{"id":5875,"date":"2021-10-17T06:30:44","date_gmt":"2021-10-17T05:30:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=5875"},"modified":"2021-09-30T19:48:03","modified_gmt":"2021-09-30T18:48:03","slug":"ihr-sohn-ist-geistig-behindert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=5875","title":{"rendered":"\u201eIhr Sohn ist geistig behindert\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Ohne die Liebe seiner Mutter w\u00e4re die Welt vielleicht um ein\nGenie \u00e4rmer. Als er eines Tages aus der Schule kam, gab er ihr einen Brief: \u201eMein\nLehrer sagte mir, ich solle ihn nur meiner Mutter zu lesen geben.\u201c Sie habe die\nAugen voller Tr\u00e4nen gehabt, als sie dem Kind laut vorlas: \u201eIhr Sohn ist ein\nGenie. Diese Schule ist zu klein f\u00fcr ihn und hat keine Lehrer, die gut genug\nsind, ihn zu unterrichten. Bitte unterrichten Sie ihn selbst.\u201c Viele Jahre nach\nihrem Tod stie\u00df er in alten Familiensachen auf ein zusammengefaltetes Blatt Papier,\n\u00f6ffnete es und las: \u201eIhr Sohn ist geistig behindert. Wir wollen ihn nicht mehr\nin unserer Schule haben.\u201c Er weinte stundenlang und schrieb dann in sein\nTagebuch: \u201eThomas Alva Edison war ein geistig behindertes Kind. Durch eine\nheldenhafte Mutter wurde er zum gr\u00f6\u00dften Genie des Jahrhunderts.\u201c Der Erfinder,\nder zeitlebens 1093 Patente anmeldete, darunter Gl\u00fchbirne, Phonograph und Zement-Drehrohrofen,\nstarb am 18. Oktober 1931.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eBehinderten\u201c-Diagnose beruhe darauf, dass Edison\nbereits in seiner Kindheit H\u00f6rprobleme hatte und sein Leben lang schwerh\u00f6rig\nwar, sind sich Biographen heute sicher. Er wurde als siebtes und letztes Kind\neines unsteten Freidenkers und einer Lehrerin in Milan (Ohio) am 11. Februar\n1847 geboren \u2013 noch heute als \u201eErfindertag\u201c (National Inventors Day) in den USA\ngefeiert. Das Elternhaus wird als intellektuell stimulierend eingesch\u00e4tzt. Als\ner sieben Jahre alt war, zog die Familie nach Port Huron (Michigan), wo er von\nseiner Mutter unterrichtet wurde. Bereits vier Jahre sp\u00e4ter erhielt er eine\nerste Anstellung f\u00fcr den S\u00fc\u00dfigkeiten- und Zeitungsverkauf als \u201eTrainboy\u201c. Die\nlangen Haltezeiten der Z\u00fcge in Detroit bis zur R\u00fcckfahrt nutzte er f\u00fcr das\nLesen von B\u00fcchern in der dortigen Bibliothek. Er kritisiert sp\u00e4ter das\namerikanische Ausbildungssystem, \u00e4u\u00dferte sich geringsch\u00e4tzig \u00fcber den Wert von\nF\u00e4chern wie Latein und sah die Ausbildung praktisch bef\u00e4higter Ingenieure als\nHauptaufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p>1862 bekam er von einem Telegrafisten, dessen Sohn er vor einem Unfall bewahrt hatte, Unterricht in der Telegrafentechnik und arbeitete danach sechs Jahre in wechselnden Anstellungen landesweit als Telegrafist. In dieser Zeit gewann er als Autodidakt nicht nur ein profundes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese Kommunikationstechnik, sondern erkannte auch deren Bedeutung f\u00fcr viele Gesch\u00e4ftsbereiche, begann zu experimentieren und 1868 in Boston selbst Telegrafentechnik zu entwickeln. Im April dieses Jahres ver\u00f6ffentlichte <em>The Telegrapher<\/em> seinen Bericht zu einer von ihm entwickelten Variante der Duplex-Technik f\u00fcr die gleichzeitige \u00dcbertragung von zwei Nachrichten \u00fcber eine Leitung. Diese erste Ver\u00f6ffentlichung bewirkte zugleich seine Wahrnehmung in der Fachwelt. Im selben Jahr meldete er sein erstes Patent auf einen elektrischen Stimmenz\u00e4hler f\u00fcr Versammlungen an. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Maggi-14-800x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5898\"\/><figcaption>Edison 1922. Quelle: Von Louis Bachrach, Bachrach Studios, restored by Michel Vuijlsteke &#8211; Dieses Bild ist unter der digitalen ID cph.3c05139 in der Abteilung f\u00fcr Drucke und Fotografien der US-amerikanischen Library of Congress abrufbar.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Er lernte den Ingenieur Franklin Pope kennen, gr\u00fcndete mit\nihm und weiteren Partnern eine erste Firma und erwarb mit ihm gemeinsam Patente\nf\u00fcr Telegrafen mit Druckvorrichtungen, die unter anderem zur \u00dcbermittlung der\nGoldpreise aus der B\u00f6rse an die H\u00e4ndler ben\u00f6tigt wurden. Die Branche wurde zunehmend\nauf sein Talent aufmerksam. 1870 entstand Edisons erste eigen Werkstatt f\u00fcr\nEntwicklung und Fertigung von Kurstelegrafen und Telegrafen f\u00fcr private\nLeitungen in New Jersey. Sie markierte den Beginn der T\u00e4tigkeit Edisons als\nErfinder-Unternehmer und hatte um die 50 Mitarbeiter, die etwa 600 Ger\u00e4te im\nJahr produzierten. Aufgrund zunehmender Einnahmen kaufte er 1871 sein erstes\neigenes Haus, heiratete seine Frau Mary und bekam mit ihr drei Kinder. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eIch bin ein guter\nSchwamm\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1876 wurde er praktisch \u00fcber Nacht weltber\u00fchmt, nachdem er\ndie Leitung des Menlo Park Laboratoriums \u00fcbernommen und seine bahnbrechende\nErfindung des Phonographen der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt hatte. Mit konnten erstmals\ngesprochene Stimmen oder Musik aufgenommen und anschlie\u00dfend durch eine von Hand\ngedrehte Trommel wieder abgespielt werden. Die n\u00e4chsten Jahre waren von\nzahlreichen Erfindungen gepr\u00e4gt, die Edisons internationalen Ruf als vision\u00e4rer\nTechniker untermauerten und ihn zu einem reichen Mann machten. Er erkannte die\nN\u00fctzlichkeit und Marktlage von Erfindungen und hatte Managerqualit\u00e4ten: Es\ngelang ihm stets, finanzkr\u00e4ftige Investoren f\u00fcr seine zahlreichen Projekte zu\nfinden und sie von deren wirtschaftlichen Perspektiven zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Edison von einer Elektrifizierung urbaner R\u00e4ume tr\u00e4umte, konzentrierte er sich in den sp\u00e4ten 1870er Jahren auf die Entwicklung der Gl\u00fchbirne, die ihm 1880 erste internationale Erfolge einbrachte. Bis heute wird kolportiert, dass der wahre Erfinder der Gl\u00fchlampe ein anderer war: Zuletzt galt der in New York ans\u00e4ssige deutsche Uhrmacher Heinrich Goebel als ihr wahrer Erfinder. Doch 2006 kamen neue Studien zu dem Schluss, dass auch er nicht der Richtige sei. Die Geschichte passt zu seiner Selbsteinsch\u00e4tzung: \u201eIch bin ein guter Schwamm, ich sauge Ideen auf und mache sie nutzbar. Die meisten meiner Ideen geh\u00f6rten urspr\u00fcnglich Leuten, die sich nicht die M\u00fche gemacht haben, sie weiterzuentwickeln\u201c. Er sei ein \u201ehomo faber der extremsten Form gewesen\u2026und seine raffinierteste Erfindung sei seine Selbstwandlung zur Kulturikone gewesen\u201c, urteilt Edison-Biograf Neil Baldwin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"778\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Maggi-15-1024x778.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5900\"\/><figcaption>Der Meister und sein Phonograph. Quelle: Gemeinfrei, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=172788<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Sein Glanz war zunehmend umstritten. Schon seit seiner\nersten Firmengr\u00fcndung kam es immer wieder zu Streitigkeiten und\nGerichtsverfahren. Edison f\u00fchrte zahlreiche Urheberrechtsprozesse gegen Andere,\ngeriet aber genauso oft in Verdacht, selbst gegen Urheberrechte zu versto\u00dfen.\nNach der Patentierung der Gl\u00fchbirne folgten die Gr\u00fcndungen unterschiedlicher\nUnternehmen wie der Edison Lamp Co. oder der Edison Electric Light Co. sowie\nvon Zweigstellen in Europa. Edison meldete allein \u00fcber drei\u00dfig Patente auf\ntechnische Entwicklungen rund um die Gl\u00fchlampe an, die ab 1883 zu einer\nschrittweisen Stromversorgung New Yorks durch unterirdisch verlegte Kabel\nf\u00fchrten. Ein Jahr sp\u00e4ter starb Mary, woraufhin Edison seine zweite Frau Mina\nheiratete. Auch aus dieser Ehe gingen eine Tochter und zwei S\u00f6hne hervor. Sein\nSohn Charles wird nach dem R\u00fcckzug seines Vaters 1927 die F\u00fchrung des Konzerns\n\u00fcbernehmen, 1940 unter Roosevelt das Amt des Marineministers bekleiden und\ndanach Gouverneur des Bundesstaates New Jersey.<\/p>\n\n\n\n<p>Edisons Konkurrent George Westinghouse hatte in dem\nkroatischen Erfinder Nikola Tesla, der zuvor kurze Zeit bei Edison t\u00e4tig\ngewesen war, einen genialen Mitarbeiter gewonnen, der durch die Idee eines\nrotierenden magnetischen Feldes den Wechselstrom entwickelt hatte. Zwischen\nEdison, der den Gleichstrom als einzige M\u00f6glichkeit einer Elektrifizierung\nfavorisierte, und Westinghouse kam es dadurch zum sogenannten \u201eStromkrieg\u201c, der\nersten bedeutenden wirtschaftlichen Auseinandersetzung in der Geschichte der\nVereinigten Staaten. Um Teslas Errungenschaften zu denunzieren, lie\u00df er\nzahlreiche Tiere, darunter auch Katzen und Hunde, im Zuge \u00f6ffentlicher\nVorf\u00fchrungen durch Wechselstrom qualvoll verenden. Mit der Elektrisierung und\nT\u00f6tung eines Elefanten legte er den Grundstein zur Entwicklung des elektrischen\nStuhls 1888, der in den USA bis ins Jahr 2013 zur Hinrichtung von zum Tode\nverurteilten Menschen benutzt wurde. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Partner und nicht\nAngestellte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1893 ging ein lukrativer Vertrag zur Elektrifizierung der Weltausstellung in Chicago an Westinghouse und nicht an Edisons ein Jahr zuvor gegr\u00fcndete General Electric Co. Nach dieser Niederlage konzentrierte sich Edison auf technische Entwicklungen innerhalb der Filmindustrie und erfand mit dem Kinetographen den direkten Vorl\u00e4ufer der heutigen Filmkamera. 1893 f\u00fchrte er den 35-mm-Film mit Lochperforation f\u00fcr den Transport ein, der Industriestandard wurde. Dieser Erfolg veranlasste ihn, sich ab Beginn des 20. Jahrhunderts mit der Einrichtung von Filmstudios und der Entwicklung verschiedener Tontr\u00e4ger zu besch\u00e4ftigten. Damit machte er sich einen Namen als einer der Pioniere der US-amerikanischen Filmindustrie: Ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame war der Lohn. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"400\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Maggi-16.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5901\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Maggi-16.jpeg 500w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Maggi-16-300x240.jpeg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Edison-Filmstudio. Quelle: Von Thomas Alva Edison &#8211; en:Image:Edison Bronx.jpg; uploaded 2007-08-24 by w:User:Walloon, Gemeinfrei, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=3142126<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>1912 wurde das Kinetofon patentiert, eine Kombination von\nFilmkamera und Phonograph, die den fr\u00fchen Tonfilm erm\u00f6glichte. 1915 wurden er und\nTesla f\u00fcr den Nobelpreis vorgeschlagen. Da sie sich jedoch beide weigerten, die\nAuszeichnung zusammen entgegenzunehmen, wurden sie bei der Auswahl \u00fcbergangen.\nAb diesem Zeitpunkt arbeitete der alternde Edison vermehrt an der Verbesserung\nelektrisch betriebener Fahrzeuge. Gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern\nstellte er sich nach der Versenkung der RMS Lusitania durch die Marine im\nErsten Weltkrieg der Regierung zur Verf\u00fcgung, um Abwehrma\u00dfnahmen gegen deutsche\nU-Boote zu erarbeiten. Er wurde Vorsitzender des Naval Consulting Board, das\nVorschl\u00e4ge und Erfindungen pr\u00fcfen und in Prototypen umsetzen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor er in New Jersey verstarb, hatte er das Prinzip des\nWechselstroms als bessere L\u00f6sung anerkannt und seine Arroganz gegen\u00fcber\nWestinghouse und Tesla als gravierenden Fehler zugegeben. US-Pr\u00e4sident Herbert\nHoover bat die Amerikaner, anl\u00e4sslich seiner Beisetzung die elektrischen Lampen\nauszuschalten. Er wird als charismatische Pers\u00f6nlichkeit beschrieben.\nMitarbeiter aus Menlo Park sagten sp\u00e4ter, er habe ihnen das Gef\u00fchl gegeben,\nPartner und nicht Angestellte zu sein. Bei relativ geringer Bezahlung stellte\nEdison seinen Mitarbeitern ihren Leistungen entsprechende Anteile an sp\u00e4ter zu\ngr\u00fcndenden Unternehmen in Aussicht. Als sich bei der Entwicklung der Gl\u00fchlampe\nund der Elektroinfrastruktur erste Erfolge einstellten, hatten selbst geringste\nAnteile seiner Mitarbeiter bereits den Gegenwert mehrerer Jahresgeh\u00e4lter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&nbsp;\u201e99 Prozent Transpiration\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Historiker Keith Near war Edison von allen ber\u00fchmten Personen diejenige, \u00fcber die man am wenigsten wisse. Was die meisten \u00fcber ihn zu wissen glaubten, seien nichts Anderes als M\u00e4rchen. An der wissenschaftlichen Aufbereitung der umfangreichen Quellen arbeitet ein Team von etwa zehn Historikern seit \u00fcber 20 Jahren im Projekt <em>The Thomas Edison Papers<\/em> an der Rutgers University in New Jersey; ein Ende ist nicht abzusehen. Edison hat allein 3500 Notizb\u00fccher hinterlassen mit Zeichnungen, die das Entstehen vollendeter Erfindungen dokumentieren, sowie Skizzen von nicht realisierten Ideen. Zu seinen erfolglosen Erfindungen geh\u00f6ren Skurrilit\u00e4ten wie die Herstellung von M\u00f6beln und Klavieren aus Beton. Auch die aus der Gl\u00fchlampenherstellung abgeleitete und patentierte Konservierung von Obst in evakuierten Glasbeh\u00e4ltern blieb damals erfolglos. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"382\" height=\"599\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Maggi-17.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5902\" srcset=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Maggi-17.jpeg 382w, https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Maggi-17-191x300.jpeg 191w\" sizes=\"(max-width: 382px) 100vw, 382px\" \/><figcaption>Fr\u00fche Gl\u00fchlampe. Quelle: Von Uploaded at enwp by User:Alkivar &#8211; Original source: http:\/\/www.classstudio.com\/scaltagi\/img\/internship\/sightseeing_day2\/edison_bulb.jpg, CC BY-SA 3.0, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=1046233<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eWas Henry Ford f\u00fcr den Automobilbau ist, George Eastman f\u00fcr die Fotografie und Charles Goodyear f\u00fcr die Gummiherstellung, ist Edison nicht f\u00fcr eine, sondern gleich f\u00fcr mehrere heute grundlegende Technologien\u201c, befand Kathleen McAuliffe in <em>The Atlantic Monthly<\/em>. Von der Popularit\u00e4t Edisons auch in Deutschland zu jener Zeit zeugt eine Umfrage der <em>Berliner Illustrierte Zeitung <\/em>zur Jahrhundertwende 1899\/1900. Die etwa 6000 teilnehmenden Leser w\u00e4hlten Thomas Edison zum gr\u00f6\u00dften Erfinder. \u201eHeute ist die Fachwelt sich praktisch einig, dass Edisons wichtigster Beitrag nicht seine Erfindungen selbst waren, sondern die Erfindung der Erfindungsindustrie. Edison ist kein Geringerer als der Vater der modernen Forschung und Entwicklung\u201c, meint Debra Galant in der <em>New York Times<\/em> 1997. Er selbst kommentierte sein Erfolgskonzept mit dem legend\u00e4ren Satz: \u201eGenialit\u00e4t besteht zu einem Prozent aus Inspiration und zu 99 Prozent aus Transpiration.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seine Erfindungen markieren den Beginn der umfassenden Elektrifizierung der industrialisierten Welt: Thomas Alva Edison, der zeitlebens \u00fcber 1000 Patente anmeldete. Das Genie starb vor 90 Jahren. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5875"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5875"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5875\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5903,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5875\/revisions\/5903"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}