{"id":3641,"date":"2018-10-23T20:00:34","date_gmt":"2018-10-23T19:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3641"},"modified":"2018-11-28T18:34:17","modified_gmt":"2018-11-28T17:34:17","slug":"%e2%80%9ewir-beziehen-eine-klare-position%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3641","title":{"rendered":"\u201eWir beziehen eine klare Position\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Hannes Schrader hat ein Problem: er h\u00e4lt sich f\u00fcr rassistisch. \u201eWarum liebe ich nur wei\u00dfe Frauen\u201c, fragte der Journalist j\u00fcngst seitenlang auf <em>Zeit online<\/em>. Ob seine Partnerwahl wohl auf einen \u201eaversiven Rassismus\u201c folgern lasse, mutma\u00dft er schier verzweifelt mittels vieler soziologischer Zitate wie \u201eWenn privilegierte, als wei\u00df gelesene Personen immer nur mit privilegierten Wei\u00df-Gelesenen Kinder bekommen, verfestigen sich Machtstrukturen\u201c. Der bemerkenswerte Schluss lautet: \u201eVielleicht tut es sogar meiner Karriere gut, \u00f6ffentlich dar\u00fcber zu schreiben, ob ich mich rassistisch verhalte.\u201c<\/p>\n<p>Das ist kein Witz. Ein Kommentator fragt sich, ob solch kruder, verkopfter \u201eZwang zur politisch korrekten Selbstzerfleischung wirklich echt\u201c sein kann. Ein anderer findet es eher rassistisch, sein Beziehungsleben \u201emit ein paar exotischen Frauen\u201c aufzupeppen. \u201eIrgendwann erreichen Debatten einen Punkt, an dem man sie nicht mehr ernst nehmen kann\u201c, \u00e4rgert sich ein Dritter. Und f\u00fcr User(in?) \u201eCelsiana\u201c verbleibt als einzige L\u00f6sung:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Angleichung der Menschheit in gleichaussehende, gleichduftende, gleichverdienende Sexualwesen mit funktionsgleichen Sinnesorganen und gleichgeschalteten Verhaltensprogrammen\u2026\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Man kann Schrader nat\u00fcrlich auch einen Besuch in Dresden empfehlen. Nicht wegen Schlagzeilen wie \u201eSeit Pegida auf der Stra\u00dfe ist, zeigt Alltagsrassismus in Sachsen hemmungslos seine h\u00e4ssliche Fratze\u201c, die <em>n-tv<\/em> Anfang Mai 2016 textete und anhand derer er ja praktische Feldstudien zur Beantwortung seiner Frage h\u00e4tte betreiben k\u00f6nnen. Sondern wegen der Ausstellung \u201eRassismus. Die Erfindung von Menschenrassen\u201c, die noch bis Anfang Januar 2019 im Hygienemuseum zu sehen ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_3646\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Katalog.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3646\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-3646\" title=\"Katalog. Quelle: https:\/\/pbs.twimg.com\/media\/DehF3GOXcAE4HTz.jpg \" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Katalog-826x1024.jpg\" alt=\"Katalog. Quelle: https:\/\/pbs.twimg.com\/media\/DehF3GOXcAE4HTz.jpg \" width=\"555\" height=\"687\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Katalog-826x1024.jpg 826w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Katalog-242x300.jpg 242w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Katalog.jpg 969w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3646\" class=\"wp-caption-text\">Katalog. Quelle: https:\/\/pbs.twimg.com\/media\/DehF3GOXcAE4HTz.jpg <\/p><\/div>\n<p>Dass die Schau damit automatisch in einen aktuellen Diskurs eingreift, ist Museumsdirektor Klaus Vogel klar. Er gibt sofort zu, dass es dabei um \u201eein \u00fcber die Jahrhunderte erprobtes, anscheinend in der Natur des Menschen liegendes nachweisbares Ausgrenzungssystem\u201c geht. Sie sei aber \u201ekein Remedium gegen tagespolitische Problemlagen\u201c und solle \u201enicht als Veranstaltung gegen Anh\u00e4nger von Pegida oder der AfD verstanden\u201c werden, beteuert Vogel in der <em>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/em>.<\/p>\n<p><strong>\u201eInder haben schon ein geringeres Talent\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die ca. 400 Exponate erscheinen zun\u00e4chst als Selbstreflektion \u00fcber die eigene Vergangenheit: Seit der Gr\u00fcndung 1912 gab es im Haus, das zur gesundheitlichen Aufkl\u00e4rung beitragen sollte, eine Abteilung f\u00fcr Rassenhygiene. 1933 wurde es zum Propagandainstitut der Nationalsozialisten, zeigte nun Unterrichtstafeln \u00fcber die \u201eVererbung von Minderwertigkeit\u201c und die \u201eVererbung hoher Begabung\u201c, medizinische Wachsmodelle, mit denen Sterilisierungsmethoden gelehrt, und Sch\u00e4delgussformen, mit denen angebliche \u201eRassentypen\u201c bestimmt werden sollten \u2013 einige davon sind nun wieder \u00f6ffentlich. Sonderausstellungen damals hie\u00dfen \u201eVolk und Rasse\u201c (1934) oder \u201eBlut und Rasse\u201c (1936).<\/p>\n<div id=\"attachment_3643\" style=\"width: 566px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/400-Exponate.jpeg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3643\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3643\" title=\"400 Exponate. . Quelle https:\/\/img.zeit.de\/kultur\/2018-05\/rassismus-ausstellung\/wide__660x371__desktop \" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/400-Exponate.jpeg\" alt=\"400 Exponate. . Quelle https:\/\/img.zeit.de\/kultur\/2018-05\/rassismus-ausstellung\/wide__660x371__desktop \" width=\"556\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/400-Exponate.jpeg 660w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/400-Exponate-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 556px) 100vw, 556px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3643\" class=\"wp-caption-text\">400 Exponate. . Quelle https:\/\/img.zeit.de\/kultur\/2018-05\/rassismus-ausstellung\/wide__660x371__desktop <\/p><\/div>\n<p>Die aktuelle Schau meint anhand gesicherter Fakten biologistische Denkmuster zu rekonstruieren und zu rationalisieren. Erstes Manko: Sie beginnt explizit erst im 18. Jahrhundert. Hintergrund seien \u201ezum einen die europ\u00e4ische Expansion, die dann schon ziemlich fortgeschrittene Entdeckung fremder V\u00f6lker au\u00dferhalb Europas, und andererseits der Anspruch der damaligen vorherrschenden Aufkl\u00e4rungsphilosophie, die eigentlich ein Gleichheitspostulat war\u201c, erkl\u00e4rt Historiker Christian Geulen im <em>DLF<\/em>.<\/p>\n<p>Die Losung \u201eFreiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit\u201c, mit der von Frankreich ausgehend das \u201eVolk\u201c die politische B\u00fchne betritt, verhei\u00dft Emanzipation &#8211; aber nicht f\u00fcr alle, erst recht nicht f\u00fcr die 29 Millionen Menschen, die vom 16. bis 19. Jahrhundert aus Afrika nach Amerika verschleppt und als \u201eSt\u00fcck-Ware\u201c nach Alter, Gr\u00f6\u00dfe und Unversehrtheit f\u00fcr den Verkauf katalogisiert wurden.<\/p>\n<p>Unerw\u00e4hnt bleibt dabei leider der Prozess, den Tidiane N&#8217;Diaye in seinem Buch \u201eDer verschleierte V\u00f6lkermord \u2013 Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika\u201c (Reinbek 2010) beschrieb: Den Weg jener Afrikaner, die von arabischen H\u00e4ndlern in Richtung Osten, nach Asien, verschleppt wurden. Saudi-Arabien hat die Sklaverei erst 1962 abgeschafft. Die Opfer waren ausnahmslos schwarze Afrikaner, die T\u00e4ter ausnahmslos H\u00e4ndler aus dem arabisch-islamischen Raum von Marokko bis \u00c4gypten oder von der arabischen Halbinsel. War das auch Rassismus, und wenn nein, warum nicht?<\/p>\n<div id=\"attachment_3645\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Sklaverei.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3645\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-3645\" title=\"Sklaverei. Quelle: https:\/\/media-cdn.sueddeutsche.de\/image\/sz.1.4002998\/860x1290?v=1528209432000 \" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Sklaverei-682x1024.jpg\" alt=\"Sklaverei. Quelle: https:\/\/media-cdn.sueddeutsche.de\/image\/sz.1.4002998\/860x1290?v=1528209432000 \" width=\"555\" height=\"833\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Sklaverei-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Sklaverei-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Sklaverei.jpg 860w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3645\" class=\"wp-caption-text\">Sklaverei. Quelle: https:\/\/media-cdn.sueddeutsche.de\/image\/sz.1.4002998\/860x1290?v=1528209432000 <\/p><\/div>\n<p>Untersetzt wird die Begriffsgeschichte mit Zitaten und anthropologisch deutbaren B\u00fcsten bspw. von Voltaire, der schon 1755 in seinem Essay \u201e\u00dcber den Geist und die Sitten der Nationen\u201c schrieb: \u201eDie Rasse der Neger ist eine von der unsrigen v\u00f6llig verschiedene Menschenart. Man kann sagen, dass ihre Intelligenz nicht einfach anders geartet ist als die unsrige, sie ist ihr weit unterlegen.\u201c<\/p>\n<p>Auch der \u00dcbervater der Aufkl\u00e4rung Immanuel Kant fehlt nicht, der 1802 in seiner Vorlesung \u00fcber \u201ePhysische Geographie\u201c dozierte: \u201eIn den hei\u00dfen L\u00e4ndern reift der Mensch in allen St\u00fccken fr\u00fcher, erreicht aber nicht die Vollkommenheit der temperierten Zonen. Die Menschheit ist in ihrer gr\u00f6\u00dften Vollkommenheit in der Race der Wei\u00dfen. Die gelben Inder haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen V\u00f6lkerschaften.\u201c<\/p>\n<p>Als Urheber der politischen Rassenidee gilt der franz\u00f6sische Diplomat de Gobineau, der 1853\/54 in seinem vierb\u00e4ndigen \u201eEssay \u00fcber die Ungleichheit der Menschenrassen\u201c verk\u00fcndet, \u201edass jede Zivilisation von der wei\u00dfen Rasse stammt, dass es keine Zivilisation ohne die Einwirkung dieser Rasse geben kann\u201c. F\u00fcr diese \u201eUr-Rasse\u201c nutzte er mit als erster den von der Romantik u.a. durch Schlegel in den sprachwissenschaftlichen Diskurs eingebrachten Begriff \u201eArier\u201c. Ihre Vormachtstellung und damit die Welt drohe unterzugehen durch die st\u00e4ndige \u201eVermischung des Blutes\u201c. Dass eine Kultur f\u00fcr ihre Reinhaltung k\u00e4mpfen m\u00fcsse, um zu \u00fcberleben, lautet deshalb sein \u201eprim\u00e4res Rassengesetz\u201c.<\/p>\n<p>Breiten Raum nimmt das 20. Jahrhundert mit den Schlagworten Kolonialismus, Antisemitismus und Alltagsrassismus ein. Verhandelt werden etwa Rudolf Virchows per Anthropometer ermittelte Deutschlandkarte zur \u201eVerteilung von Rassenmerkmalen bei Schulkindern\u201c, Felix von Luschans \u201eHautfarbentafel\u201c und viele andere Artefakte von der Kriminologie bis zur Kultur, darunter Haarfarben- und Glasaugenmuster ebenso wie mit physiognomisch semitischen Klischees designte Handpuppen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3644\" style=\"width: 564px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hautfarben-nach-Luschan.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3644\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-3644\" title=\"Hautfarben nach Luschan. Quelle: https:\/\/www.juedisches-museum-muenchen.de\/fileadmin\/Redaktion\/Presse\/typisch_\/typical_04.jpg\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hautfarben-nach-Luschan-300x206.jpg\" alt=\"Hautfarben nach Luschan. Quelle: https:\/\/www.juedisches-museum-muenchen.de\/fileadmin\/Redaktion\/Presse\/typisch_\/typical_04.jpg\" width=\"554\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hautfarben-nach-Luschan-300x206.jpg 300w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Hautfarben-nach-Luschan-1024x704.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 554px) 100vw, 554px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3644\" class=\"wp-caption-text\">Hautfarben nach Luschan. Quelle: https:\/\/www.juedisches-museum-muenchen.de\/fileadmin\/Redaktion\/Presse\/typisch_\/typical_04.jpg<\/p><\/div>\n<p>Im <em>DLF<\/em>, \u00fcbrigens Medienpartner der Ausstellung, wird einerseits die bis heute g\u00e4ngige Herkunftspraxis in den USA diskutiert: der Zensus dort fordert jeden auf, seine \u201eRace\u201c oder \u201eEthnicity\u201c selbst zuzuschreiben &#8211; Black, White European, Hispanics\u2026 \u201eIn Amerika ist Race ein Begriff, der eine von allen Menschen irgendwie empfundene soziale Realit\u00e4t abbildet, die aber f\u00fcr jeden Menschen anders aussehen kann, und Sie k\u00f6nnen sich im Zensus auch mehreren Kategorien zuordnen, Sie k\u00f6nnen sich auch gar keiner Kategorie zuordnen, und die Kategorien w\u00fcrden jetzt uns hier in Deutschland sehr \u00fcberraschen\u201c, muss die deutsche Anthropologin Veronika Lipphardt eingestehen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Schrader beschreibt \u201ewei\u00df\u201c keine \u201emessbare Hautpigmentierung\u201c, sondern eine soziale Zugeh\u00f6rigkeit: Ein Mensch, \u201eder aufgrund seines Aussehens im Alltag eher keine Rassismuserfahrungen macht\u201c. Wer als \u201ewei\u00df\u201c z\u00e4hlt, sei nicht streng definiert, sondern kontextabh\u00e4ngig. In welchen nichtrassistischen Kontexten man heute bspw. gemeuchelte s\u00fcdafrikanische \u201ewei\u00dfe\u201c Farmer sehen m\u00fcsste, diskutiert Schrader selbstredend nicht. \u00dcbrigens gelten derzeit gerade acht Prozent der Weltbev\u00f6lkerung als \u201ewei\u00df\u201c, das nur nebenbei. Warum machen wohl so wenige so vielen Angst? Lipphardt lehnt andererseits jede neue Rassismusdebatte ab, wie sie etwa im M\u00e4rz 2018 durch den Harvard-Genetiker David Reich wieder aufkam:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMan kann sich noch so viel M\u00fche geben, bestimmte biometrische Daten zu erheben und zu messen, die Interpretation der Ergebnisse wird immer sehr nahe an Bewertungen sein.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>\u201eRasse w\u00fcrden selbst Rassisten nicht mehr benutzen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Und hier liegt, zweites Manko, die Crux der Schau, die Kuratorin Susanne Wernsing ebenfalls im <em>DLF<\/em> unerwartet offen auf den Punkt bringt: \u201eDer Hintergrund ist, dass wir das so beschreiben, dass es zuerst den Rassismus gibt und Rassenkonstruktionen, wie sie dann wissenschaftlich im 18. Jahrhundert erfolgen, eine nachtr\u00e4gliche Legitimierung f\u00fcr Rassismus liefern k\u00f6nnten.\u201c Der aufmerksame H\u00f6rer kann nur verbl\u00fcfft feststellen, dass die wahrnehmungspsychologischen Schemata von Gruppierung und Klassifizierung aufgrund bestimmter Merkmale wie bspw. der Hautfarbe nachtr\u00e4glich mit dem Begriff \u201eRasse\u201c ideologisch begr\u00fcndet worden sein sollen. F\u00fcr Wernsing kein Widerspruch: \u201eWir sehen Unterschiede zwischen Menschen und glauben, Rassen zu erkennen. Der Begriff der Rasse diente nie nur dazu, Unterschiede zu beschreiben. Er war immer mit einer Wertung verbunden\u201c. Furcht und Faszination als g\u00e4ngige Narrative bis heute.<\/p>\n<p>Die Abteilungsleiterin Wissenschaft\/Veranstaltungen des Museums, Susanne Illmer, versteigt sich im <em>DLF<\/em> gar zu dem Satz: \u201eAber auch die Ablehnung von bestimmten Kulturen, Ethnien und Religionen ist Rassismus\u201c. Den Begriff \u201eRasse\u201c w\u00fcrden selbst Rassisten nicht mehr benutzen.<\/p>\n<p>Naika Foroutan, wie manche anderen linksgr\u00fcnen Politiker Kuratoriumsmitglied der museumseigenen Stiftung (die einige Journalisten offenbar \u00fcbersahen) und Autorin einer ausstellungsbegleitenden Publikation, argumentiert ebenso und f\u00fchrt damit, ohne es wie Illmer zu bemerken, die wissenschaftliche Intention der Ausstellung ad absurdum:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Vorstellung der Sozialwissenschaften ist, dass es auch einen \u201aRacism without race\u2018 gibt. Also die Vorstellung, dass man das genetisch\/genomisch wie auch immer codieren muss, \u00fcberhaupt irrelevant ist\u2026 Das hei\u00dft, die Homogenisierung und danach Abwertung, in dem man Hierarchien bildet, ist ein Konzept, das wir in den Sozialwissenschaften sehr viel weiter dokumentieren k\u00f6nnen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Foroutan war \u00fcbrigens in der Sarrazin-Debatte schon durch die \u201ewissenschaftliche Behauptung\u201c aufgefallen, dass fast 90% der t\u00fcrkischst\u00e4mmigen Berliner Sch\u00fcler gut Deutsch k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>\u201eWir beziehen eine klare Position. Gegen Rassismus. Aber allzu p\u00e4dagogisch oder gar belehrend soll das Gezeigte nun auch nicht daherkommen\u201c, r\u00fcckt Wernsing das Anliegen der Schau in eine politisch korrekte Perspektive. Es ist jedoch, drittes Manko, genau dieses Changieren zwischen Biologie und Ideologie, Wissenschaft und Politik, Stereotypisierung und Stigmatisierung, das den kritischen Besucher aus zwei Gr\u00fcnden zwischen Ratlosigkeit und \u00c4rger pendeln l\u00e4sst: wegen der thematischen Ausblendungen bis zum 18. Jahrhundert und wegen des Modus, die Ausstellung doppelt kuratieren zu lassen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3649\" style=\"width: 566px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Tafel.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3649\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3649\" title=\"Tafel \u201eEwiges Volk\u201c, 1937. Quelle: https:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/mdr\/rassismus-ausstellug-deutsches-hygienemuseum-dresden-110~_v-standard837_d88dbd.jpg \" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Tafel.jpg\" alt=\"Tafel \u201eEwiges Volk\u201c, 1937. Quelle: https:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/mdr\/rassismus-ausstellug-deutsches-hygienemuseum-dresden-110~_v-standard837_d88dbd.jpg \" width=\"556\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Tafel.jpg 837w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Tafel-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 556px) 100vw, 556px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3649\" class=\"wp-caption-text\">Tafel \u201eEwiges Volk\u201c, 1937. Quelle: https:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/mdr\/rassismus-ausstellug-deutsches-hygienemuseum-dresden-110~_v-standard837_d88dbd.jpg <\/p><\/div>\n<p>Ausgeblendet bleiben zun\u00e4chst die protorassistischen Wurzeln des Rassebegriffs, die auf der Biologisierung sozialer Unterschiede vor allem in uralten indischen Kastensystemen, aber auch der antiken Sklaverei basieren. Ausgeblendet bleiben auch die mythisch-religi\u00f6sen mittelalterlichen Traditionen vor allem der iberischen Halbinsel, wo bspw. in den \u201eEstatutos de limpieza de sangre\u201c (\u201eStatuten von der Reinheit des Blutes\u201c, erstmals Toledo 1449) das \u201eJ\u00fcdische\u201c, \u201eIslamische\u201c oder \u201eChristliche\u201c zur inneren Essenz des Menschen und die Religionszugeh\u00f6rigkeiten zu un\u00fcberwindlichen Schranken erkl\u00e4rt wurden. Hier spielt auch der Stammesgedanke hinein, wie er im 2. Buch Mose zuerst auftaucht.<\/p>\n<p>Diese Statuten gelten einigen Autoren in Deutschland nicht nur als Vorwegnahme der Mischehendebatte im Reichstag 1912, ja der N\u00fcrnberger Rassegesetze 1935, sondern der tscherkessischst\u00e4mmigen Publizistin Nekla Kelec aus entgegengesetzter Perspektive als aktuell g\u00fcltig f\u00fcr den Islam: \u201eDer Einzelne ist per Geburt Muslim, wie ein anderer gro\u00dfe Ohren oder blonde Haare hat. Wenn nicht, macht ihm der Islam das Angebot, diesen menschlichen Makel durch \u00dcbertritt zu tilgen\u201c, konstatiert sie schon 2009 in der <em>taz<\/em>.<\/p>\n<p>Und weitgehend ausgeblendet bleiben auch die Klassifizierungsversuche, die 1666 mit Georgius Hornius begannen, der die Menschheit getreu der Abstammung von den drei S\u00f6hnen Noahs in Japhetiten (Japhet &#8211; Wei\u00dfe), Semiten (Sem &#8211; Gelbe) und Hamiten (Ham &#8211; Schwarze) gliederte. 1684 kategorisierte der Franzose Fran\u00e7ois Bernier die Menschen anhand \u00e4u\u00dferer Merkmale wie Hautfarbe, Statur und Gesichtsform in mehrere ungleich entwickelte Rassen. Beide Ans\u00e4tze f\u00fchrte der schwedische Naturforscher Carl von Linn\u00e9 zusammen, in dem er die Menschheit so simpel wie eing\u00e4ngig in die vier Hautfarbentypen \u201eWei\u00dfe\u201c, \u201eGelbe\u201c, \u201eRote\u201c und \u201eSchwarze\u201c einteilte und jeweils einem Kontinent zuordnete.<\/p>\n<p><strong>\u201eF\u00fcr sie ist Rassismus kein Phantom\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das Museum entschied sich ebenfalls dagegen, Bilder nackter Menschen zumal aus Afrika auszustellen, Schnappsch\u00fcsse sogenannter \u201eV\u00f6lkerausstellungen\u201c zu zeigen oder auch \u201erassistische Witze\u201c zu dokumentieren. Geschuldet ist das vor allem einer Leerstelle, die B\u00f6swillige selbst rassistisch nennen k\u00f6nnten: Die Ausstellungsmacher waren zun\u00e4chst alle \u201ewei\u00df\u201c.<\/p>\n<p>Erst als das Ausstellungskonzept schon stand, fiel Direktor Vogel seine \u201eRassismusfalle\u201c auf. Deshalb habe das Museum \u2013 \u201ewenn auch sehr sp\u00e4t\u201c \u2013 K\u00fcnstler, Autoren und Aktivisten eingeladen, \u201edie \u00fcber Fach- und Erfahrungswissen\u201c verf\u00fcgen, schrieb die Kommunikationswissenschaftlerin Natasha A. Kelly im Ausstellungskatalog s\u00fcffisant.<\/p>\n<p>Solcherart Erfahrungsverengung \u2013 n\u00e4mlich dass eine Ausstellung \u00fcber Rassismus scheitere, wenn sie nicht von Betroffenen konzipiert werde \u2013 gleicht fremdinduzierter Selbstzensur und ist vor allem als Abkehr vom Universalismus und als Hinwendung zum Fragmentarismus anzusehen, wonach die Gesellschaft irgendwann nur noch aus separierten Opfergruppen besteht, die sich gegenseitig misstrauen und an keine gemeinsame Zukunft mehr glauben. Zur Erinnerung: Kelly pr\u00e4gte im <em>Tagesspiegel<\/em> den legend\u00e4r falschen Satz \u201eDie Belichtungstechnologie wurde f\u00fcr wei\u00dfe Haut entwickelt\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_3650\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Fotografie.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3650\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3650\" title=\"Fotografietext \u201ezuerst\u201c 2018. Quelle: privat\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Fotografie.jpg\" alt=\"Fotografietext \u201ezuerst\u201c 2018. Quelle: privat\" width=\"555\" height=\"738\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3650\" class=\"wp-caption-text\">Fotografietext \u201ezuerst\u201c 2018. Quelle: privat<\/p><\/div>\n<p>Im Rahmen von Workshops wurde zun\u00e4chst der Titel der Schau gekippt: \u201eRassismus. Ein Phantom.\u201c Vogel rechtfertigt das: \u201eDie waren v\u00f6llig emp\u00f6rt. F\u00fcr sie ist Rassismus kein Phantom, wenn sie morgens in den Bus steigen und angep\u00f6belt werden\u201c. Danach aber ging es an die Substanz.<\/p>\n<p>Dass nicht nur Opfer-, sondern auch Widerstandsgeschichten Diskriminierter etwa per Video erz\u00e4hlt werden sollen, ist als Erg\u00e4nzung gern zu akzeptieren. Plastische Interventionen wie zus\u00e4tzliche Beschriftungen f\u00fcr manche Exponate, die Unkenntlichmachung vieler Abbildungen im Katalog und einzelne Eingriffe in die Ausstellung wie etwa Verh\u00fcllungen oder auch Zus\u00e4tze sind dagegen mehr als diskutabel.<\/p>\n<p>Der drastischste Zusatz: ein kleiner Kasten, in dem Kellys Haare h\u00e4ngen &#8211; lange, schwarze Dreadlocks. Nach Kellys Erfahrung w\u00fcrden die wegen ihres exotischen Aussehens bei vielen Wei\u00dfen den Impuls wecken, sie zu ber\u00fchren &#8211; was im Fall des Ausstellungsst\u00fccks mit einem akustischen Signal quittiert und der Besucher also stigmatisiert wird. Auch das Exotische, so die Botschaft, werde als etwas \u201eAnderes\u201c empfunden und reproduziere so rassistische Klischees. Klingelte es auch an Kellys Kopf, wenn sie einen wei\u00dfen Partner h\u00e4tte?<\/p>\n<p>Oder: Mit einer Gussform eines \u201edinarischen Sch\u00e4dels\u201c wollten die Kuratoren die \u201epopul\u00e4re Rassenkunde der 1920er und 1930er Jahre\u201c illustrieren. Die Erg\u00e4nzung lautet: \u201eDie Deutschen zwangen afrikanische Frauen, die K\u00f6pfe ihrer ermordeten M\u00e4nner mit Glasscherben vom Fleisch zu befreien. Die H\u00e4upter ihrer Liebsten [\u2026] F\u00fcr <em>eure <\/em>Wissenschaft, f\u00fcr <em>eure <\/em>Museen. F\u00fcr <em>eure<\/em> Keller, in denen sie liegen. Bis heute.\u201c Und wer soll mit \u201eeure\u201c (mit)gemeint sein?<\/p>\n<p>Solcherart eindeutige Politisierung einer behauptet nicht tagespolitisch intendierten Schau inmitten einer politisch aufgeladenen Stadt kann nur zu Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchren. Einerseits werden heute alle induktiven, subjektivistischen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsmechanismen, kriminalistisch-ironisch auch \u201eEinzelf\u00e4lle\u201c genannt, glorifiziert.<\/p>\n<p>Andererseits vermittelt die Ausstellung mit fast jedem Objekt die Botschaft, dass jedwede Quantifizierung und Klassifizierung in Bezug auf Menschen \u2013 einerlei aufgrund welcher Merkmale, erst recht denen von Hautfarbe, Kopfgr\u00f6\u00dfe oder Augenform \u2013 unzul\u00e4ssig sei \u2013 obwohl auf dem Willen zu sinnvoller Unterscheidung, auf systemischen Klassifizierungs- und Valorisierungsmechanismen alle deduktive Wissenschaft beruht.<\/p>\n<div id=\"attachment_3651\" style=\"width: 565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Sch\u00e4delvermessung.jpeg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3651\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3651\" title=\"Station \u201eSch\u00e4delvermessung\u201c. Quelle: https:\/\/img.zeit.de\/kultur\/2018-05\/hygiene-museum-schaedel\/wide__820x461__desktop \" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Sch\u00e4delvermessung.jpeg\" alt=\"Station \u201eSch\u00e4delvermessung\u201c. Quelle: https:\/\/img.zeit.de\/kultur\/2018-05\/hygiene-museum-schaedel\/wide__820x461__desktop \" width=\"555\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Sch\u00e4delvermessung.jpeg 820w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Sch\u00e4delvermessung-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3651\" class=\"wp-caption-text\">Station \u201eSch\u00e4delvermessung\u201c. Quelle: https:\/\/img.zeit.de\/kultur\/2018-05\/hygiene-museum-schaedel\/wide__820x461__desktop <\/p><\/div>\n<p>Als auf dem H\u00f6hepunkt der AIDS-Debatte jeder Sexualpartner als potentiell infiziert gef\u00fcrchtet werden sollte, sprach auch niemand von \u201eGeneralverdacht\u201c. Wenn heute jede Supermarkt-Kassiererin jeden Kunden akribisch alles auspacken, anheben oder vorzeigen l\u00e4sst, was er im Einkaufswagen hat, spricht erst recht niemand von Generalverdacht. Daneben verallgemeinert jedes Curriculum Bildungsf\u00e4higkeiten, jede Krankenkasse Erkrankungen, jeder Versicherer Versicherungsf\u00e4lle\u2026 das sind v\u00f6llig normale Vorg\u00e4nge.<\/p>\n<p>Fremdenskepsis = Fremdenabwertung = Fremdenfeindlichkeit = Rassismus, so der offenbar museal beabsichtigte Schluss gleichmacherischer Wahrnehmung. So etwas aber ist unwissenschaftlich und kann, ja darf nicht Anliegen einer Ausstellung sein. Wie postete doch Boris Palmer, der gr\u00fcne Stuttgarter Oberb\u00fcrgermeister, auf <em>Facebook<\/em>: \u201eGambische Asylbewerber haben so gut wie nie einen Anspruch auf Asyl, aber eine auff\u00e4llige Schwierigkeit, mit unseren Gesetzen zu leben\u201c. Na so ein Rassist.<\/p>\n<p><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D3641&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\"scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer war zuerst da: Rassen oder Rassismus? Eine Ausstellung im Hygienemuseum Dresden gibt an-hand emotionaler Objekte eher ideologische denn wissenschaftliche Antworten. 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