevor sich das Wort als Synonym f\u00fcr einen Schwarzen im 17. Jahrhundert zu verbreiten begann \u2013 als eine der mundartlichen Varianten des Berufsnamens des N\u00e4hers. Das schon im Althochdeutschen belegte T\u00e4tigkeitswort \u201en\u00e4hen\u201c erscheint ab mittelhochdeutscher Zeit in mehreren regionalen und mundartlichen Varianten, darunter neben \u201en\u00eajen\u201c, \u201en\u00eawen\u201c oder \u201en\u00eahen\u201c auch in den verh\u00e4rteten Varianten \u201en\u00eagen\u201c, \u201en\u00e2gen\u201c und \u201eneigen\u201c. \u201eDie Familiennamen N\u00e4ger, Neger und Neiger sind klar als Berufsnamen des N\u00e4hers zu identifizieren\u201c, so der Namensforscher J\u00fcrgen Udolph in der WELT.<\/p>\n<p>Im Falle des Mainzer Dachdeckers Thomas Neger und seinem Firmenlogo, das einen Neger zeigt und das sich der Inhaber zu \u00e4ndern weigert, f\u00fchrte diese Polysemie zu einem erbitterten, medial ausgetragenen Streit zwischen ihm und Namenskritikern. \u201eDie Namens\u00e4nderung w\u00fcrde einen f\u00fcnfstelligen Betrag kosten, Fassadenlogos, Internet und, und, und. Wir sehen dazu keine Veranlassung. Fakt ist: Es ist nicht verboten\u201c, so der Enkel der Mainzer Karnevallegende 2015 ebenfalls in der WELT.<\/p>\n<div id=\"attachment_3349\" style=\"width: 498px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo4.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3349\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3349\" title=\"Inhaber mit Logo. Quelle: http:\/\/www.thomas-neger.de\/Startseite\/index.php\/\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo4.jpg\" alt=\"Inhaber mit Logo. Quelle: http:\/\/www.thomas-neger.de\/Startseite\/index.php\/\" width=\"488\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo4.jpg 488w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo4-244x300.jpg 244w\" sizes=\"(max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3349\" class=\"wp-caption-text\">Inhaber mit Logo. Quelle: http:\/\/www.thomas-neger.de\/Startseite\/index.php\/<\/p><\/div>\n<p>Prompt tauchten in der Stadt Aufkleber auf, mit Negers Gesicht darauf und dem Satz: \u201eRassismus einen Namen geben\u201c. Der Facebookseite \u201eEin Herz f\u00fcr Neger \u2013 Solidarit\u00e4t f\u00fcr Thomas Neger\u201c steht die Facebookseite \u201eDas Logo muss weg\u201c gegen\u00fcber \u2013 sie hat \u00fcbrigens weniger Anh\u00e4nger. Im Raum steht gar der Begriff des \u201eWarenrassismus\u201c f\u00fcr den Erwerb und Verzehr von (Konsum)G\u00fctern a la \u201eNegerkuss\u201c. Der Vorwurf: Wer seine Ware \u00e4sthetisch aufpolieren m\u00f6chte, bedient sich im rassistischen Bilderhaushalt.<\/p>\n<p><strong>Zwischen Diffamierung und Satire<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Streit ist nur ein Puzzleteil von vielen, die seit der Jahrtausendwende die Entwicklung hin zu einem unguten Gesamtbild von sprachpolitischer Korrektheit deutlich werden lassen. Zwar durfte sich Harald Schmidt 2002 in einer Ausgabe seiner Late-Night-Show auf Sat.1 mit dem Begriff \u201eNeger\u201c noch minutenlang sarkastisch auseinandersetzen. Aber bereits am 15. Juni 2000 urteilte das Amtsgericht Schw\u00e4bisch Hall: Wer einen Schwarzen \u00f6ffentlich als \u201eNeger\u201c bezeichnet, darf ungestraft \u201eRassist\u201c genannt werden. F\u00fcr die Richterin sei es \u201eschwer vorstellbar\u201c gewesen, dass dem Betroffenen \u201eder diffamierende Charakter des Ausdrucks \u201eNeger\u201c nicht bekannt gewesen sein soll.<\/p>\n<p>15 Jahre sp\u00e4ter f\u00e4llt eine Richterin am Amtsgericht Hamburg-Barmbek ein \u00e4hnlich haneb\u00fcchenes Urteil gegen eine 78-J\u00e4hrige wegen Beleidigung. Sie muss eine Geldstrafe von 100 Euro zahlen, weil sie einen farbigen Jungen als \u201eNeger\u201c bezeichnet hatte. Diese Beschimpfung wiege schwerer als der Ausdruck \u201eNutte\u201c, mit dem der Elfj\u00e4hrige die Rentnerin zuvor belegt hatte. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten auf Freispruch pl\u00e4diert. Verteidiger Stefan Lanwer zeigte sich nach dem Urteil entsetzt: \u201eDas ist politische Rechtsprechung\u201c.<\/p>\n<p>Manchmal treibt diese Hermeneutik auch absurde Bl\u00fcten. So ziert das Cover des Buchs \u201eSingen k\u00f6nnen die alle! Handbuch f\u00fcr Negerfreunde\u201c des schwarzen K\u00f6lner Comedians Marius Jung ein nackter Schwarzer mit einer gro\u00dfen Schleife vor dem Penis. Das Referat f\u00fcr Gleichstellung und Lebensweisenpolitik der Universit\u00e4t Leipzig verlieh ihm prompt einen Negativ-Preis f\u00fcr die \u201estereotype Darstellung eines nackten schwarzen Menschen, der durch eine rote Geschenkschleife objektiviert wird. Dies erinnerte uns an rassistische Motivik.\u201c Harald Martenstein w\u00fctete darob 2014 in der ZEIT:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Vorstellung, dass vermutlich zumeist schwanenwei\u00dfe Jungs und M\u00e4dels in Deutschland einen rabenschwarzen K\u00fcnstler wegen Rassismus an den Pranger stellen, nur weil dieser schwarze Bengel sich die Frechheit erlaubt, so etwas ihren deutschen Quadratsch\u00e4del \u00dcberforderndes wie Satire und Sarkasmus zum Einsatz zu bringen, hat etwas Gespenstisches, oder? Das Cover kann man missgl\u00fcckt finden, wer es rassistisch findet, hat vor allem ein Bildungsproblem.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Publizistin Tina Uebel \u00e4rgert sich ebenfalls in der ZEIT: <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wie sollen wir miteinander reden \u2013 und Rassismus diagnostizieren! \u2013, wenn sich die Ansicht durchsetzt, nicht Kontext und Intention bestimmten die Bedeutung eines Wortes, sondern die schlichte Abfolge von Vokalen und Konsonanten? Ein Buch &#8222;Singen k\u00f6nnen die alle! Handbuch f\u00fcr Negerfreunde&#8220; zu betiteln ist Satire. In der n\u00e4chsten Umdrehung der N-Wort-Schraube kommt es zu Absurdit\u00e4ten wie beim Berliner Theatertreffen, wo dem Darsteller eines Neonazis verboten wurde, auf der B\u00fchne &#8222;das N-Wort&#8220; auszusprechen. In den Kulissen verabschiedet sich die narrative Darstellung von der Wirklichkeit.&#8220; <\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_3350\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo5.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3350\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-3350\" title=\"Jung-Cover. Quelle: https:\/\/books.google.de\/books?id=BtgbAwAAQBAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo5-657x1024.jpg\" alt=\"Jung-Cover. Quelle: https:\/\/books.google.de\/books?id=BtgbAwAAQBAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false\" width=\"450\" height=\"701\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo5-657x1024.jpg 657w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo5-192x300.jpg 192w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo5.jpg 693w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3350\" class=\"wp-caption-text\">Jung-Cover. Quelle: https:\/\/books.google.de\/books?id=BtgbAwAAQBAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false<\/p><\/div>\n<p>Anders in der Schweiz, wo Comedian Marco Rima (\u201eSamstagnacht\u201c, RTL) seit Jahren entsprechende Witze machen kann: \u201eWarum gebe ich einem Neger nur wei\u00dfe Schokolade zum Essen? Damit er sich nicht in die Finger bei\u00dft.\u201c F\u00fcr die gr\u00fcne Berner Gemeinder\u00e4tin Franziska Teuscher werden mit solchen Witzen laut \u201eTagesanzeiger\u201c definitiv Grenzen \u00fcberschritten: \u201eFalls Rima den Begriff \u201aNeger\u2018 verwendet, schockiert mich das. Es ist allgemein bekannt, dass dieser Begriff stark diskriminierend ist. Auch Comedians m\u00fcssen sich ans Recht halten und zum Beispiel die Antirassismus-Strafnorm beachten.\u201c Ren\u00e9 Tanner, Rimas Manager, meint in der \u201eAargauer Zeitung\u201c trocken, dass \u201edie Ironie wohl nicht alle verstehen\u201c. \u201eWitze sind ein Katalysator f\u00fcr unsere \u00c4ngste und Sorgen, wir k\u00f6nnen uns ja nicht st\u00e4ndig politisch korrekt verkrampfen\u201c, so Rima bereits 2003 in der \u201eWeltwoche\u201c.<\/p>\n<p>Als der SVP-Nationalrat Erich Hess w\u00e4hrend einer Debatte im Berner Stadtrat 2017 sagte, dass man auf dem Vorplatz des Kulturzentrums Reithalle \u201ehaupts\u00e4chlich Neger am Dealen\u201c sehe, zeigten ihn die Jungen Gr\u00fcnen an. Die Berner Staatsanwaltschaft entschied, dass die \u00c4u\u00dferungen nicht rassistisch seien. Der Beschluss emp\u00f6rt die Jungen Gr\u00fcnen: \u201eErich Hess hat afrikanischst\u00e4mmige Menschen pauschal als Drogendealer abgestempelt\u201c, dass dies ohne Konsequenzen bleibe, sei \u201einakzeptabel\u201c.<\/p>\n<p><strong>Signalwort oder rassistisches Schimpfwort?<\/strong><\/p>\n<p>Fast so verkrampft wie in Deutschland f\u00fchlt es sich dagegen in \u00d6sterreich an &#8211; mit Ausnahme des Adjektivs \u201eneger\u201c: einem ost\u00f6sterreichischen, alten Synonym f\u00fcr pleite, ja mittellos mit der Herkunft \u201eim Dunklen, Verborgenen\u201c (\u00e4hnlich \u201eschwarzfahren\u201c), das &#8211; volksetymologisch absch\u00e4tzig mit schwarzen Zuwanderern in Verbindung gebracht &#8211; Habenichtse und Schnorrer suggeriert. Der \u00d6sterreichische Presserat bewertete 2014 die Verwendung des Begriffs \u201eNegerkinder\u201c in einem Kommentar in der Zeitschrift \u201eMeine Steirische\u201c als Versto\u00df gegen den Ehrenkodex und verneinte einen satirischen Kontext. Weiterhin f\u00fchrte er aus, dass der Begriff \u201eNeger\u201c, obwohl er in der Vergangenheit als unbedenklich gegolten haben mag, inzwischen eine diskriminierende Bedeutung besitze.<\/p>\n<p>Als \u201eNegerkonglomerat\u201c bezeichnete der ehemalige FP\u00d6-EU-Spitzenkandidat Andreas M\u00f6lzer in einer Europawahlkampfrede die Europ\u00e4ische Union und ein seiner Meinung nach zunehmendes Chaos in der EU. Die \u201eauf diese Weise ausgedr\u00fcckte rassistische und stark abwertende Bedeutung des Ausdrucks\u201c macht es zum Unwort des Jahres 2014. Das Oberlandesgericht Innsbruck erkannte 2017 einem in \u00d6sterreich lebenden Brasilianer 1500 Euro samt acht Prozent Zinsen zu: Ein Kollege hatte ihn als \u201eNeger\u201c beschimpft.<\/p>\n<p>Aktuell neigt sich das Pendel eindeutig der negativen Hermeneutik zu. Eine Person, die das Wort \u201eNeger\u201c verwendet, ist zwar nicht automatisch ein Rassist, so die Einsch\u00e4tzung von Albrecht Plewnia vom Mannheimer Institut f\u00fcr Deutsche Sprache. Der Germanist beklagt eine reflexhafte Reaktion in den sozialen Netzwerken auf bestimmte Begriffe: \u201eEin Signalwort reicht aus, um einen Shitstorm auszul\u00f6sen.\u201c Konkret ging es um Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der 2015 in der Sendung \u201eHart, aber fair\u201c sagte: \u201eRoberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den wei\u00dfen Deutschen wunderbar gefallen hat.\u201c Blanco ist CSU-Ehrenmitglied, der Kontext nicht ehrenr\u00fchrig. Bis heute darf auch die s\u00e4chsische Rosenl\u00f6cher Heimtiernahrung GmbH ihr Vogelfutter &#8222;Negersaat&#8220; anbieten.<\/p>\n<div id=\"attachment_3351\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo6.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3351\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3351\" title=\"Herrmann und Blanco. Quelle: https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/prominente\/article146057574\/Joachim-Herrmann-begegnet-wunderbarem-Menschen.html\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo6.jpg\" alt=\"Herrmann und Blanco. Quelle: https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/prominente\/article146057574\/Joachim-Herrmann-begegnet-wunderbarem-Menschen.html\" width=\"555\" height=\"542\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo6.jpg 1024w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo6-300x293.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3351\" class=\"wp-caption-text\">Herrmann und Blanco. Quelle: https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/prominente\/article146057574\/Joachim-Herrmann-begegnet-wunderbarem-Menschen.html<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr den Mainzer Ethnologen Matthias Krings dagegen macht es einen Menschen zum Rassisten, wenn er Neger sagt, selbst wenn man es fr\u00fcher auch gesagt habe und doch gar nicht b\u00f6se meine. Und f\u00fcr Oliver Marquart vom Portal rap.de ist es gar ein \u201erassistisches Schimpfwort. Es stellt schwarze Menschen als Wei\u00dfen unterlegen, als zur Sklaverei geborene, minderwertige Wesen dar. \u2026 in diesem Wort stecken 500 Jahre Sklaverei, Kolonialismus, V\u00f6lkermorde, schlimmste Verbrechen.\u201c<\/p>\n<p>Den theoretischen Subtext solcher Wertungen lieferte u.a. Hund 1999, f\u00fcr den \u201ein einem langwierigen und keineswegs gradlinigen Prozess ein im Verlauf des 16. und 17. Jahrhunderts zusehends negativ gekennzeichnetes Mohrenbild mit der im 18. Jahrhundert entwickelten Ordnungskategorie Rasse zum Begriff des Negers verschmolzen\u201c wurde. Diese auf Wikipedia gen\u00fcsslich zitierte These wird sonst nirgendwo akademisch aufgegriffen. Andere sehen in der Behauptung einer fr\u00fcheren nicht-diskriminierenden Verwendung des Wortes gar eine \u201eVerkennung sprachgeschichtlicher Kontexte und kolonialistischer Begriffs- und Konventionalisierungsgeschichte\u201c.<\/p>\n<p>Signalwort oder rassistisches Schimpfwort? Der D\u00fcsseldorfer Sprachwissenschaftler Rudi Keller l\u00f6ste dieses Paradoxon in seinem Buch \u201eSprachwandel\u201c (2003) als \u201ekonnotative Leiter\u201c auf seine Weise: bei der Auswahl der Bezeichnung, mit der wir \u00fcber Mitglieder einer Kategorie reden, w\u00e4hle man sicherheitshalber immer einen Begriff, der positiver konnotiert ist als der neutrale. Bis in die 60er Jahre (und in der DDR bis 1989, im Bewusstsein ihrer Sprachtr\u00e4ger aber bis heute) war Neger ein neutraler Begriff, der wie von Anbeginn als Benennung einer Differenz zu den hellh\u00e4utigen, \u201ewei\u00dfen\u201c Mitteleurop\u00e4ern durch dieselben diente.<\/p>\n<p>Vor allem im Zusammenhang mit dem zunehmenden Bewusstsein f\u00fcr die Ungleichbehandlung von Schwarzen in den USA griffen Politik und Medien sicherheitshalber zum n\u00e4chsth\u00f6heren Begriff auf der konnotativen Leiter: Schwarzer oder auch Farbiger, und damit wurde der Begriff Neger nach unten gedr\u00e4ngt. Die Genese dieser konnotativen Leiter l\u00e4sst sich gut am Beispiel des \u201eNicknegers\u201c nachvollziehen: eine Figur auf Spendensammelbeh\u00e4ltern in Kirchen und anderen Einrichtungen in Form eines Negers, der dankend nickt, wenn eine M\u00fcnze eingeworfen wird.<\/p>\n<p>Nach der Aufforderung von Bistumsleitungen zur Entfernung der Missionsspardosen verschwanden diese nach 1960: Der Zeitgeist hatte sich so weit gewandelt, dass im Rahmen der kirchlichen Eine-Welt-Entwicklungspolitik die Bewohner \u00e4rmerer L\u00e4nder nicht weiter als hilflose Bittsteller, sondern als gleichberechtigte Partner betrachtet wurden. Nach der Jahrtausendwende sind sie fast nur noch bei Sammlern oder in Museen zu finden. Ab 2004 warb die Christoffel-Blindenmission mit einem Plakat um Spenden, auf dem ein schwarzer Blinder abgebildet war, dessen Augen als Geldeinwurfschlitze dargestellt waren. Die Kampagne, f\u00fcr die die Agentur BBDO noch einen Preis des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen gewonnen hatte, wurde nach Protesten 2006 eingestellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_3356\" style=\"width: 485px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo2.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3356\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3356\" title=\"Nickneger. Quelle: http:\/\/www.lichtbild.org\/index.php?rubrik_id=3&amp;artikel_id=14&amp;galerie_id=18&amp;bild_id=406\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo2.jpg\" alt=\"Nickneger. Quelle: http:\/\/www.lichtbild.org\/index.php?rubrik_id=3&amp;artikel_id=14&amp;galerie_id=18&amp;bild_id=406\" width=\"475\" height=\"696\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo2.jpg 475w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo2-204x300.jpg 204w\" sizes=\"(max-width: 475px) 100vw, 475px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3356\" class=\"wp-caption-text\">Nickneger. Quelle: http:\/\/www.lichtbild.org\/index.php?rubrik_id=3&amp;artikel_id=14&amp;galerie_id=18&amp;bild_id=406<\/p><\/div>\n<p><strong>\u201eMentales Gift\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der Mechanismus, warum \u00fcberhaupt dieses Leiterprinzip \u201eSubtext schl\u00e4gt Text\u201c Fu\u00df fassen kann, ist also kein neutraler, wissenschaftlicher, \u201eobjektiver\u201c, sondern ein ideologisch-emotionaler. Diefenbach\/Ullrich erkl\u00e4rten ihn in ihrem Buch \u201eEs war doch gut gemeint\u201c mit der Unm\u00f6glichkeit, die Wirklichkeit in ihren Schattierungen mit der Sprache der politischen Korrektheit so zu beschreiben, dass er allen Kommunikationsteilnehmern gerecht wird. Man braucht sich nur vorzustellen, ob ein Gegen\u00fcber es begr\u00fc\u00dft, als Schwarzer bezeichnet zu werden, nur weil man sich selbst einen Wei\u00dfen nennt.<\/p>\n<p>Denn: \u201eimmer taucht jemand auf, der im Namen einer Gruppe, der er nicht einmal zwingend angeh\u00f6ren muss, Widerspruch anmeldet: So geht das nicht. Das darf nicht gesagt und schon gar nicht geschrieben werden\u201c. Die Autoren nennen das \u201ementales Gift\u201c, destruktiv und gesellschaftszerst\u00f6rend, denn damit werden die Verh\u00e4ltnisse von Relevanz und Evidenz umgekehrt: Was anfangs der besten Absicht folgte, Minderheiten zu sch\u00fctzen, drohe inzwischen, die Gesellschaft zu besch\u00e4digen.<\/p>\n<p>So schrieb 2007 der Verein \u201eSchwarze Filmschaffende in Deutschland\u201c (SFD) dem WDR einen Brief (Betreff: Tatort \u201eRuhe Sanft\u201c) und wetterte gegen den \u201ediskriminierenden, kolonialrassistischen, semantischen Charakter\u201c des folgenden ironischen Trialogs:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Nadeshda:<\/strong> \u201eWie hei\u00dfen noch mal die Leute, die immer schwarz rumlaufen?\u201c<\/p>\n<p><strong>Boerne:<\/strong> \u201eNeger. Also, ich wollte sagen \u2026 [sucht nach Worten] Mitb\u00fcrger afro \u2026 amerikanischer \u2026 Also Thiel, wie nennt man die denn jetzt eigentlich korrekterweise?\u201c<\/p>\n<p><strong>Thiel:<\/strong> \u201eNadeshda, fragen Sie doch mal bei den Gr\u00fcnen nach. Na, die k\u00fcmmern sich doch um solche Dinge, Dosenpfand und so \u2026\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>J\u00fcngstes Beispiel: Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kommunalen Ausl\u00e4nder- und Ausl\u00e4nderinnenvertretung (KAV) Frankfurt, Thomas Usleber, sagte der \u201eHessenschau\u201c, Worte wie \u201eNeger\u201c oder \u201eMohr\u201c seien zu Recht als rassistisch anerkannt. Er fordert, die Stadt solle sich daf\u00fcr einsetzen, dass sich die Frankfurter \u201eMohren-Apotheke\u201c und die \u201eApotheke zum Mohren\u201c neue Namen suchen. In der Begr\u00fcndung f\u00fcr den Antrag hei\u00dft es, Frankfurt m\u00fcsse \u201eFlagge gegen die Verwendung rassistischer Bilder und Bezeichnungen zeigen\u201c.<\/p>\n<p>Zwar werden Frankfurter Stadtverordnete der Fraktionen \u201eDie Frankfurter\u201c, \u201eB\u00fcrger f\u00fcr Frankfurt\u201c und der AfD mit Reaktionen zitiert wie \u201eBekloppt\u201c, \u201eLeute, die sonst nichts zu tun haben\u201c oder \u201eKann man nicht ernst nehmen\u201c. Tahir Della, Sprecher der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, kontert prompt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer Begriff wird von schwarzen Menschen als rassistisch wahrgenommen\u201c, und diese Wahrnehmung solle doch Grundlage des Handelns sein, unabh\u00e4ngig davon, ob man sie nachempfinden k\u00f6nne oder nicht.<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_3354\" style=\"width: 564px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3354\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3354\" title=\"Mohren-Apotheke. Quelle: http:\/\/static3.fnp.de\/storage\/image\/8\/0\/8\/8\/2098808_cms2image-fixed-605x320_1qrDUn_PxiPSE.jpg\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo.jpg\" alt=\"Mohren-Apotheke. Quelle: http:\/\/static3.fnp.de\/storage\/image\/8\/0\/8\/8\/2098808_cms2image-fixed-605x320_1qrDUn_PxiPSE.jpg\" width=\"554\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo.jpg 605w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo-300x158.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 554px) 100vw, 554px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3354\" class=\"wp-caption-text\">Mohren-Apotheke. Quelle: http:\/\/static3.fnp.de\/storage\/image\/8\/0\/8\/8\/2098808_cms2image-fixed-605x320_1qrDUn_PxiPSE.jpg<\/p><\/div>\n<p>Er w\u00fcnsche sich, dass das \u201eM-Wort\u201c aus dem deutschen Sprachgebrauch verschwindet. Und wer noch? F\u00fcr den schwarzen Philosophen und Lyriker Achille Mbembe ist Schwarz keine Farbe, sondern eine Dem\u00fctigung. Aber f\u00fcr wen noch? Wie viele gedem\u00fctigte \u201eschwarze Menschen\u201c betr\u00e4fe das im Verh\u00e4ltnis zu den Nicht-Gedem\u00fctigten in Deutschland? Dass man es nie jedermann recht machen kann, wusste bereits Platon. Und hier tritt das Problem zutage, das Neo Rauch 2017 in der ZEIT auf den Punkt brachte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eHeute werden Minderheiten zu Mehrheiten stilisiert, an deren Bed\u00fcrfnislagen wir uns auszurichten haben, sofern wir nicht mit der Brandmarke des Sexismus oder Chauvinismus ausgestattet werden wollen. Das ist ein Zustand, der nicht hinnehmbar ist auf Dauer\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Vertreter von Minderheiten erheben also medial potenzierte W\u00fcnsche\/Forderungen (oder andere Personen, bspw. Richter oder Studenten, ungesicherte und\/oder emotionale, oft auch mit Meinung verwechselte Argumente, vielleicht gar in \u201eWir\u201c-Form), deren Qualit\u00e4t, Gehalt und Provenienz nicht hinterfragt, sondern gesetzt werden und die damit per se als diskursw\u00fcrdig und diskursf\u00e4hig gelten, obwohl sie bestenfalls anma\u00dfend sind und schlimmstenfalls hysterisch, in jedem Falle aber dem gesunden Menschenverstand tradierter Mehrheitsdiskurse kontr\u00e4r gegen\u00fcber stehen. Peter Graf Kielmansegg kritisiert in der FAZ bspw. den \u201ekulturrevolution\u00e4ren Akt\u201c der \u201eEhe f\u00fcr alle\u201c als  \u201eindividuelle Entscheidung auf Kosten des Gemeinwohls\u201c wider jegliche Erfordernisse kultureller Kontinuit\u00e4t, eine Entscheidung \u201egegen stabile Mehrheitsanschauungen, die die eigene Lebenspraxis betreffen\u201c. Vor allem nach dem Gesetz der Schweigespirale (und weiteren medienpsychologischen sowie -soziologischen und auch machtpolitischen Ph\u00e4nomenen) beanspruchen die neuen Aussagen pl\u00f6tzlich Diskurshoheit, obwohl sie nicht ansatzweise \u00fcber die soziale und\/oder wissenschaftliche Verankerung verf\u00fcgen, die dieser Hoheit entspr\u00e4che. Kurz: es geht um Deutungshoheit, mithin immer um Macht. <\/p>\n<p>Die Folge ist laut Diefenbach\/Ullrich eine gest\u00f6rte Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft, verbunden mit R\u00fcckz\u00fcgen in Nischen, in denen nur noch Gleichgesinnte warten. F\u00fcr eine freie Gesellschaft &#8211; darauf angewiesen, ihre inneren Befindlichkeiten nach au\u00dfen zu tragen und \u00f6ffentlich zu verhandeln &#8211; sei das eine Katastrophe. Die Ideologie der politischen Korrektheit \u00e4hnele in ihrem Aufbau einer Religion, deren Anh\u00e4nger trotz der inzwischen zu besichtigenden Sch\u00e4den an der Meinungsfreiheit dogmatisch an ihrem Glauben festhielten.<\/p>\n<p>Dieser Umdeutungsprozess ist \u201eNeger\u201c bereits widerfahren. Man kann zwar meinen, damit kontextfrei die Differenz der Hautfarben zu bezeichnen. Vertreter gef\u00fchlter Mehrheiten werden jedoch sofort den Subtext betonen und behaupten, man bediene den rassistischen Stereotyp, will man nicht &#8211; bestenfalls &#8211; als ungebildet oder r\u00fcckst\u00e4ndig gelten. So herrsche 2015 f\u00fcr Stefan Kuzmany vom SPIEGEL \u201ein zivilisierten Kreisen dieses Landes l\u00e4ngst Einigkeit dar\u00fcber, dass das N-Wort eine Beleidigung f\u00fcr Menschen dunkler Hautfarbe ist und deshalb nicht verwendet werden soll\u201c. Sollte man das als \u00fcberhebliche Pharis\u00e4erh\u00e4me abtun oder sich einfach als unzivilisiert bezeichnen? Oder sollte man endlich sagen: \u201eDann ist es halt beleidigend, Punkt?\u201c Dieter Nuhr und Peter Sloterdijk brachten das mit ihren Bonmots &#8222;Ich habe kein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass die bei uns lange erk\u00e4mpfte Meinungsfreiheit nicht mehr ernst genommen wird, wenn sich jemand beleidigt zeigt.&#8220; sowie &#8222;Es gibt kein Recht, von Beleidigungen frei zu bleiben, erst recht keinen Anspruch auf \u00dcberempfindlichkeit.&#8220; auf den Punkt. <\/p>\n<p>Neger steht n\u00e4mlich auch noch in der Literatur. Die Debatte, die in Deutschland sp\u00e4testens 2002 mit den uns\u00e4glichen Hannoveraner Vorg\u00e4ngen um Agatha Christies Krimi \u201eZehn kleine Negerlein\u201c begann, erreichte 2013 ihren H\u00f6hepunkt anhand der Kinderbuchklassiker von Otfried Preu\u00dfler und Erich K\u00e4stner sowie den deutschen \u00dcbersetzungen von Astrid Lindgren. Anlass war die Entscheidung des Thienemann-Verlags, neben anderen m\u00f6glicherweise diskriminierenden W\u00f6rtern in Preu\u00dflers \u201eDie kleine Hexe\u201c vorbeugend \u201eNeger\u201c zu ersetzen \u2013 sinnigerweise durch \u201eMesserwerfer\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_3355\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo8.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3355\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3355\" title=\"Christie-Metamorphose. Eigene Darstellung\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo8.jpg\" alt=\"Christie-Metamorphose. Eigene Darstellung\" width=\"555\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo8.jpg 990w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/apo8-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3355\" class=\"wp-caption-text\">Christie-Metamorphose. Eigene Darstellung<\/p><\/div>\n<p>Der Jim in \u201eHuckleberry Finn\u201c kann aber kein \u201eFarbiger\u201c (o.\u00e4.) sein, weil das ein umgekehrter lexikalischer Anachronismus w\u00e4re. Denn ein vielleicht politisch korrektes Ersatzwort \u00e4ndert am (wie auch immer beschaffenen) Faktum selbst nichts. Das trifft auf die Nicht-H\u00f6renden genauso zu wie auf die Nicht-Sehenden. Der Unterschied ist, dass \u201eTaube\u201c und \u201eBlinde\u201c von den Betroffenen nicht als Beleidigung angesehen werden, weil sie als Worte sozial nicht ge\u00e4chtet waren. Reinhard Mohr (!) beklagte in der Welt: <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;&#8230;die ebenso blitzschnelle wie bedenkenlose Moralisierung aller Diskurse, die die Widerspr\u00fcche der Realit\u00e4t unter sich begr\u00e4bt. Es geht um Affekte statt um Argumente. Ein Reizwort reicht, und schon ger\u00e4t die praktische Vernunft unter die R\u00e4der. Schande, Scham und der Aufschrei im Chor ersparen das Selberdenken. Nie war die Moral to go billiger zu haben. Beinahe alle Lebens\u00e4u\u00dferungen werden einem ausgekl\u00fcgelten Filtersystem unterworfen: Darf man das sagen? Darf man das machen? Ist das korrekt?\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eMan wird schwarz geboren, aber zum Neger gemacht\u201c, behauptet Jonas Hampl 2013 in der ZEIT: \u201eIch bin froh, dass ich meinen Kindern nicht vorlesen muss, dass Pippis Vater ein Negerk\u00f6nig ist. Fr\u00fcher hatte das vielleicht etwas Spannendes, Exotisches. Aber wir leben im 21. Jahrhundert. Heute tut es weh\u2026\u201c Einerlei, ob er damit subjektiv richtig liegt: Zeugt es nicht einerseits von Weltwissen, die Sub- und Kontexte von \u201eNeger\u201c semantisch einordnen zu k\u00f6nnen, und andererseits gereiftem Selbstbewusstsein, mit sozialen Entt\u00e4uschungserfahrungen umzugehen \u2013 zumal der Autor selbst feststellt \u201eDas Wort Neger zu vermeiden, wird den Rassismus nicht ausrotten.\u201c<\/p>\n<p>Fazit: Ein gel\u00f6stes Kreuzwortr\u00e4tsel f\u00fchrte 1981 nach dem weltweit gr\u00f6\u00dften Schriftprobenvergleich mit 551.198 untersuchten Proben zur Aufkl\u00e4rung eines der bekanntesten Kriminalf\u00e4lle der DDR. Ein Junge war in Halle entf\u00fchrt, missbraucht, erschlagen und aus einem Zug geworfen worden \u2013 in einem Koffer mit einigen alten Zeitungen, deren Kreuzwortr\u00e4tsel teilweise gel\u00f6st waren: der so genannte Kreuzwortr\u00e4tselmord. Das Urteil: lebensl\u00e4nglich f\u00fcr den T\u00e4ter. 37 Jahre sp\u00e4ter wird in einem Kreuzwortr\u00e4tsel ein L\u00f6sungswort gesucht, das seinerseits Ausl\u00f6ser einer juristischen Auseinandersetzung mit Urteilsverk\u00fcndung zu werden droht. Das Urteil: noch offen. Das Urteil gegen das Wort \u201eNeger\u201c aber steht bereits fest: ewige Verbannung mit anschlie\u00dfender vollst\u00e4ndiger Tilgung.<\/p>\n<p>Vielleicht muss man ja angesichts vieler neuer nichtchristlicher Mitb\u00fcrger den Begriff \u201eKreuzwortr\u00e4tsel\u201c in ein paar Jahren auch inkorrekt finden und \u201eKreuz\u201c umgehend durch einen neutralen Begriff ersetzen. Immerhin: bei \u201eZamba\u201c als L\u00f6sungswort war noch nirgends ein Aufschrei zu vernehmen. Einerlei ob die Frage \u201eweiblicher afroindianischer Mischling\u201c, \u201eweiblicher Mischling aus Neger und Indianerin\u201c oder \u201eweiblicher Nachkomme eines schwarzen und eines indianischen Elternteils\u201c lautet.<\/p>\n<p><strong>PS.:<\/strong> Die Inhaberin der Mohren-Apotheke in Frankfurt-Eschersheim hat am 30. Januar das Logo, das eine schwarze Frau zeigt, von ihrer Internetseite entfernt.<\/p>\n<p><strong>PPS.:<\/strong> Christian Tauchnitz erkl\u00e4rte Anfang Feburar in der FAZ, die Beziehung von Mohr, Moritz oder Mauritius zu Apotheken beruhe darauf, dass er als Heilkundiger galt und die Trennung der Berufe von Arzt und Apotheker erst durch Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen im Jahre 1237 verf\u00fcgt wurde.<\/p>\n<p><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D3342&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\"scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein politisch unkorrektes Kreuzwortr\u00e4tsel sorgt in Sachsen f\u00fcr Aufsehen. Warum ist \u201eNeger\u201c als Fluss, Getr\u00e4nk und Stadtteil in Ordnung, nicht aber als Person? Eine sprachhistorische Spurensuche.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,5,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3342"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3342"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3342\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3360,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3342\/revisions\/3360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3342"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3342"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3342"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}