{"id":5258,"date":"2020-10-06T06:38:13","date_gmt":"2020-10-06T05:38:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=5258"},"modified":"2020-09-30T15:38:39","modified_gmt":"2020-09-30T14:38:39","slug":"bitterste-entbehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=5258","title":{"rendered":"\u201ebitterste Entbehrung\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Das haben die Sachsen Hannes Hegen nie verziehen: Als er f\u00fcr seinen\nDDR-Kultcomic <em>Mosaik<\/em> Anfang der 60er Jahre seine \u201eErfinderserie\u201c\nkonzipiert, l\u00e4sst er zwar Pers\u00f6nlichkeiten wie Otto von Guericke, James Watt\nund Werner von Siemens auftreten &#8211; nicht aber den Erbauer des ersten Elbe-Dampfschiffs,\nobwohl ein Gutteil der Handlung in Heft 79 an Bord spielt: Johann Andreas\nSchubert. Der Ingenieurwissenschaftler, Unternehmer und Maschinenbau-Professor\nkonstruierte auch die erste funktionst\u00fcchtige, in Deutschland gebaute\nDampflokomotive \u201eSaxonia\u201c und erwarb sich gro\u00dfe Verdienste beim Bau der G\u00f6ltzschtalbr\u00fccke,\nder bis heute gr\u00f6\u00dften Ziegelsteinbr\u00fccke der Welt. Am 6. Oktober vor 150 Jahren\nstarb er.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass er es \u00fcberhaupt so weit bringen konnte, verdankt er einem gl\u00fccklichen Zufall: als er mit neun Jahren seinen Bruder Christoph, einen H\u00e4ndler, im herbstlichen Vogtland begleitete und der ihn nach einer Halbtagestour allein wieder heim schickte, verirrte er sich und kam nach mehrt\u00e4giger Wanderung bis in die Gegend von Leipzig. Ihn \u00fcberholte eine Reisekutsche, an der er sich hinten anh\u00e4ngte, um ein St\u00fcck mitzufahren. In diesem Wagen reiste der Polizeidirektor von Leipzig, Oberhofrichter Ludwig Ehrenfried von Rackel mit seiner Frau. Nachdem ihnen der Junge von seinem Missgeschick erz\u00e4hlt hatte, brachte ihn Rackel zur\u00fcck und erwirkte nach l\u00e4ngerer Unterredung von den Eltern die Genehmigung, Johann Andreas als Pflegesohn in Leipzig aufzunehmen und zu erziehen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"376\" height=\"553\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Johann_Andreas_Schubert.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5261\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Johann_Andreas_Schubert.jpg 376w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Johann_Andreas_Schubert-204x300.jpg 204w\" sizes=\"(max-width: 376px) 100vw, 376px\" \/><figcaption>J.A. Schubert. Quelle: https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/3\/3e\/Johann_Andreas_Schubert.jpg <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Geboren wurde er am 19. M\u00e4rz 1808 in Wernesgr\u00fcn als achtes von neun\nKindern eines verarmten Bauern, der als Fuhrmann und Tagel\u00f6hner arbeitete. Seine\nEltern nannten ihn stets nur Andreas, in Erinnerung an seinen als Dreij\u00e4hriger\nverstorbenen Bruder. Vom siebten Lebensjahr an h\u00fctete er bei der\nverwandten Bauernschaft K\u00fche und Schafe, um den elterlichen Haushalt mit zu\nentlasten. Auch die Beschaffung von Heizmaterial war seine Aufgabe. In der\nWernesgr\u00fcner Dorfschule lernte er Lesen, Schreiben und Rechnen. \u201eFreuden der\nKinderjahre waren mir kaum beschieden und besonders vom achten Lebensjahr an\nlitt ich bitterste Entbehrung\u201c, schreibt er sp\u00e4ter, so dass ihn seine Eltern,\nwenn auch schweren Herzens, mit Rackel ziehen lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vom Ingenieur zum Professor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ab Ostern 1818 lernt er auf der Leipziger Thomasschule. Als Rackel 1820\n\u00fcberraschend stirbt, zieht seine Witwe mit Andreas zu ihrem Bruder,\nGeneralleutnant Carl Ludwig Sahrer von Sahr, dem Kommandanten der Festung\nK\u00f6nigstein. Hier besuchte der Junge die Garnisonsschule und nahm privaten\nUnterricht beim Pfarrer von K\u00f6nigstein. 1821 bis 1824 war er Internatsz\u00f6gling\ndes Freimaurerinstituts zu Dresden-Friedrichstadt: Zeitlebens blieb er der Loge\n\u201eZu den drei Schwertern\u201d verbunden. Sein Zeichenlehrer Faber empfahl ihm ein\nBildhauerstudium. Weil an der K\u00f6niglichen Akademie gerade kein Platz frei war,\nbewarb sich Schubert an der Bauschule unter dem gleichen Dach \u2013 heute w\u00fcrde man\nArchitekturstudium dazu sagen. <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Studiums trat seine au\u00dfergew\u00f6hnliche mathematische und technische Begabung zu Tage. In der Werkstatt des Dresdner Hofmechanikers Rudolf Sigismund Blochmann lernte er als Volont\u00e4r die handwerkliche Seite des Maschinenbaus kennen und wurde zugleich in Konstruktionslehre unterwiesen. Der den K\u00fcnsten zugeneigte Schubert wandte sich nunmehr dem Ingenieurwesen zu, das sich, noch zwischen Kunst und Wissenschaft angesiedelt, im Zuge der Industrialisierung rasch zu einem weit gef\u00e4cherten Ausbildungsbereich entfaltete. 1828 trat er folgerichtig als Lehrkraft f\u00fcr Buchhaltung und zweiter Lehrer f\u00fcr Mathematik in die gerade gegr\u00fcndete Technische Bildungsanstalt Dresden ein und wurde bereits 1832 Professor. Im selben Jahr heiratete er Florentine Dennhardt, Tochter eines Steuereinnehmers in Mittweida, die ihm einen Sohn und eine Tochter gebar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"627\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Johann_Andreas_Schubert-1-627x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5262\"\/><figcaption>Die &#8222;Saxonia&#8220; auf einer DDR-Briefmarke. Quelle: https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/7\/7d\/Stamps_of_Germany_%28DDR%29_1985%2C_MiNr_2969.jpg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Schubert verk\u00f6rperte in der Fr\u00fchzeit polytechnischer Schulen einen\nLehrertypus mit breiter disziplin\u00e4rer Orientierung und vielgestaltigem\nBerufsbild, der es verstand, Lehre, wissenschaftliche T\u00e4tigkeit und praktische\nBerufsaus\u00fcbung miteinander zu verkn\u00fcpfen. Dies entsprach ganz den\nErfordernissen seiner Zeit, in der man versuchte, Gewerbef\u00f6rderung und\nindustrielle Entwicklung \u00fcber eine solide Ausbildung von praktischen\nMechanikern voranzubringen. Seine Lehrf\u00e4cher waren nun auch der Maschinen- und\nder Eisenbahnbau. Sein Wissen auf diesem Gebiet erweiterte insbesondere eine\nEnglandreise 1834. <\/p>\n\n\n\n<p>Er \u201everf\u00fcgte nicht nur \u00fcber die F\u00e4higkeit, in freier Rede seine Sch\u00fcler\nzu fesseln, sondern vermittelte durch den Einsatz spezieller Lehrmittel jene\nAnschaulichkeit, die schwierige ingenieurtechnische Gegenst\u00e4nde als Einheit von\nempirischen und theoretischen Komponenten verst\u00e4ndlich machten\u201c, befinden seine\nBiographen Thomas H\u00e4nseroth und Klaus Mauersberger. Seiner au\u00dferordentlichen\nLehrerfolge wegen gelang es ihm, nicht nur Einfluss auf die praktische und\nwissenschaftliche Gestaltung der Ausbildung zu nehmen, sondern auch auf das\nneue Organisationsstatut von 1835: Seine Hauptlehrgebiete, die technische\nMechanik, Baulehre und Maschinenkunde, avancierten zu den zentralen F\u00e4chern der\nAnstalt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schiffs- und Lokomotivbauer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1836 gr\u00fcndete er die Maschinenbau-Anstalt \u00dcbigau mit, heute ein Stadtteil von Dresden, und wurde deren technischer Direktor sowie Vorsitzender des Direktoriums. Im gleichen Jahr war er Mitbegr\u00fcnder der S\u00e4chsischen Elbe-Dampfschifffahrts-Gesellschaft. 1837 wurde in \u00dcbigau die \u201eK\u00f6nigin Maria\u201c fertig gestellt, zu dieser Zeit das erste Dampfschiff auf der Oberelbe; ein Jahr sp\u00e4ter folgte der Dampfer \u201ePrinz Albert\u201c. Beide Dampfschiffe waren Konstruktionen Schuberts. Zu Unrecht wurden ihm die Schwierigkeiten beim Probebetrieb der Schiffe angelastet: Urspr\u00fcnglich hatte Schubert seine Antriebsmaschinen aus England beziehen wollen. Doch das scheiterte an der B\u00fcrokratie. So musste er auf deutschen Ersatz zur\u00fcckgreifen, auf wahre \u201eMonster\u201c aus Preu\u00dfen, die die s\u00e4chsische \u201eMaria\u201c im Flachwasser behinderten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"694\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Johann_Andreas_Schubert-2-1024x694.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5263\"\/><figcaption>Die G\u00f6ltzschtalbr\u00fccke. Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%B6ltzschtalbr%C3%BCcke#\/media\/Datei:G%C3%B6ltzschtalbr%C3%BCcke_2012.jpg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Parallel dazu konstruierte und baute er die \u201eSaxonia\u201c: \u201eIch habe f\u00fcr das\nerste in Deutschland gebaute Locomotiv alle n\u00f6thigen Theile selbst anfertigen\nlassen, was mir bis jetzt noch niemand in Deutschland nachzuthun gewagt hat&#8230;\nKein einziger Arbeiter war mir zur Hand, der jemals an einem derartigen St\u00fccke\ngearbeitet hatte\u201c, schreibt er sp\u00e4ter. Bei der Er\u00f6ffnung der ersten deutschen\nFern-Eisenbahnstrecke zwischen Leipzig und Dresden am 8. April 1839 fuhr\nSchubert mit ihr hinter dem offiziellen Zug her, der von zwei englischen Loks\nangetrieben wurde &#8211; mit Gehrock, Zylinder und verru\u00dftem Gesicht, hei\u00dft es. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch auf der R\u00fcckfahrt sollte die \u201eSaxonia\u201c hinter dem Hof-Zug fahren, doch\ndas ging der englischen Crew entschieden zu weit. Als Schubert, vom Fr\u00fchst\u00fcck\nkommend, Kohle aufnehmen wollte, war der Schuppen leer. Zu allem \u00dcbel waren in\nPriestewitz die Weichen verstellt, und so raste die feurige S\u00e4chsin auf eine\nunter Dampf stehende f\u00fchrerlose englische Lok. Die Reparaturen sorgten f\u00fcr\nneuerlichen Aufenthalt, zum ersten Mal \u00fcbernachtete ein Professor aus Dresden\nin Priestewitz! Sp\u00e4ter wurde die \u201eSaxonia\u201c f\u00fcr den Fuhrpark der\nEisenbahn-Compagnie angekauft und fristete dort, vom anglophilen Personal mit\nVerachtung bedacht, das Dasein einer Reserve-Lokomotive, obwohl sie es\nunbestritten mit jeder Engl\u00e4nderin an Eleganz, Geschwindigkeit und\nWasserverbrauch h\u00e4tte aufnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtschaftlicher Erfolg stellte sich f\u00fcr Schubert nicht ein, so dass er 1839\nseinen Vertrag beim Actien-Maschinenbau-Verein k\u00fcndigte und wieder als Hochschullehrer\narbeitete. Doch schon zwei Jahre sp\u00e4ter wurde er noch einmal in Sachen\nEisenbahn aktiv, diesmal jedoch nicht als Maschinenbauer, sondern als Mathematiker\nund Architekt. Grund war der Beschluss, eine Eisenbahnverbindung zwischen\nSachsen und Bayern zu bauen. Doch die Trassenf\u00fchrung von Leipzig \u00fcber Altenburg,\nCrimmitschau, Werdau, Reichenbach und Plauen nach Hof war schwierig, da die\nSteigung mit R\u00fccksicht auf die Lokomotiven ein Prozent nicht \u00fcberschreiten\ndurfte. Also mussten das G\u00f6ltzschtal und das Elstertal \u00fcberbr\u00fcckt werden.\nAllein beim G\u00f6ltzschtal waren das 600 Meter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Br\u00fcckenbauer im Vogtland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine solche Br\u00fccke war noch nie gebaut worden. Ein Wettbewerb wurde ausgeschrieben, dessen Jury Schubert leitete und der auch Gottfried Semper angeh\u00f6rte. 81 Entw\u00fcrfe gingen ein, einen brauchbaren gab es nicht. Aus vier Arbeiten, die in die engere Auswahl kamen, schuf Schubert einen Kommissionsentwurf: eine durch B\u00f6gen aufgelockerte vierst\u00f6ckige Massivbr\u00fccke aus Ziegelstein. Ab 1846 wurden 26 Millionen Ziegelsteine f\u00fcr die G\u00f6ltzschtalbr\u00fccke verbaut, zw\u00f6lf Millionen f\u00fcr die kleinere Elstertalbr\u00fccke. Im selben Jahr war er Mitgr\u00fcnder des \u201eS\u00e4chsischen Ingenieur-Vereins\u201c. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"546\" height=\"400\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Johann_Andreas_Schubert-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5264\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Johann_Andreas_Schubert-3.jpg 546w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Johann_Andreas_Schubert-3-300x220.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 546px) 100vw, 546px\" \/><figcaption>Schubert-Bau an der  TU Dresden. Quelle: https:\/\/www.competitionline.com\/de\/ergebnisse\/307658<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter endete Schuberts aktive Mitarbeit am Br\u00fcckenprojekt. Bei\nder Einweihung der Br\u00fccken 1851 hatte er wegen seiner fr\u00fcheren N\u00e4he zu den\nInitiatoren des Dresdner Aufstands von 1849 und seiner liberalen Haltung keinen\nso guten Stand. August R\u00f6ckel, der Operndirektor und Kopf der Erhebung, hatte\nin Schuberts Haus in der Friedrichstra\u00dfe, wo heute eine Bronzetafel auf beide\nverweist, gewohnt. Gottfried Semper und der Hofkapellmeister Wagner kamen bei\nihm zu konspirativen Treffen zusammen; selbst der Anarchist Bakunin hatte im\nGartenhaus ein Versteck. Im Jahr des Aufstands wurde er Dampfkesselinspektor\nf\u00fcr den Bezirk Dresden-Bautzen sowie in weitere Gremien berufen, darunter die\n\u201eTechnische Deputation\u201c des s\u00e4chsischen Innenministeriums.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Tod Florentines 1851 heiratete er erneut, seine zweite Frau Sophie sollte ihm noch vier T\u00f6chter schenken. Er wird mehrfach bei der Auswahl der Direktoren der Bildungsanstalt \u00fcbergangen und konzentriert sich ganz auf die Lehre. Mit seinen neuen Erfahrungen vollzieht er einen Lehrgebietswechsel hin zum Bauingenieurwesen, namentlich zum Stra\u00dfen-, Eisenbahn- und Br\u00fcckenbau, und wurde Vorstand der Bauingenieurabteilung der Schule. Zwei seiner vier Lehrb\u00fccher waren damals Standardwerke: die \u201eElemente der Maschinenlehre\u201c und vor allem die zweib\u00e4ndige \u201eTheorie der Konstruktion steinerner Bogenbr\u00fccken\u201c. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Johann_Andreas_Schubert-4-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5266\"\/><figcaption> Nachbau der Saxonia aus dem Jahr 1989. Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/LDE_%E2%80%93_Saxonia#\/media\/Datei:Saxonia_1989_Meiningen_01092007.JPG <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>1859 hatte Schubert das Ritterkreuz des S\u00e4chsischen Verdienstordens erhalten. Zehn Jahre sp\u00e4ter schied er aus dem Hochschuldienst aus und wurde zum Regierungsrat ernannt. Sein Pensionsalter zu genie\u00dfen blieb ihm gerade ein Jahr. Schuberts Grab befindet sich auf dem Inneren Matth\u00e4usfriedhof in Dresden, 1985 und 2008 wurde er mit Sonderbriefmarken gew\u00fcrdigt. In Dresden tr\u00e4gt neben einer Stra\u00dfe und einem Gymnasium auch ein Geb\u00e4ude der TU Dresden, das Teile der Fachrichtungen Physik, Biologie und Psychologie beherbergt, seinen Namen. \u201eBestechend bleibt Schuberts Vielseitigkeit: er war in Personalunion Lehrer, Ingenieur, Erfinder, Unternehmer, Freimaurer, Gutachter und manches mehr. Als letzter Universalist unter den Polytechnikern des 19. Jahrhunderts hat er vor allem ein weit gespanntes, fast den gesamten F\u00e4cherkanon seiner Bildungsanstalt \u00fcberspannendes Werk hinterlassen\u201c, wird er bis heute von der TU gew\u00fcrdigt.<\/p>\n\n\n\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D5258&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\"scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ingenieur baute das erste Elbe-Dampfschiff, die erste deutsche Dampflokomotive und war auch als Br\u00fcckenbauer gefragt: Johann Andreas Schubert. Vor 150 Jahren starb er.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7,9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5258"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5258"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5258\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5267,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5258\/revisions\/5267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}