{"id":5342,"date":"2020-11-01T06:16:52","date_gmt":"2020-11-01T05:16:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=5342"},"modified":"2020-10-29T16:30:05","modified_gmt":"2020-10-29T15:30:05","slug":"keine-vergnuegungsfahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=5342","title":{"rendered":"\u201ekeine Vergn\u00fcgungsfahrt\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eSehen Sie sich doch bitte mal die Weltkarte an: Passt nicht die Ostk\u00fcste\nS\u00fcdamerikas genau an die Westk\u00fcste Afrikas, als ob sie fr\u00fcher zusammengehangen\nh\u00e4tten? Diesen Gedanken muss ich verfolgen!\u201c, schreibt er 1911 an seine sp\u00e4tere\nFrau. Er ist sicher, dass die Ozeane und Kontinente dadurch entstanden sind,\ndass sich die Erdkruste eines Urkontinents verschoben hat. Einer gegen alle,\nhie\u00df es dann am 6. Januar 1912 auf der Hauptversammlung der Geologischen\nVereinigung im Frankfurter Senckenberg-Museum. An jenem Tag hielt der damals\n31-j\u00e4hrige Meteorologe seinen Vortrag mit den S\u00e4tzen \u201eDie Kontinente haben im\nLaufe der Erdgeschichte ihre Lage ver\u00e4ndert\u2026 Denn ein Kontinent ist leichter\nals das, worauf er schwimmt.\u201c Damit brachte er die althergebrachten\nVorstellungen ins Wanken. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Theorie,\nangereichert durch neue Erkenntnisse, als Modell der Plattentektonik anerkannt.\nIhr Urheber war der Polar- und Geowissenschaftler Alfred Lothar Wegener, der am\n1. November 1880 in Berlin zur Welt kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Das j\u00fcngste von f\u00fcnf Kindern einer m\u00e4rkischen Pastorenfamilie w\u00e4chst im Direktorenhaus der alten Glash\u00fctte in Zechlinerh\u00fctte bei Rheinsberg auf und absolviert das K\u00f6llnische Gymnasium an der Berliner Wallstra\u00dfe, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1899 bis 1904 Physik, Meteorologie und Astronomie in Berlin, Heidelberg und Innsbruck und arbeitete w\u00e4hrend des Studiums als Assistent an der Volkssternwarte Urania in Berlin. Seine Doktorarbeit schrieb er 1905 an der Berliner Universit\u00e4t zwar in Astronomie, wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem st\u00f6rte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist. Seine erste Anstellung fand er im selben Jahr als Assistent am Aeronautischen Observatorium Lindenberg bei Beeskow, wo auch sein zwei Jahre \u00e4lterer Bruder Kurt arbeitete. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Alfred_Wegener_ca.1924-30.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5346\"\/><figcaption>Alfred Wegener. Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alfred_Wegener#\/media\/Datei:Alfred_Wegener_ca.1924-30.jpg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit ihm stellte er 1906 bei einem Ballonaufstieg zu meteorologischen\nBeobachtungen 1906 mit 52,5 Stunden einen neuen Dauer-Rekord auf. Er wurde zu einem\nPionier der sich damals entwickelnden Aerologie, der Physik der hohen\nAtmosph\u00e4re. Er erforschte die Eisphasen des Wasserdampfes in der Atmosph\u00e4re und\nschrieb \u00fcber die Entstehung spezieller Wolkenarten. Als einer der Ersten\nbefasste er sich mit Turbulenzen in der Erdatmosph\u00e4re und verfasste\nwissenschaftliche Arbeiten \u00fcber Staubwirbel, Wind- und Wasserhosen. F\u00fcr den beginnenden\nFlugverkehr von besonderer Bedeutung waren seine H\u00f6henwindmessungen, f\u00fcr die er\nden Ballontheodolit entwickelte. Auch optische Ph\u00e4nomene in der Atmosph\u00e4re\nPolarlichter und Luftspiegelungen (Fata Morgana) erweckten seinen\nForschergeist. Im selben Jahr nahm Alfred Wegener an der ersten von insgesamt\nvier Gr\u00f6nland-Expeditionen teil \u2013 eine Entscheidung, die er f\u00fcr einen der\nbedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben hielt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>erste\nBekanntschaft mit dem Tod im Eis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Auftrag der Expedition unter Leitung des D\u00e4nen Ludvig Mylius-Erichsen\nwar es, das letzte unbekannte St\u00fcck der gr\u00f6nl\u00e4ndischen Nordostk\u00fcste zu\nerforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in Gr\u00f6nland bei\nDanmarkshavn, wo er Drachen und Fesselballons f\u00fcr meteorologische Messungen im\narktischen Klima aufsteigen lie\u00df. Unter 28 Teilnehmern war er der einzige\nDeutsche, nahm an Schlittenreisen teil und machte auch die erste Bekanntschaft\nmit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt an die NO-K\u00fcste Gr\u00f6nlands mit\nHundeschlitten kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gef\u00e4hrten ums Leben.\nW\u00e4hrend dieser Reise beobachtet Wegener das Treibeis auf dem Meer, das\nzerbricht, auseinanderdriftet und gegeneinanderst\u00f6\u00dft und ihn sp\u00e4ter auf seine\nTheorie bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach seiner R\u00fcckkehr wurde er Privatdozent f\u00fcr Meteorologie, praktische Astronomie und kosmische Physik an der Philips-Universit\u00e4t Marburg. 1909\/10 arbeitete er an seinem Buch \u201eThermodynamik der Atmosph\u00e4re\u201c, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der Gr\u00f6nland-Expedition verwertete \u2013 auf insgesamt 170 Ver\u00f6ffentlichungen wird er es bringen. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg sch\u00e4tzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verst\u00e4ndlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre geh\u00f6ren zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. 1911 verlobte er sich mit Else K\u00f6ppen, die Tochter seines Mentors Wladimir K\u00f6ppen, und schickte sich nach der \u00f6ffentlichen Vorstellung seiner Theorie der Kontinentalverschiebung an, seine zweite Expedition vorzubereiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Alfred_Wegener_ca.1924-30-1-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5347\"\/><figcaption> Die Mannschaft der Danmark-Expedition, Wegener in der hinteren Reihe der 2. von rechts. Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alfred_Wegener#\/media\/Datei:Danmarksekspeditionen_1906_by_Knudstrup_01.jpg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bis 1913 war er als wissenschaftlicher Leiter mit dem d\u00e4nischen Hauptmann\nJohann Peter Koch und zwei weiteren Mitarbeitern unterwegs und f\u00fchrte unter\nanderem die ersten Eisbohrungen auf einem bewegten Gletscher in der Arktis\ndurch. Kochs Idee war, statt Hundeschlitten 16 isl\u00e4ndische Pferde mit zu\nnehmen. Die Durchquerung Gr\u00f6nlands, bei der die vier Expeditionsteilnehmer eine\ndoppelt so lange Strecke zur\u00fccklegten wie einst Fridtjof Nansen bei seiner\nDurchquerung S\u00fcdgr\u00f6nlands 1888, hat allerdings keines der Tiere \u00fcberlebt. Auch\ndie Expeditionsteilnehmer verdanken ihre Ankunft am Ziel nur einem Zufall: Nur\nwenige Kilometer von der westgr\u00f6nl\u00e4ndischen Siedlung Kangersuatsiaq entfernt\ngingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbr\u00fcchen die\nNahrungsmittel aus, selbst der geliebte Hund wurde verspeist. Im letzten Moment\nwurden sie aber an einem Fjord vom Pastor von Upernavik aufgelesen, der gerade\neine entlegene Gemeinde besuchte. Wegeners Buch \u201eDurch die wei\u00dfe W\u00fcste\u201c\nerscheint erst 1919, nach dem Ersten Weltkrieg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorbereitung\nder Gro\u00dfen Expedition<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck in Marburg heiratete er seine Verlobte, die ihm drei T\u00f6chter zur\nWelt bringen und ihn um 62 Jahre \u00fcberleben sollte. Zu Beginn des Ersten\nWeltkriegs wurde Wegener als Reserveoffizier sofort eingezogen, k\u00e4mpfte an der\nWestfront in Belgien und wurde nach zweimaliger Verwundung f\u00fcr\nfelddienstuntauglich befunden. Er wurde dem Heereswetterdienst zugeteilt und\nunterrichtete als Meteorologe u. a. Offiziere, die Luftschiffe f\u00fchren sollten. Diese\nT\u00e4tigkeit erforderte st\u00e4ndiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten\nin Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum. In dieser\nZeit arbeitete er auch an seinem Hauptwerk \u201eDie Entstehung der Kontinente und\nOzeane\u201c, das 1915 erstmalig als Buch erschien. Darin legte er zur Begr\u00fcndung\nbspw. dar, dass bestimmte Regenwurm- und Schneckenarten sowohl in Westafrika\nals auch in S\u00fcdamerika leben, denen es beim besten Willen nicht zuzutrauen sei,\ndass sie Tausende Kilometer \u00fcber eine Landbr\u00fccke von einem Kontinent zum\nanderen gekrochen sind. Stattdessen m\u00fcssten sich einfach die Landmassen bewegt\nhaben. <\/p>\n\n\n\n<p>Als am 3. April 1916 ein Meteorit in Kurhessen zur Erde fiel, bestimmte Wegener aus der Analyse zahlreicher Einzelbeobachtungen die Aufschlagstelle. Dort wurde der \u201eMeteorit von Treysa\u201c im Fr\u00fchjahr 1917 tats\u00e4chlich gefunden. Wegener besch\u00e4ftigte sich mit der Form der Aufsturzkrater und machte Experimente dazu mit Zementpulver. 1921 schrieb er eine Monografie \u00fcber \u201eDie Entstehung der Mondkrater\u201c und meinte darin, dass die meisten Krater durch den Einsturz von Meteoriten entstanden sein m\u00fcssen. Das fanden zu jener Zeit nur wenige Au\u00dfenseiter, heute aber ist diese Ansicht allgemein akzeptiert. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"779\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Alfred_Wegener_ca.1924-30-2-779x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5348\"\/><figcaption> Alfred Wegener (links) und Rasmus Villumsen vor der Abfahrt von\u00a0<em>Eismitte<\/em>. Letztes Foto. Quelle: https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/4\/48\/Wegener_Expedition-1930_026_%28retuschiert%29.jpg <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zu dieser\nZeit war er mit seiner Familie bereits nach Hamburg gezogen, wo er anfangs als Leiter\nder Abteilung Meteorologische Forschung der Deutschen Seewarte arbeitete und\ndann zum au\u00dferordentlichen Professor an der neu gegr\u00fcndeten Universit\u00e4t berufen\nwurde. 1923 versuchte er in \u201eDie Klimate der geologischen Vorzeit\u201c, das er\ngemeinsam mit seinem Schwiegervater ver\u00f6ffentlichte, den neuen\nWissenschaftszweig der Pal\u00e4oklimatologie im Rahmen seiner\nKontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren. Im Jahr darauf erhielt\nWegener den Ruf auf den ordentlichen Lehrstuhl f\u00fcr Meteorologie und Geophysik\nan der Karl-Franzens-Universit\u00e4t im \u00f6sterreichischen Graz und wandte sich\nzun\u00e4chst der Physik und der Optik der Atmosph\u00e4re zu. Im Rahmen der Professur in\nGraz nahm er auch die \u00f6sterreichische Staatsb\u00fcrgerschaft an.<\/p>\n\n\n\n<p>Vier Jahre\nsp\u00e4ter unterbreitet er der deutschen \u201eNotgemeinschaft der Wissenschaft\u201c \u2013 es\nist die Zeit der Weltwirtschaftskrise \u2013 einen Plan f\u00fcr weitere Forschungen auf\nder gr\u00f6\u00dften Insel der Welt. Wegener m\u00f6chte die Eisdicke mit verbesserten\nMethoden messen und zwei feste Stationen einrichten, auf denen ein Jahr lang\nmeteorologische Beobachtungen aufgezeichnet werden sollen. Die\nWissenschaftsgemeinschaft stimmt zu, Wegener f\u00e4hrt 1929 mit einer Vorexpedition\nan die gr\u00f6nl\u00e4ndische Westk\u00fcste, um die g\u00fcnstigste Stelle f\u00fcr den Aufstieg der\nim Folgejahr geplanten Hauptexpedition ins gr\u00f6nl\u00e4ndische Inlandeis zu finden.\nAuf dieser Expedition sollte von drei festen Stationen aus die M\u00e4chtigkeit des\nFestlandeises und das ganzj\u00e4hrige Wetter gemessen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tod im Eis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Hauptexpedition startet mit 20 Teilnehmern am 1. April 1930 von Kopenhagen. 32 Gr\u00f6nl\u00e4nder, 143 Hunde und 20 Packpferde schleppen \u00fcber Wochen, wenn nicht Monate, die tonnenschwere Ausr\u00fcstung vom Kamarujuk-Fjord aufs Inlandeis hinauf. Ein Teil der Truppe f\u00e4hrt 400 Kilometer ins Landesinnere und errichtet dort die Station \u201eEismitte\u201c, die mit zwei M\u00e4nnern besetzt wird. Im September setzt starker Schneefall ein. Doch ein Transport mit Petroleum muss noch nach \u201eEismitte\u201c, sonst kommen die beiden M\u00e4nner dort nicht \u00fcber den Winter. Wegener bricht mit seinem Gef\u00e4hrten Fritz Loewe und zw\u00f6lf Gr\u00f6nl\u00e4ndern am 22. September ins Herz des Eisschilds auf. \u201eSchon die Reise hierher war sehr hart, und was uns bevorsteht, ist jedenfalls keine Vergn\u00fcgungsfahrt\u201c, schreibt er in einem Brief, den er bei Kilometer 62 den umkehrenden Eskimos mitgibt. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Alfred_Wegener_ca.1924-30-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5349\"\/><figcaption>Wegeners Vorstellungen \u00fcber den von ihm angenommenen Urkontinent Pangaea und das Auseinanderdriften der Kontinente. Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alfred_Wegener#\/media\/Datei:De_Wegener_Kontinente_018.jpg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zum Schluss\nsind sie nur noch zu dritt: die beiden Deutschen und der Gr\u00f6nl\u00e4nder Rasmus\nWillemsen. Es ist bis zu minus 54 Grad kalt, der Wind weht von vorn. Am 30.\nOktober erreichen sie die Inlandstation. Loewe sind mehrere Zehen erfroren, er\nkann die R\u00fcckreise zur K\u00fcste nicht antreten. Wegener und Rasmus brechen am 1.\nNovember 1930 auf \u2013 sie kommen nie an. Die M\u00e4nner im Basislager vermuten, dass\nsie alle in \u201eEismitte\u201c \u00fcberwintern. Die M\u00e4nner in \u201eEismitte\u201c denken, Wegener\nund Rasmus seien heil am Basislager angekommen. Alfred Wegener wird erst am 12.\nMai 1931 entdeckt &#8211; einen Meter unter dem Schnee. Zwei Skier stecken neben ihm.\nEr hat keine Erfrierungen, vermutlich ist er am 16. November 1930 vor\nErsch\u00f6pfung an einem Herzschlag gestorben. Die M\u00e4nner begraben ihn im ewigen\nEis. Rasmus Willemsen hat seinen Weg zur K\u00fcste alleine fortgesetzt. Sein\nLeichnam wurde ebenso wie Wegeners Tagebuch nie gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 1934 erw\u00e4hnte H. P. Lovecraft im siebenten Kapitel seiner Horror-Erz\u00e4hlung \u201eBerge des Wahnsinns\u201c Wegeners damals noch allgemein abgelehnte Drifthypothese. 1935, zum 5. Todestag von Wegener, organisierte der Kameramann Walter Riml eine eigene Expedition nach Gr\u00f6nland, wiederholte die gesamte Wegener-Expedition von 1930 und nahm diese filmisch auf. In Zusammenschnitten von noch vorhandenem Negativmaterial der letzten Wegener-Gr\u00f6nlandfahrt entstand der Film \u201eDas gro\u00dfe Eis \u2013 Alfred Wegeners letzte Fahrt\u201c. Erst seit den 1970er Jahren ist die Plattentektonik in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt, der schon von Wegener geforderte direkte Nachweis der Kontinentalverschiebung konnte mittlerweile durch satellitengeod\u00e4tische Messungen erbracht werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"685\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Alfred_Wegener_ca.1924-30-4-1024x685.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5350\"\/><figcaption> AWI Bremerhaven. Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alfred_Wegener#\/media\/Datei:Awi_brhv.JPG <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Drei Schulen bundesweit und eine Stra\u00dfe in Hamburg wurden nach ihm benannt. Das 1980 gegr\u00fcndete Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven forscht in seiner Tradition weiter, es unterh\u00e4lt unter anderem die Forschungsstation \u201eNeumayer III\u201c in der Antarktis. Hier und in der Arktis sind acht geographische Areale nach ihm benannt, dazu ein Asteroid sowie ein Mond- und ein Marskrater. Die European Geosciences Union vergibt seit 1983 f\u00fcr herausragende Leistungen in Meteorologie, Ozeanographie oder Hydrologie die Alfred Wegener Medal.<\/p>\n\n\n\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D5342&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\"scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er war der deutsche Polarforscher und Urheber der Theorie der Kontinentalverschiebung: Alfred Wegener. 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