{"id":5517,"date":"2021-02-12T06:24:19","date_gmt":"2021-02-12T05:24:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=5517"},"modified":"2021-01-26T15:38:23","modified_gmt":"2021-01-26T14:38:23","slug":"prophet-des-schoenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=5517","title":{"rendered":"\u201eProphet des Sch\u00f6nen\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>19 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen \u2013 mit diesem Ergebnis hatte\nsich vor zwei Jahren die aus Sch\u00fclern, Lehrern und Eltern bestehende\nSchulkonferenz des Wuppertaler Wilhelm-D\u00f6rpfeld-Gymnasiums daf\u00fcr ausgesprochen,\nseine Statue der griechischen G\u00f6ttin Pallas Athene nicht mehr vor der Schule behalten\nzu wollen. Kein Wunder, ist das Gymnasium doch Bestandteil des Netzwerks\n\u201eSchulen ohne Rassismus \u2013 Schulen mit Courage\u201c. Allerdings stehen sowohl die\nSkulptur von 1957 als auch ihr Sockel seit 1997 unter Denkmalschutz: Nicht nur\ndarum hatte die nicht\u00f6ffentlich tagende st\u00e4dtische \u201eKommission f\u00fcr eine Kultur\ndes Erinnerns\u201c einstimmig gegen eine Entfernung des Werkes votiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Podiumsdiskussion Mitte Dezember 2019 lautete also\ndie Frage: \u201eDarf eine Skulptur eines von den Nationalsozialisten gefeierten\nK\u00fcnstlers weiter im \u00f6ffentlichen Raum stehen, zumal vor einer Schule, oder\nsollte sie entfernt werden?\u201c Die parteilose Kultusministerin Isabel\nPfeiffer-Poensgen platzte mit ihrer Empfindung heraus, wie h\u00e4sslich diese\nSkulptur sei. Lehrer und Sch\u00fcler argumentierten, sie passe schlicht nicht mehr\nzum neu gestalteten baulichen Ensemble: \u201eDa wirkt diese kriegerische Figur\neinfach fehl am Platz.\u201c Sie hat n\u00e4mlich einen Helm auf dem Kopf und einen Speer\nin der Hand, der sogar nach unten zielt, also auf diejenigen, die auf sie\nzugehen. Laut Schulleiterin Claudia Schweizer-Motte seit es f\u00fcr die Sch\u00fcler und\nLehrer schwierig, t\u00e4glich am Werk eines NS-K\u00fcnstlers vorbeigehen zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Felix Kr\u00e4mer, Generaldirektor des Museums Kunstpalast in D\u00fcsseldorf, berichtet auf dem Podium, dass es interessanterweise kaum andere Athenen gebe, die in dieser kriegerischen Funktion gezeigt werden. Eine habe er aber doch ausfindig machen k\u00f6nnen, dabei handle es sich bezeichnenderweise um ein faschistisches Denkmal aus dem Jahr 1932 in Italien. Kein Wunder, ist sie doch unter anderem die G\u00f6ttin des Kampfes, auch der Kriegstaktik und der Strategie; sie fungierte als Palast- und Schutzg\u00f6ttin der mykenischen Herrscher sowie des Odysseus und \u00a0f\u00fchrte Perseus bei der Enthauptung der Medusa. Einige Sch\u00fcler betonten, sie s\u00e4hen in der Skulptur kein heroisches, sondern vielmehr ein humanistisches Menschenbild verk\u00f6rpert, sie f\u00fchlten sich eher besch\u00fctzt als bedroht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Arno_Breker_Atelier_Duesseldorf_1972.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5520\"\/><figcaption>Arno Breker. Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arno_Breker#\/media\/Datei:Arno_Breker_Atelier_Duesseldorf_(1972).jpg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Brigitte Franzen, Vorstand der\nPeter-und-Irene-Ludwig-Stiftung, machte nun drei Vorschl\u00e4ge, wie man mit der\nPlastik umgehen sollte: sie mittels einer Tafel kommentieren bzw. die bereits\nbestehende Tafel aktualisieren, die Skulptur ins Museum bringen und dort\nkommentieren, oder, als letzte M\u00f6glichkeit, sie um einen k\u00fcnstlerischen\nKommentar erg\u00e4nzen. Dieser Vorschlag setzte sich schlie\u00dflich durch. Wer der\nneue K\u00fcnstler sein wird, ist noch offen. Jener der Athene dagegen, den der\nMitbegr\u00fcnder der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, Ernst Fuchs, einst\nals \u201ewahren Prophet des Sch\u00f6nen\u201c bezeichnete, ist weltbekannt: Arno Breker. Vor\n30 Jahren, am 13. Februar 1991, starb er in D\u00fcsseldorf. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eVorbereitung auf die\nmonumentale Arbeit\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seine Berufung war ihm durchaus in die Wege gelegt: Vater\ndes am 19. Juli 1900 in Elberfeld geborenen \u00e4ltesten Kindes der Familie war der\nSteinmetz und Grabmalk\u00fcnstler Arnold Breker. Nach vier Jahren\nSteinbildhauerlehre und dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Elberfeld begann\ner 1920 ein f\u00fcnfj\u00e4hriges Studium an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf. Kurz vor Ende\ndesselben reiste er erstmals nach Paris, wo er nach einer Nordafrikareise 1927,\nvon der er seine erste Lebensgef\u00e4hrtin, die Griechin Demetra Messala (\u201eMimina\u201c)\nmitbringt, seinen Wohnsitz nimmt. Er freundet sich mit vielen K\u00fcnstlern an,\ndarunter Picasso, Jean Cocteau und Man Ray, und entwickelt ein Gussverfahren\nder \u201ereinen Form\u201c ohne Oberfl\u00e4chenunebenheiten, das f\u00fcr die idealisierende\nTypisierung des Schaffens im Nationalsozialismus stilpr\u00e4gend wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Verbindung nach Deutschland riss jedoch nicht ab, etwa durch Auftr\u00e4ge f\u00fcr eine Gro\u00dfplastik f\u00fcr die Matth\u00e4ikirche in D\u00fcsseldorf und f\u00fcr das Denkmal R\u00f6ntgens in Remscheid; zudem hatte er Ausstellungen. 1932 erhielt er den Rom-Preis der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste nebst einem Stipendium bis Mai 1933 in der \u201eVilla Massimo\u201c. Seine Zeit in Rom sah Breker selbst als \u201eVorbereitung auf die monumentale Arbeit gro\u00dfen Ausma\u00dfes, die mich erwartete\u201c. Es folgten weitere italienische Studienaufenthalte in Florenz und Neapel, die seine sogenannte \u201eklassische Periode\u201c zur Zeit des Nationalsozialismus beeinflussen sollten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"665\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Arno_Breker_Atelier_Duesseldorf_1972-1-665x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5521\"\/><figcaption>Der Sieger. Quelle: https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Arno_Breker_Der_Sieger_(1939).jpg <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>1934 \u00fcbersiedelte er nach Berlin, nimmt 1935 an der\nAusstellung der \u201eBerliner Secession\u201c teil und 1936 an der Olympischen\nKunstausstellung, wo er beim Plastik-Wettbewerb die Silbermedaille des\nInternationalen Olympischen Komitees f\u00fcr die Statuen \u201eZehnk\u00e4mpfer\u201c und \u201eDie\nSiegerin\u201c erh\u00e4lt. Zuvor als \u201edekadenter Franzose\u201c kritisiert, der vor allem\nPortr\u00e4tauftr\u00e4ge von Industriellen, Milit\u00e4rs oder auch K\u00fcnstlerkollegen ausf\u00fchrte,\nerlangt er so h\u00f6chste offizielle Aufmerksamkeit und darf f\u00fcr die Weltausstellung\nin Paris Skulpturen f\u00fcr den Deutschen Pavillon fertigen. Mit der Staatsdoktrin\nder stilistischen Orientierung an der Antike, an die sich Breker anlehnt,\nschienen den Nationalsozialisten in Brekers Figuren die \u00e4sthetischen Ideale des\n\u201egesunden, arischen Menschentyps\u201c verwirklicht, ja als \u201egestaltete Gesinnung,\nformgewordene Weltanschauung\u201c, als richtungweisend f\u00fcr den \u201eneuen deutschen\nStil\u201c proklamiert. <\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckblickend bezeichnete Breker selbst das Jahr 1936 als\n\u201eWendepunkt\u201c seiner Existenz. In der Folgezeit wurde er von der NS-Propaganda\nvereinnahmt, zum \u201ebedeutendsten deutschen Bildhauer der Gegenwart\u201c, gar zum\nVork\u00e4mpfer der nationalsozialistischen Revolution stilisiert, schienen seine\nmonumentalen Figuren doch hervorragend geeignet, den Kampf des \u201eNeuen Reiches\u201c\ngegen die \u201eVerfallserscheinungen\u201c in Kunst und Gesellschaft insgesamt visuell\nfassbar zu machen. 1937 trat er der NSDAP bei, heiratete Demetra, wird\nProfessor einer Bildhauerklasse an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste in Berlin\nund erh\u00e4lt bis 1944 in Zusammenarbeit mit Albert Speer zahlreiche\nStaatsauftr\u00e4ge. Auf ausdr\u00fccklichen Wunsch Hitlers, mit dem er auch in\npers\u00f6nlichem Kontakt steht, wird er f\u00fcr den Ausbau Berlins als geplante\nWelthauptstadt \u201eGermania\u201c t\u00e4tig. Hierf\u00fcr wird ihm ein eigenes Gro\u00dfraumatelier\nin Berlin-Dahlem errichtet, das heute das \u201eKunsthaus Dahlem\u201c beherbergt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hoheitszeichen am Berliner Finanzministerium,\nSteinreliefs am Geb\u00e4ude der Nordstern-Lebensversicherung in Berlin-Sch\u00f6neberg, der\nfig\u00fcrliche Schmuck am Hauptportal der Deutschen Versuchsanstalt f\u00fcr Luftfahrt\nBerlin-Adlershof und die Plastik \u201eDer Flieger\u201c f\u00fcr das Hauptgeb\u00e4ude der\nDresdner Luftkriegsschule entstanden, sp\u00e4ter die Monumentalfiguren \u201ePartei\u201c und\n\u201eWehrmacht\u201c f\u00fcr den Ehrenhof der Neuen Reichskanzlei sowie viele Figuren und\nReliefs f\u00fcr \u201eGermania\u201c. 1939 schl\u00e4gt er ein Arbeitsangebot Stalins aus. 1940\nerhielt Breker als erster bildender K\u00fcnstler den Mussolini-Preis der Biennale\nin Venedig, ein Jahr sp\u00e4ter wurde er Vizepr\u00e4sident der Reichskulturkammer der\nBildenden K\u00fcnste. Zu seinem 40. Geburtstag schenkte ihm Hitler das ehemalige\nRittergut J\u00e4ckelsbruch in Eichwerder bei Wriezen in \u201edankbarer Anerkennung\nseiner sch\u00f6pferischen Arbeit im Dienste der deutschen Kunst\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eHarte Zeit, starke\nKunst\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hier wurden Mitte 1941 die \u201eSteinbildhauerwerkst\u00e4tten Arno Breker GmbH\u201c mit Gleisanschluss und Kanalhafen gegr\u00fcndet &#8211; eine Einrichtung des Generalbauinspektors, die es Speer erm\u00f6glichte, Auftr\u00e4ge jedweder Gr\u00f6\u00dfenordnung ohne Genehmigungsverfahren direkt an Breker zu vergeben. In den Werkst\u00e4tten entstanden Bildhauerarbeiten f\u00fcr die Neugestaltung Berlins und f\u00fcr das Parteitagsgel\u00e4nde in N\u00fcrnberg. Gegen Ende des Krieges wurden bis zu 50 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter f\u00fcr Arbeiten an den Figuren eingesetzt, etwa bei der Vervielf\u00e4ltigung der \u201eHitler-B\u00fcste\u201c von 1941. Daneben hatte er viele Ausstellungen, darunter auch im Vichy-Paris, und wurde 1944 an der Preu\u00dfische Akademie der K\u00fcnste Vorsteher eines Meisterateliers, Mitglied des Akademiesenats und von Hitler selbst in die Sonderliste der Gottbegnadeten-Liste mit den \u201eunersetzlichen K\u00fcnstlern\u201c aufgenommen, was f\u00fcr ihn die Freistellung vom Kriegsdienst bedeutete. Zugleich drehte die Riefenstahl-Film GmbH den Dokumentarfilm \u201eArno Breker \u2013 Harte Zeit, starke Kunst\u201c. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"516\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Arno_Breker_Atelier_Duesseldorf_1972-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5523\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Arno_Breker_Atelier_Duesseldorf_1972-2.jpg 516w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Arno_Breker_Atelier_Duesseldorf_1972-2-300x218.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 516px) 100vw, 516px\" \/><figcaption>Breker mit Meyfarth. Quelle: https:\/\/www.meaus.com\/109-breker-and-meyfarth.JPEG <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, dem rund 90 Prozent seines\nWerks zum Opfer fielen, zieht Breker ins bayrische Wemding. 1948 wird er trotz\nseiner privilegierten Stellung bei der \u201eEntnazifizierung\u201c als \u201eMitl\u00e4ufer\u201c\neingestuft, da er sich mehrmals und nachweislich f\u00fcr Verfolgte des Regimes wie\nPablo Picasso eingesetzt hat, den er vor dem KZ bewahrte. Peter Suhrkamp\nverdankt ihm gar sein Leben, da er unter dem dringenden Verdacht des\nWiderstandes gegen Adolf Hitler inhaftiert worden war. Breker hatte Suhrkamp im\nGef\u00e4ngnis besucht und sich bei Albert Speer und Hitler erfolgreich f\u00fcr die\nEntlassung des Verlegers eingesetzt. <\/p>\n\n\n\n<p>1950 kehrt er nach D\u00fcsseldorf zur\u00fcck, beteiligt sich als\nArchitekt am Wiederaufbau und bezieht das fr\u00fchere Atelier des Tierbildhauers\nJosef Pallenberg. 1956 starb seine Frau, zwei Jahre sp\u00e4ter heiratete er die 26\nJahre j\u00fcngere Charlotte Kluge, mit der er dann zwei Kinder hatte. Er erhielt\nzwar kaum noch \u00f6ffentliche, jedoch zahlreiche private Auftr\u00e4ge, f\u00fcr die er angeblich\nGagen von bis zu 150.000 Mark bezog. Er portr\u00e4tierte Rudolf-August Oetker und\nGustav Schickedanz, Konrad Adenauer und Ludwig Erhard, Salvador Dal\u00ed und Ernst\nJ\u00fcnger und viele andere. Dali sagte \u00fcber seinen Freund: \u201eGott ist die Sch\u00f6nheit\nund er sein Prophet.\u201c \u00dcber die Freundschaft beider mit Ernst Fuchs, genannt\n\u201eGoldenes Dreieck\u201c, sagte Dal\u00ed: \u201eBreker-Dal\u00ed-Fuchs. Man kann uns wenden wie man\nwill, wir sind immer oben.\u201c Daneben arbeitete Breker als Architekt, darunter bei\nder Gestaltung der Gerling-Konzernzentrale in K\u00f6ln, die wegen ihres monumentalen\nCharakters von der Bev\u00f6lkerung schon bald \u201eKleine Reichskanzlei\u201c genannt wurde,\nund errichtet 1960 erneut ein Atelier in Paris.<\/p>\n\n\n\n<p>Breker behielt seine Vorliebe f\u00fcr Portr\u00e4tb\u00fcsten und athletische, meist m\u00e4nnliche K\u00f6rper, wobei der das Element der vollendeten Form wieder aufnahm. Bis in die 1980er Jahre arbeitete er, der nach eigenen Angaben \u201evon Muskeln nie genug kriegen\u201c konnte, nach Sportlermodellen wie der Hochspringerin Ulrike Nasse-Meyfarth und dem Zehnk\u00e4mpfer J\u00fcrgen Hingsen, der als \u201egriechischer Apoll\u201c verewigt wurde. 1981 beteiligt sich Breker mit einem Entwurf an der Ausstellung \u201eParis 1937-47\u201c, den er aufgrund massiver Proteste zur\u00fcckziehen muss, woraufhin er sich deutlich vom Nationalsozialismus distanziert. Dennoch blieb ihm der Vorwurf fehlender Reue anhaften. 1985 er\u00f6ffnete die Familie von Brekers Kunsth\u00e4ndler Joe F. Bodenstein in Schloss N\u00f6rvenich bei K\u00f6ln das \u201eMuseum Arno Breker &#8211; Sammlung Europ\u00e4ische Kunst\u201c. Bereits 12 Jahre vor seinem Tod gr\u00fcndete sich in Deutschland die Arno Breker Gesellschaft, acht Jahre vor seinem Tod zog die USA mit der Arno Breker Society International nach. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"496\" height=\"246\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Arno_Breker_Atelier_Duesseldorf_1972-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5524\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Arno_Breker_Atelier_Duesseldorf_1972-3.jpg 496w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Arno_Breker_Atelier_Duesseldorf_1972-3-300x149.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 496px) 100vw, 496px\" \/><figcaption> Brekers B\u00fcsten von Ernst J\u00fcnger, Ezra Pound und Salvador Dali.  Quelle: https:\/\/www.meaus.com\/94-junger-pound-dali.JPEG<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch nach seinem Tod wurde er als \u201eLieblingsbildhauer Hitlers\u201c gleicherma\u00dfen verehrt wie gescholten; sein K\u00f6lner Grab war im Oktober 2018 gesch\u00e4ndet worden. Breker f\u00fchlte er sich als ein Bewahrer der christlich-abendl\u00e4ndischen Kultur hellenistischer Pr\u00e4gung. Dieser Mission widmete er sein gesamtes meisterliches Schaffen. Er verstand sich selbst als \u201eBildhauer des Dreiklangs der Sch\u00f6nheit von K\u00f6rper, Geist und Seele\u201c (1932), pathetisch k\u00f6nnte man auch die Verherrlichung des Menschen in der bildenden Kunst nach dem \u2013 vollkommenen \u2013 Ideal der Sch\u00f6pfung unterstellen. Obwohl er zeitlebens hochumstritten war, konnte ihm niemand seine k\u00fcnstlerisch-\u00e4sthetische Begabung absprechen: F\u00fcr Aristide Maillol ist er der \u201eMichelangelo des 20. Jahrhunderts\u201c.<\/p>\n\n\n\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.dr-thomas-hartung.de%2F%3Fp%3D5517&amp;send=true&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=true&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=80\"scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sein markanter Stil wurde pr\u00e4gend f\u00fcr die \u00c4sthetik des NS-Systems, seine Portr\u00e4tb\u00fcsten gelten heute als ikonographisch: Arno Breker. Vor 30 Jahren starb er.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5517"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5517"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5517\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5526,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5517\/revisions\/5526"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}