{"id":3762,"date":"2019-01-12T06:43:17","date_gmt":"2019-01-12T05:43:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3762"},"modified":"2019-02-02T07:06:40","modified_gmt":"2019-02-02T06:06:40","slug":"%e2%80%9edie-wurst-ist-ausdruck-fur-das-ganze%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3762","title":{"rendered":"\u201eDie Wurst ist Ausdruck f\u00fcr das Ganze\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Beim deutschen Kunst-Guru Joseph Beuys spielte die Blutwurst eine gro\u00dfe Rolle. Seit den mittleren 1960er Jahren hat er das Samurai-Schwert als Symbol f\u00fcr die Kultur des Ostens h\u00e4ufig in Gestalt einer Blutwurst gestaltet und so zu einem Mischobjekt mit Bez\u00fcgen zur asiatischen Kampfkultur und einem europ\u00e4ischen Lebensmittel gemacht. In dieser Verschmelzung steckt Beuys\u2019 Eurasia-Gedanke \u2013 seine Vorstellung einer Verbindung zwischen der europ\u00e4ischen und der asiatischen Gesellschaft, in der das rationalistische und materialistische Denken Europas in der intuitiven und geistig gepr\u00e4gten Lebensweise Asiens aufgehoben werden soll. Und zur Zeitgeist-Ausstellung 1982 h\u00e4ngte er an einen Mast von der H\u00f6he eines Maibaums eine Blutwurst und schrieb einen Essay mit dem ber\u00fchmten Zitat \u201eDie Wurst ist Ausdruck f\u00fcr das Ganze\u201c. \u00a0Er wurde dann von einem Journalisten gefragt, wie er das meine. Beuys antwortete lachend: \u201eSchneiden Sie mal ein St\u00fcck ab, dann ist sie nicht mehr ganz.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_3763\" style=\"width: 281px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/index.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3763\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3763\" title=\"Beuys' Blutwurst. Quelle: https:\/\/www.randomhouse.de\/leseprobe\/Es-geht-um-die-Wurst\/leseprobe_9783813507102.pdf\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/index.jpg\" alt=\"Beuys' Blutwurst. Quelle: https:\/\/www.randomhouse.de\/leseprobe\/Es-geht-um-die-Wurst\/leseprobe_9783813507102.pdf\" width=\"271\" height=\"186\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3763\" class=\"wp-caption-text\">Beuys&#39; Blutwurst. Quelle: https:\/\/www.randomhouse.de\/leseprobe\/Es-geht-um-die-Wurst\/leseprobe_9783813507102.pdf<\/p><\/div>\n<p>Ob das Innenministerium, ja Minister Horst Seehofer (CSU) selbst diesen artifiziellen Hintergrund parat hat, sei dahingestellt. Ob das Angebot von Blutwurst neben 12 weiteren beschilderten Speisen &#8211; sowohl halal und vegetarisch als auch mit anderem Fleisch und Fisch &#8211; der Versuch war, in Beuys\u2018 Sinne eine Verbindung zwischen der europ\u00e4ischen und der islamischen Gesellschaft zu schaffen, sei auch dahingestellt: Insgesamt waren immerhin rund 250 Personen auf der 4. Deutschen Islam-Konferenz (DIK) geladen. Entsprechend gab es bei der Abendveranstaltung verschiedenste Speisen zur Auswahl, die sich laut dem Ministerium nach der \u201ereligi\u00f6s-pluralen Zusammensetzung\u201c der Konferenz richtete. Und erst recht sei dahingestellt, ob Seehofer damit Verachtung oder Gedankenlosigkeit bewies, wie Alan Posener in der <em>WELT<\/em> unterstellte \u2013 oder Provokation und Respektlosigkeit, wie der Redakteur der deutsch-t\u00fcrkischen Online-Zeitung <em>Daily Sabah<\/em>, Burak Altun, mutma\u00dfte.<\/p>\n<p>Fakt ist: Der <em>WDR<\/em>-Reporter Tuncay \u00d6zdamar hatte die Causa auf Twitter kritisiert \u2013 sonst w\u00e4re sie gar nicht bekannt geworden. \u201eEs wurde Blutwurst serviert. \u0130n\u015fallah halal. Welches Zeichen will Seehofers Innenministerium damit setzen? Ein wenig Respekt vor Muslimen, die kein Schweinefleisch essen, w\u00e4re angebracht.\u201d Einige pflichteten \u00d6zdamar bei, unter anderem Gr\u00fcnen-Politiker Volker Beck: \u201eVielfalt wahrnehmen hei\u00dft auch unterschiedliche Gewohnheiten ber\u00fccksichtigen\u201c, twitterte er.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<div id=\"attachment_3765\" style=\"width: 377px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Blutwurst-Tweet.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3765\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3765 \" title=\"Blutwurst-Tweet. Quelle: Twitter\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Blutwurst-Tweet.jpg\" alt=\"Blutwurst-Tweet. Quelle: Twitter\" width=\"367\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Blutwurst-Tweet.jpg 612w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Blutwurst-Tweet-286x300.jpg 286w\" sizes=\"(max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3765\" class=\"wp-caption-text\">Blutwurst-Tweet. Quelle: Twitter<\/p><\/div>\n<p>Mehrere deutsche Medien griffen den \u201eFall\u201c prompt auf, warfen der deutschen Politik \u201eUnsensibilit\u00e4t\u201c und mangelndes \u201eFeingef\u00fchl\u201c vor: das \u201eBlutwurst-Gate\u201c war geboren. Der<em> Focus<\/em> etwa schreibt unter Berufung auf den<em> SWR<\/em>: \u201eEs ist nicht der erste H\u00e4ppchen-Eklat bei der Islamkonferenz. Bereits 2006, bei der ersten Tagung seien Schinkenst\u00fccke gereicht worden\u201c. Dabei sei an der Blutwurst nicht nur das Fleisch problematisch, bekr\u00e4ftigt der <em>Tagesspiegel<\/em>: Das umstrittene Sch\u00e4chten soll sichern, dass die Tiere m\u00f6glichst komplett ausbluten, da Muslimen auch Tierblut zu essen untersagt ist.<\/p>\n<p><strong>\u201eJeder konnte selbst entscheiden\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Blamabel daran ist nicht nur die Tatsache, dass die meisten deutschen D\u00f6nerbuden nicht zertifiziert halal sind und nicht einmal das Restaurant im J\u00fcdischen Museum Berlin, das Zehntausende j\u00fcdische Besucher hat, koscher kocht. Blamabel daran ist vor allem die Tatsache, dass \u00fcberhaupt dar\u00fcber diskutiert wird, dass es in Deutschland Schweinefleisch-Produkte auf einer offiziellen Veranstaltung gibt, an der auch Nichtmoslems teilnehmen. F\u00fcr die halbgare Rechtfertigung des Bundesinnenministeriums, man bedaure, \u201esollten sich einzelne Personen in ihren religi\u00f6sen Gef\u00fchlen gekr\u00e4nkt gesehen haben\u201c, m\u00fcsste man sich fast fremdsch\u00e4men &#8211; zudem das Buffet deutlich ausgezeichnet und das Personal entsprechend instruiert gewesen sei.<\/p>\n<p>Laut dem Ahlener Gr\u00fcnen-Politiker Ali Ba\u015f  sei das aber gerade bei den Blutwursth\u00e4ppchen nicht der Fall gewesen:  \u201eDas Fingerfood war nicht gekennzeichnet und bei den schlechten  Lichtverh\u00e4ltnissen schwer zu erkennen\u201c, erz\u00e4hlte er dem Online-Magazin <em>Watson<\/em>.  Einige Teilnehmer h\u00e4tten bereits zugreifen wollen, als Ba\u015f erst auf  Nachfrage erfahren habe, worum es sich bei der Speise handelte. Am  zweiten Tag der Konferenz sei das Buffet dann laut Ba\u015f frei von  Schweinefleisch gewesen. Aber: \u201eNiemand wurde gezwungen, etwas zu essen  oder zu trinken. Jeder konnte selbst entscheiden, ob und was er zu sich  nahm\u201c, zitiert die <em>S\u00e4chsische Zeitung<\/em> die muslimische SPD-Frau Lale Akg\u00fcn. \u201eAlso was soll der Quatsch mit den Gef\u00fchlen der Muslime?\u201c<\/p>\n<p>Die  nordrhein-westf\u00e4lische Integrations-Staatssekret\u00e4rin Serap G\u00fcler (CDU)  reagierte eher genervt: \u201eLese nur noch Blutwurst, Blutwurst\u201c, schrieb  sie auf Twitter. Aber schlie\u00dflich sei niemand gezwungen worden, sie zu  essen: \u201eWie w\u00e4re es denn mit Nachsicht statt Hetze?\u201c \u201eWas wir brauchen,  ist eine Debatte, wie man fundamentalistische Strukturen m\u00f6glichst  effizient zur\u00fcckdr\u00e4ngt. Was wir bekommen, ist eine Debatte, ob man in  Anwesenheit von Muslimen #Blutwurst essen darf\u201c, twitterte die Berliner  Frauenrechtlerin Seyran Ates ver\u00e4rgert.<\/p>\n<p>Ein anderer Twitterer  schrieb: \u201eGro\u00dfe Aufregung \u00fcber Speck und Blutwurst bei der  #Islamkonferenz \u2013 w\u00e4re sch\u00f6n, wenn sich die Islam-Verb\u00e4nde mal \u00e4hnlich  \u00fcber Ehrenmorde, Unterdr\u00fcckung von Frauen, Todesdrohungen gegen  Apostaten, islamischen Antisemitismus etc. aufregen w\u00fcrden.\u201c Auch der  Hamburger CDU-Politiker Ali Ertan Toprak kritisierte, dass die mediale  Debatte \u00fcber den Umstand, dass auch Blutwurst und H\u00e4ppchen mit  Schweinefleisch zur Speisenauswahl z\u00e4hlten, die Wahrnehmung der Tagung  dominierte.<\/p>\n<div id=\"attachment_3764\" style=\"width: 624px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Blutwurst-Gate.jpeg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3764\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-3764 \" title=\"Blutwurst-Gate. 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Quelle: https:\/\/video-images.vice.com\/articles\/5bffdc725c8de400065b4fff\/lede\/1543494874256-blutwurst.jpeg?crop=1xw%3A0.9997037914691943xh%3Bcenter%2Ccenter&amp;resize=2000%3A*<\/p><\/div>\n<p>Mehmet \u00dcnal (CDU), t\u00fcrkischst\u00e4mmiger Beirat im Bremer Ausschuss f\u00fcr Integration, sorgte am Wochenende nach der DIK auf Twitter f\u00fcr einen Eklat, als er Toprak daf\u00fcr als \u201eislamophobe Ratte\u201d bezeichnete, welche \u201eden Ball flach\u201d halten solle. F\u00fcr zahlreiche Twitter\u2010User ging der Ausfall \u00dcnals entschieden zu weit; sie forderten teilweise sogar die CDU auf, den Mann aus der Partei zu werfen. Die Bremer CDU stellte auf Facebook klar, \u00dcnals \u00c4u\u00dferungen \u201ein keiner Weise\u201d zu billigen und \u201escharf\u201d zu kritisieren. Auf mehrfache Aufforderung zur R\u00fccknahme seiner Aussagen sei \u00dcnal der Parteiaustritt nahegelegt worden. \u00dcnal leistete Folge.<\/p>\n<p><strong>\u201eunterdurchschnittlich intelligente Schimpansen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Apropos \u201eWahrnehmung der Tagung\u201c: zum ersten Mal war die DIK mehr als nur eine Schauveranstaltung, bei der die Vertreter der Muslime vage Erkl\u00e4rungen abgaben und sich ansonsten \u00fcber Islamfeindlichkeit aufregten. Zum ersten Mal wurde unter Muslimen dar\u00fcber gestritten, was Integration bedeutet. Dass man sich nicht einig wurde, geh\u00f6rt zu den Leistungen der Konferenz, auf der Innenminister Seehofer mit seinem Bekenntnis zu einem \u201eIslam f\u00fcr Deutschland\u201c mal wieder eine Volte hinlegte: Die zentrale Frage der Islamkonferenz in dieser Wahlperiode sei f\u00fcr ihn, wie ein Islam in Deutschland gef\u00f6rdert werden k\u00f6nne, \u201eder in unserer Gesellschaft verwurzelt ist\u201c.<\/p>\n<p>Zwischen Muslimen und Nichtmuslimen gebe es viele Beispiele f\u00fcr harmonisches Miteinander, aber auch \u201eFremdheit und Konflikte\u201c, sagte Seehofer. Muslime und Nichtmuslime st\u00fcnden vor der Herausforderung, islamische Br\u00e4uche mit der deutschen Kultur \u201ein Einklang zu bringen\u201c. Die Bundesregierung wolle k\u00fcnftig gezielt Projekte f\u00f6rdern, die den \u201egelebten Alltag\u201c von Muslimen in der deutschen Gesellschaft und die Begegnung mit Nichtmuslimen unterst\u00fctze. Wie viel Geld f\u00fcr das Programm \u201eMoscheen f\u00fcr Integration &#8211; \u00d6ffnen, Kooperieren, Vernetzen\u201c zur Verf\u00fcgung stehen werden, sagte er nicht, bekr\u00e4ftigte aber seine Absicht, ausl\u00e4ndische Einfl\u00fcsse auf Moscheen in Deutschland zu ersetzen durch eigene Strukturen, auch bei der praktischen Imam-Ausbildung. Es sei Angelegenheit muslimischer Gemeinschaften, das zu organisieren.<\/p>\n<p>Seehofer betonte, dass Muslime gleichberechtigt zu Deutschland geh\u00f6rten: \u201eDaran kann es wohl keinen vern\u00fcnftigen Zweifel geben.\u201c Die Bundesregierung wolle Br\u00fccken bauen, damit Muslime besser in Deutschland heimisch werden k\u00f6nnen. Sollte man \u201eBlutwurst-Gate\u201c nun als ersten Pflock ansehen \u2013 der prompt ins islamische Herz traf? Es geht dabei nicht um Blut und Schweinefleisch in der Wurst. Es geht um Souver\u00e4nit\u00e4t und behauptete Identit\u00e4t. H\u00e4tte sich die Politik auch entschuldigt, h\u00e4tte irgendeine vegetarische Interessenvertretung einen derartigen Zirkus veranstaltet? Im arabisch-orientalischen Raum gilt es \u00fcbrigens als ungeheuerlicher Affront, die Speisen seines Gastgebers abzulehnen oder gar zu kritisieren. Umgekehrt nimmt man sich dieses Recht gerne heraus.<\/p>\n<p>Fehlende Sensibilit\u00e4t wird den Veranstaltern der Islamkonferenz vorgeworfen. Das Gegenteil aber ist richtig: Wir leben in einer Kultur der Hypersensibilit\u00e4t, die nur Folge einer starken kollektiven Verunsicherung sein kann. Es gibt starkes Schuldbewusstsein, das die Deutschen zu einer \u00dcberservilit\u00e4t, einem st\u00e4ndig vorauseilenden Gehorsam verleitet, ja zu einer \u00dcberanpassung: es immer allen Recht zu machen \u2013 als ob man das ganze Land und alle Aspekte des Lebens zu einem \u201eSafe-Space\u201c f\u00fcr muslimische Befindlichkeiten machen, ja an Ramadan mitfasten will.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<div id=\"attachment_3766\" style=\"width: 586px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Akademiker-Post.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3766\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3766 \" title=\"&quot;Akademiker&quot;-Post. 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Wenn dieser angebliche Eklat etwas gezeigt hat, dann die Integrationsunwilligkeit von Islamvertretern auf der Konferenz. Die ungefilterte deutsche Realit\u00e4t ist f\u00fcr Muslime unzumutbar. Aber wer sich an einer Blutwurst abarbeitet, um die vermeintliche Wichtigkeit seiner als Staatsform verstandenen Religion zu demonstrieren, f\u00fchrt in Wahrheit einen Kulturkampf mit dem Ziel, die Gesellschaft, in der er lebt, radikalen religi\u00f6sen Vorstellungen zu unterwerfen \u2013 die b\u00f6sen Rechten sagen \u201eIslamisierung\u201c dazu. Niemand wurde zwangsern\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Denn wer in Deutschland leben m\u00f6chte, hat sich anzupassen und nicht umgekehrt.\u00a0 Wie wichtig diese Forderung ist, bewies die Gruppierung \u201eDeutsch-T\u00fcrkische Akademiker\u201c e.V. (DTA), die auf <em>Facebook<\/em> ein gepfeffertes Statement zur Islamkonferenz ver\u00f6ffentlichte. In diesem Posting und den Kommentaren sprengen die \u201eAkademiker\u201c s\u00e4mtliche Tabus der feinen Integrationsdebatte und hetzen unter anderem gegen Frauen, Schwule, liberale Muslime, Polizeibeamte und die Institutionen der Bundesrepublik Deutschland. Roger Letsch schreibt auf seinem Blog <em>Unbesorgt <\/em>von einem \u201eKonvolut aus Beleidigungen, schlechtem Deutsch und pubert\u00e4ren Unversch\u00e4mtheiten\u201c.<\/p>\n<p>So wurde gemutma\u00dft, dass Seehofer \u201edie Organisation des Caterings einem unterdurchschnittlich intelligenten Schimpansen \u00fcberlassen\u201c habe, und Islamkritiker wie Hamed Abdel Samet als \u201eobskure Gestalten\u201c, \u201erassistisch und islamophob\u201c bezeichnet. Nimmt man an, dass die Autoren einigerma\u00dfen diplomatisch formuliert haben d\u00fcrften, zeichnet dieser Brief ein geradezu vernichtendes Bild von seinen Autoren und der Organisation, die sie repr\u00e4sentieren. H\u00e4tten sich \u201eAkademiker mit Migrationshintergrund\u201c aus einem nicht-muslimischen Kulturraum zu \u00e4hnlich primitiven Respektlosigkeiten gegen alles und jeden hinrei\u00dfen lassen? Das Posting war Stunden sp\u00e4ter wieder verschwunden \u2013 im Gegensatz zu dessen Urhebern: Die bleiben. Die Blutwurst hoffentlich auch.<\/p>\n<p><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D3762&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\"scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Berliner Islam-Konferenz fand sich auch Blutwurst auf dem B\u00fcfett. Muslime ventilierten, Medien kritisierten. Fazit der Debatte: \u201eWer die Blutwurst nicht ehrt, ist in Deutschland verkehrt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3762"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3762"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3762\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3768,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3762\/revisions\/3768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}