{"id":3898,"date":"2019-03-20T13:35:30","date_gmt":"2019-03-20T12:35:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3898"},"modified":"2021-02-08T10:26:18","modified_gmt":"2021-02-08T09:26:18","slug":"ausgeburten-des-wahnsinns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=3898","title":{"rendered":"\u201eAusgeburten des Wahnsinns\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Was am 20. M\u00e4rz 1939 im Hof der \u201eAlten Feuerwache\u201c in der Lindenstra\u00dfe 42 in Berlin wirklich geschah, ist umstritten. F\u00fcr die einen hatten die Nationalsozialisten 1.004 \u00d6lgem\u00e4lde sowie 3.825 Aquarelle, Zeichnungen und graphische Bl\u00e4tter auf einen Haufen werfen lassen und angez\u00fcndet. Alles Werke \u201eentarteter Kunst\u201c, die sie in den Jahren zuvor aus \u00fcber hundert Museen in ganz Deutschland zusammengerafft hatten, um die deutsche Kunst zu \u201es\u00e4ubern\u201c. Jedoch: Es gibt keine offiziellen Bilder von der Verbrennung, die &#8211; im Gegensatz zur B\u00fccherverbrennung 1933 &#8211; unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit geschehen sein soll. Auch in Propagandaminister Joseph Goebbels Tagebuch findet sich kein Hinweis auf diesen Tag.<\/p>\n<p>Daher meinen die anderen, dass keine Bilderverbrennung stattgefunden hat, da sie nicht zweifelsfrei belegbar ist. In den Kriegswirren sind die Unterlagen der Feuerwache vernichtet worden. Offiziell ist von einer \u201eL\u00f6sch\u00fcbung\u201c die Rede: M\u00f6glich ist also, dass nur Rahmen und Pappe verbrannt wurden. Goebbels\u2019 Abschlussbericht\u00a0 ist seit 1949 verschollen. Erhalten ist lediglich der Entwurf eines \u201eSchlussberichtes \u00fcber die Abwicklung der Entarteten Kunst\u201c vom 4. Juli 1939, der allerdings sehr vage gehalten ist und weder R\u00fcckschl\u00fcsse auf eine Verbrennung geschweige eine Anweisung dazu zul\u00e4sst. Danach sollen die meisten Kunstwerke vernichtet oder magaziniert, ein Teil von 300 Gem\u00e4lden und Plastiken sowie 3000 Graphiken ins Ausland verkauft worden sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<div id=\"attachment_3899\" style=\"width: 501px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-speicher.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3899\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-3899  \" title=\"Victoriaspeicher. Quelle: https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/c\/c3\/Berlin-kreuzberg_viktoriaspeicher_entartete-kunst_20050420_646.jpg\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-speicher-1024x768.jpg\" alt=\"Victoriaspeicher. Quelle: https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/c\/c3\/Berlin-kreuzberg_viktoriaspeicher_entartete-kunst_20050420_646.jpg\" width=\"491\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-speicher-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-speicher-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 491px) 100vw, 491px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3899\" class=\"wp-caption-text\">Victoriaspeicher. Quelle: https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/c\/c3\/Berlin-kreuzberg_viktoriaspeicher_entartete-kunst_20050420_646.jpg<\/p><\/div>\n<p>Man kann zwei Begr\u00fcndungen finden, wieso Kunst in diesem Fr\u00fchjahr 1939 \u201everschwunden\u201c sein k\u00f6nnte \u2013 einerlei, wie. Nach der einen handelte es sich um den \u201eunverwertbaren Rest\u201c des noch viel gr\u00f6\u00dferen Lagers der Berliner Hafen- und Lagerhaus A.G. in der K\u00f6penicker Stra\u00dfe 24a in Berlin-Kreuzberg. Die andere lautet, dass die Nationalsozialisten mit dieser Propagandama\u00dfnahme die Preise f\u00fcr die von ihr diffamierten Werke auf dem Kunstmarkt in die H\u00f6he treiben wollten. Denn: Wer sollte bereit sein, viel f\u00fcr Werke zu bezahlen, die Goebbels kurz zuvor w\u00e4hrend eines Besuchs des Zentrallagers f\u00fcr \u201eentartete Kunst\u201c im Kreuzberger Viktoria-Speicher als einen solchen \u201eDreck\u201c bezeichnet hatte, \u201edass einem bei einer dreist\u00fcndigen Besichtigung direkt \u00fcbel wird\u201c.<\/p>\n<p><strong>\u201eKunstzwerge, Kunstbetr\u00fcger, Kunststotterer\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Vorgeschichte dieses \u201eVerschwindens\u201c ist dagegen besser bekannt. Am 30. Juni 1937 beauftragte Goebbels den Pr\u00e4sidenten der Reichskammer der Bildenden K\u00fcnste, Adolf Ziegler, alle Museen auf \u201edeutsche Verfallskunst\u201c zu durchforsten, die Werke zu inventarisieren und f\u00fcr eine Ausstellung aufzubereiten. Ziegler stellte eine Kommission zusammen, die im Juli 1937 in einer Eilaktion mehrere Hundert Werke seit 1910 beschlagnahmte und zur Ausstellung \u201eEntartete Kunst\u201c kuratierte. \u00dcber 120 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler mit \u00fcber 700 Exponaten wurden an den Pranger gestellt, mit teilweise diffamierenden Inschriften, die unter dem NS-Schlagwort der \u201ej\u00fcdisch-bolschewistischen Kunst\u201c antisemitische und antikommunistische Vorurteile sch\u00fcrten.<\/p>\n<p>Darunter waren Max Beckmann, Otto Dix, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Oskar Kokoschka und K\u00e4the Kollwitz.1933 war das noch anders: Da hatten sich die Expressionisten Hoffnungen gemacht, in den Rang einer \u201enordisch-deutschen\u201c Staatskunst erhoben zu werden. Goebbels schien sie zu sch\u00e4tzen, und der NS- Studentenbund feierte Emil Nolde \u2013 er war NSDAP-Mitglied \u2013, Ernst Barlach und die Maler der \u201eBr\u00fccke\u201c als vorbildliche K\u00fcnstler. Entschieden wurde der Richtungsstreit vom ehemaligen Postkartenmaler Hitler, der einen spie\u00dfig-glatten Neoklassizismus bevorzugte und die Expressionisten, Dadaisten und Neusachlichen als \u201eKunstzwerge, Kunstbetr\u00fcger, Kunststotterer\u201c verspottete.<\/p>\n<p>\u201eSie sehen um uns herum diese Ausgeburten des Wahnsinns, der Frechheit, des Nichtsk\u00f6nnertums und der Entartung. Uns allen verursacht das, was das Auge bietet, Ersch\u00fctterung und Ekel\u201c &#8211; mit diesen Worten er\u00f6ffnete Ziegler am 19. Juli 1937 die Ausstellung im Galeriegeb\u00e4ude am M\u00fcnchener Hofgarten. Als \u201eentartet\u201c galten alle kulturellen Str\u00f6mungen, deren \u00c4sthetik \u201eundeutsch\u201c erschien und nicht in das propagierte Menschenbild passte: neben dem Expressionismus, Neue Sachlichkeit und Dadaismus auch Kubismus. Die Schau ging durch Gro\u00dfst\u00e4dte des Deutschen Reichs auf Wanderung, wurde etwa in Berlin, Leipzig und Hamburg gezeigt und zu einem Publikumsmagneten: Insgesamt hatte sie \u00fcber drei Millionen Besucher.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<div id=\"attachment_3900\" style=\"width: 568px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-m\u00fcnchen.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3900\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3900 \" title=\"Ausstellungser\u00f6ffnung in M\u00fcnchen. Quelle: http:\/\/www.bpb.de\/cache\/images\/2\/252372-3x2-article620.jpg?6441B\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-m\u00fcnchen.jpg\" alt=\"Ausstellungser\u00f6ffnung in M\u00fcnchen. Quelle: http:\/\/www.bpb.de\/cache\/images\/2\/252372-3x2-article620.jpg?6441B\" width=\"558\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-m\u00fcnchen.jpg 620w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-m\u00fcnchen-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 558px) 100vw, 558px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3900\" class=\"wp-caption-text\">Ausstellungser\u00f6ffnung in M\u00fcnchen. Quelle: http:\/\/www.bpb.de\/cache\/images\/2\/252372-3&#215;2-article620.jpg?6441B<\/p><\/div>\n<p>Am Tag zuvor, dem 18. Juli 1937, er\u00f6ffnete Adolf Hitler, nur wenige Meter vom Hofgarten entfernt, das \u201eHaus der Deutschen Kunst\u201c (heute \u201eHaus der Kunst\u201c) mit der ersten \u201eGro\u00dfen Deutschen Kunstausstellung\u201c. Parallel dazu stattete er Ziegler mit einer Generalvollmacht aus, mit der er alle in den Museen noch vorhandenen \u201eMachwerke der Verfallszeit\u201c konfiszieren sollte. Der Raubzug wurde durch das \u201eGesetz \u00fcber die Einziehung von Erzeugnissen entarteter Kunst\u201c vom 31. Mai 1938 begr\u00fcndet, das das entsch\u00e4digungslose Beschlagnahmen nachtr\u00e4glich legitimieren sollte. Fast 20.000 Werke von ca. 1400 K\u00fcnstlern wurden eingesammelt und in Berlin sowohl im Viktoria-Speicher als auch auf Schloss Niedersch\u00f6nhausen untergebracht, wo sie f\u00fcr den Verkauf auf dem internationalen Kunstmarkt aufbewahrt wurden.<\/p>\n<p><strong>\u201etrotzdem wieder ausfindig machen k\u00f6nnen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Vier vom Propagandaministerium ausgew\u00e4hlte Kunsth\u00e4ndler, darunter Hildebrand Gurlitt, erhielten exklusive Rechte und sollten mit den Werken handeln. Einige Transaktionen sind bekannt, so mit dem Sammlerehepaar Sofie und Emanuel Fohn in Italien oder die Auktion der Galerie Fischer in Luzern. Einen Vorschlag, wie mit dem unverk\u00e4uflichen Rest der Kunstwerke zu verfahren sei, machte Franz Hofmann, Leiter der Abteilung Bildende Kunst beim Propagandaministerium: \u201eIch schlage deshalb vor, diesen Rest in einer symbolischen propagandistischen Handlung auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, und erbiete mich, eine entsprechend gepfefferte Leichenrede dazu zu halten\u201c, schrieb er an Goebbels.<\/p>\n<p>Die genaue Aufl\u00f6sung des Kreuzberger Lagers, das dem Womanizer Goebbels auch als Liebesnest gedient haben soll, und der Verbleib vieler Werke seit dem Fr\u00fchjahr 1939 sind nur teilweise gekl\u00e4rt \u2013 auch bei Nazi-Gr\u00f6\u00dfen selbst tauchten nach Kriegsende einige der verfemten Gem\u00e4lde auf, so das \u201eBildnis des Dr. Gachet\u201c von Vincent van Gogh in der Privatsammlung von Hermann G\u00f6ring. Die propagandistische Wirkung der Verbrennungssaga verfehlte allerdings nicht ihr Ziel: so kamen etwa Abgesandte des Basler Kunstmuseums mit 50.000 Schweizer Franken nach Berlin, um Kunstwerke zu kaufen \u2013 oder zu retten, je nach Perspektive.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<div id=\"attachment_3901\" style=\"width: 534px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-gachet.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3901\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3901  \" title=\"Gachet von v. Gogh. Quelle: https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/1\/1e\/Portrait_of_Dr._Gachet.jpg\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-gachet.jpg\" alt=\"Gachet von v. Gogh. Quelle: https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/1\/1e\/Portrait_of_Dr._Gachet.jpg\" width=\"524\" height=\"645\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-gachet.jpg 819w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Kunst-gachet-243x300.jpg 243w\" sizes=\"(max-width: 524px) 100vw, 524px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3901\" class=\"wp-caption-text\">Gachet von v. Gogh. Quelle: https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/1\/1e\/Portrait_of_Dr._Gachet.jpg<\/p><\/div>\n<p>Der Referent in der Abteilung Bildende Kunst, Rolf Hetsch, hatte alle Exponate der \u201eentarteten Kunst\u201c b\u00fcrokratisch genau dokumentiert, die Liste ist allerdings nur unvollst\u00e4ndig \u00fcberliefert. Die Kunsthistorikerin Meike Hoffmann von der Forschungsstelle \u201eEntartete Kunst\u201c der FU Berlin hat mit ihrem Team die umfangreichste Datenbank mit \u00fcber 21.000 Eintr\u00e4gen zur \u201eentarteten Kunst\u201c aufgebaut. Immer wieder gibt es \u00dcberraschungen. \u201eIm NS-Inventar haben all die Werke, die vernichtet werden sollten, ein \u201aX\u2018 erhalten. Wir haben einige dieser Werke trotzdem wieder ausfindig machen k\u00f6nnen\u201c, so Hoffmann gegen\u00fcber der <em>Deutschen Welle<\/em>.<\/p>\n<p>Denn die ausgew\u00e4hlten H\u00e4ndler haben einzelne Werke auch f\u00fcr sich selbst reklamiert und privaten Handel betrieben. Das Ausma\u00df der Privatgesch\u00e4fte war lange unklar \u2013 bis zum \u201eSchwabinger Kunstfund\u201c Ende 2013: In der Wohnung von Hildebrands Sohn Cornelius Gurlitt wurden rund 1400 Kunstwerke beschlagnahmt. Bei rund 500 davon wurde nicht ausgeschlossen, dass sie sogenannte NS-Raubkunst sind. Tats\u00e4chlich nachgewiesen werden konnte dies jedoch nur in f\u00fcnf F\u00e4llen.<\/p>\n<p><strong>\u201ewir haben die Hoffnung noch nicht verloren\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Neue Nahrung erhielt die Anti-Verbrennungsthese schon im Mai 2011, nachdem bei den Bauarbeiten zur U-Bahn-Linie 5 in der K\u00f6nigstra\u00dfe 50 nahe dem Roten Rathaus mehr als ein Dutzend als verschollen geltende Skulpturen der \u201eEntarteten Kunst\u201c gefunden wurden. Im Zuge der Aufkl\u00e4rung dieses Fundes war Hoffmann im Bundesarchiv auf ein Schreiben des Propagandaministeriums vom 14. August 1942 an die Reichspropagandaleitung gesto\u00dfen, die damals die Ausstellung in M\u00fcnchen organisiert hatte.<\/p>\n<p>Daraus geht hervor, dass sich in dem 1944 bei einem Bombenangriff der Alliierten zerst\u00f6rten Geb\u00e4ude ein bisher unbekanntes Depot des Reichspropagandaministeriums befand, das f\u00fcr Erfassung, Verkauf und Lagerung der beschlagnahmten Kunstwerke zust\u00e4ndig war. \u00dcberliefert sei eine Notiz \u00fcber \u201esieben Meter Ladung\u201c, die sich wohl auf gedr\u00e4ngt aufgestellte Gem\u00e4lde bezog, so Hoffmann.<\/p>\n<p>Danach m\u00fcssen Hunderte von Objekten in der K\u00f6nigsstra\u00dfe 50 gelagert gewesen sein. Ungekl\u00e4rt ist, warum es ein solches bislang unbekanntes Sonderdepot gab, obwohl die h\u00e4ndlerische Verwertung durch das Ministerium als abgeschlossen galt, und wie gro\u00df das Lager tats\u00e4chlich war. Hoffmann glaubt dennoch, dass es die Verbrennung gab: \u201eDie Nationalsozialisten waren gro\u00dfe B\u00fcrokraten, aber sie h\u00e4tten nicht eine angeordnete Vernichtung von mehr als 5000 Werken vertuschen k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p>Zudem g\u00e4be es von dem Bilderbestand, der angeblich zur Vernichtung freigegeben wurde, keine Spuren in Dokumenten oder Sammlungsunterlagen. So gelten neben dem \u201eSch\u00fctzengraben\u201c von Otto Dix auch Franz Marcs 1913 entstandener \u201eTurm der blauen Pferde\u201c bis heute als verschollen, obwohl sie angeblich nach dem Krieg erneut gesichtet worden sein sollen. Hoffmann bleibt optimistisch: \u201eAber wir haben die Hoffnung noch nicht verloren, auch weitere Werke, die als \u201aX\u2018 gekennzeichnet waren, wieder aufzufinden.\u201c<\/p>\n<p><iframe style=\"border: none; overflow: hidden; width: 450px; height: 80px;\" src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D3898&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 80 Jahren sollen die Nationalsozialisten fast 5000 Werke entarteter Kunst verbrannt haben. Oder war es nur eine L\u00f6sch\u00fcbung? Welche Rolle spielte die Familie Gurlitt? Bis heute ist vieles unklar.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3898"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3898"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3898\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5563,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3898\/revisions\/5563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}