{"id":6444,"date":"2022-10-26T06:08:00","date_gmt":"2022-10-26T05:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=6444"},"modified":"2022-10-01T19:17:17","modified_gmt":"2022-10-01T18:17:17","slug":"ein-unerklaerliches-genie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/?p=6444","title":{"rendered":"\u201eein unerkl\u00e4rliches Genie\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eEine dunkle Gestalt\u201c, so erlebte Heinrich Heine den Violinisten, Bratschisten, Gitarristen und Komponisten, \u201edie der Unterwelt entstiegen zu sein schien. In den eckigen Kr\u00fcmmungen seines Leibes lag eine schauerliche H\u00f6lzernheit und zugleich etwas n\u00e4rrisch Tierisches, dass uns bei diesen Verbeugungen eine sonderbare Lachlust anwandeln musste; aber sein Gesicht, das durch die grelle Orchesterbeleuchtung noch leichenartig wei\u00dfer erschien, hatte alsdann so etwas Flehendes, so etwas bl\u00f6dsinnig Dem\u00fctiges, dass ein grauenhaftes Mitleid unsere Lachlust niederdr\u00fcckte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der zeitgen\u00f6ssische Kritiker Ludwig Rellstab schrieb in seiner Besprechung: \u201eVielleicht h\u00e4tte Goethes Mephisto die Violine so gespielt.\u201c Das wies Goethe in einem Gespr\u00e4ch mit Eckermann umgehend zur\u00fcck \u201eNein [\u2026], der Mephistopheles ist ein viel zu negatives Wesen, das D\u00e4monische aber \u00e4u\u00dfert sich in einer durchaus positiven Tatkraft. Unter den K\u00fcnstlern findet es sich mehr bei Musikern, weniger bei Malern. Bei ihm zeigt es sich im hohen Grade, wodurch er denn auch so gro\u00dfe Wirkungen hervorbringt.\u201c Er habe in einem Konzert-Adagio \u201eeinen Engel singen geh\u00f6rt\u201c, schrieb etwa Franz Schubert, der den Virtuosen 1828 in Wien h\u00f6rte: Niccol\u00f2 Paganini, der am 27. Oktober vor 240 Jahren in Genua als Sohn eines Instrumentenbauers zur Welt kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach eigenen Angaben erhielt Paganini bereits in fr\u00fchester Kindheit Violinunterricht, unter anderem von seinem Vater, der ihn unter Androhung von Nahrungsentzug stundenlang zum \u00dcben zwang. Seine einzigartigen Techniken entwickelte er wohl autodidaktisch. Eine Schule besuchte er nicht, begann aber bereits mit 12 Jahren, \u00f6ffentlich als Violinist aufzutreten. 1795 bis 1797 lebte er mit seinem Vater in Parma, wo er sein Violinspiel vervollkommnete. Sp\u00e4testens mit 15 Jahren komponierte er hier unter der Aufsicht zweier Lehrer einige Werke, darunter zwei heute verlorene Violinkonzerte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Friedrich_Ludwig_Jahn-5.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"656\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Friedrich_Ludwig_Jahn-5-656x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6447\"\/><\/a><figcaption>Portr\u00e4t Niccol\u00f2 Paganinis von Eug\u00e8ne Delacroix, 1832. Quelle: Von Eug\u00e8ne Delacroix &#8211; The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202., Gemeinfrei, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=150203<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Erstmals ohne den Vater reiste Paganini 1801 nach Lucca und bewarb sich dort erfolgreich um die musikalische Teilnahme am Hochamt von Santa Croce, worauf er Einladungen f\u00fcr weitere Konzerte erhielt. F\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre liegen keine gesicherten biographischen Informationen vor. M\u00f6glicherweise bezieht sich Paganinis Gest\u00e4ndnis jugendlicher Fehler wie der Leidenschaft f\u00fcr Gl\u00fccksspiele auf diese Zeitspanne. Im Januar 1805 wurde Paganini zum Konzertmeister im Orchester der Republik Lucca ernannt und sp\u00e4ter, unter F\u00fcrstin Elisa Baciocchi, einer Schwester Napoleons, deren Kammervirtuose und Operndirektor. 1808 schickte sie Paganini zum Erfurter F\u00fcrstenkongress, wo er vor Napoleon und dem russischen Zaren spielte. Bis 1809 w\u00e4hrte diese einzige feste Anstellung in Paganinis Leben. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Werke f\u00fcr Violine und Orchester sowie f\u00fcr Violine und Gitarre.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eZaubergeigerk\u00fcnste\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1810 war Paganini nahezu st\u00e4ndig auf Konzertreisen innerhalb Italiens. 1820 wurden erstmals die \u201e24 Capricci\u201c gedruckt. Technisch geh\u00f6ren sie mit zum Schwierigsten, was je f\u00fcr die Geige komponiert wurde. Sie sind kurz, zum Teil dauern sie keine zwei Minuten, und jede von ihnen hat ihre eigenen technischen Schwierigkeiten. \u201eJedes einzelne St\u00fcck behandelt einen gewissen geigerischen Aspekt, aber auch einen eigenen Charakteraspekt\u201c, sagt der Violinist Thomas Zehetmair, Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters, dem <em>BR<\/em>. Sehr h\u00e4ufig nur als Zugabe gegeben wird die 24. und letzte der Capricen. Von ihr lie\u00dfen sich viele andere Komponisten zu Bearbeitungen und neuen Werken inspirieren, wie beispielsweise Liszt, Brahms oder Rachmaninow. Paganini allerdings trug die Capricci nie in einem Konzert vor.<\/p>\n\n\n\n<p>1824 begann Paganini in Venedig ein Verh\u00e4ltnis mit der S\u00e4ngerin Antonia Bianchi, in Palermo kam 1825 der gemeinsame Sohn Achille zur Welt. Antonia reiste in den folgenden Jahren mit Paganini und trat in seinen europaweiten Konzerten auf. Paganini spielte ausschlie\u00dflich eigene Werke: Sonaten, brillante Variationen oder eines seiner wenigstens sechs Konzerte \u2013 wie das ber\u00fchmte zweite mit dem Beinamen \u201eLa campanella\u201c, \u201edas Gl\u00f6ckchen\u201c. Als Paganini schlie\u00dflich 1828 Italien verlie\u00df und sich zun\u00e4chst nach Wien begab, eilten ihm bereits viele Ger\u00fcchte und der Ruf voraus, ein \u00fcberragender Violinvirtuose zu sein, der seine Zuh\u00f6rer durch seine \u201eZaubergeigerk\u00fcnste\u201c verhexe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Friedrich_Ludwig_Jahn-6.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"790\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Friedrich_Ludwig_Jahn-6-790x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6448\"\/><\/a><figcaption>Die Guarneri del Ges\u00f9 von 1743, die Paganini \u201eil mio cannone violino\u201c nannte. Quelle: Von I, Lucarelli, CC BY-SA 3.0, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=2334373<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Ger\u00fcchte wurden durch eine der zahlreichen Liebschaf\u00adten befeuert: <em>Paganini<\/em> hatte nach einem Konzert in Genua eine 16-j\u00e4hrige Schneiderstochter entf\u00fchrt, sie geschw\u00e4n\u00adgert, sie erfolglos abtreiben lassen und sie anschlie\u00dfend verlassen. Die an\u00adschlie\u00ad\u00dfenden Prozesse trugen dazu bei, dass sich um ihn eine Aura des D\u00e4\u00admo\u00adnischen bildete. Ger\u00fcchte tauchten auf: Bald hie\u00df es, er habe das M\u00e4d\u00adchen in einer Klosterzelle verf\u00fchrt. Nur ein Mann, der mit dem Teufel im Bund ste\u00adhe, k\u00f6nne an einer solchen Stelle so etwas tun. Bald wurde aus dem Abtrei\u00adbungs\u00adver\u00adsuch ein Mordversuch. Schlie\u00dflich machten die Ger\u00fcchte aus ihm einen Folterer und Verf\u00fchrer auch weiterer unschuldiger M\u00e4dchen. Der Aphorismus \u201eDie T\u00fcchtigen werden beneidet, den Talentierten wird geschadet und die Genies werden gehasst\u201c wird ihm zugeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>In Wien feierten ihn Fachleute und Publikum enthusiastisch. Seine Konzerte wurden in allen Zeitungen besprochen, Korrespondentenberichte \u00fcber seine Kunst gelangten auch nach Deutschland und Frankreich, Modezeitungen besch\u00e4ftigten sich mit seinem angeblichen Lebenswandel, Gastronomie und Kleidermode wurden vom \u00e0 la Paganini befallen, Gebrauchsgegenst\u00e4nde trugen sein Portr\u00e4t, Gedichte und Possen mit dem Thema Paganini wurden ver\u00f6ffentlicht, Komponisten w\u00e4hlten f\u00fcr ihre Werke Melodien und Namen mit Anspielungen auf Paganini, und der \u00f6sterreichische Kaiser Franz I. verlieh ihm den Ehrentitel \u201eKaiserlicher Kammervirtuose\u201c. Hier in Wien trennte sich Paganini von Antonia. Achille blieb \u2013 vertraglich geregelt \u2013 bei Paganini und wurde von ihm umsichtig gepflegt und betreut. Er sollte sp\u00e4ter sein Universalerbe werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eseine Seele dem B\u00f6sen verschrieben\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gesundheitliche Probleme veranlassten Paganini, sich im Sommer 1828 zuerst nach Karlsbad und dann nach Prag in Behandlung zu begeben. Er wurde erfolgreich operiert und diktierte seine Biographie, von der er sich eine Widerlegung all der \u00fcber ihn verbreiteten Ger\u00fcchte erhoffte. \u00dcber allem lag der Schatten lebenslanger Krankheit: Sein Arzt Bennati berichtete von einer fr\u00fchen Masern-Enzephalitis, in sp\u00e4teren Jahren kamen Syphilis und eine Kehlkopftuberkulose hinzu, die ihm die Stimme raubte, und schlie\u00dflich eine Nekrose des Unterkiefers. Die anhand zeitgen\u00f6ssischer Bilder und Beschreibungen erfassten k\u00f6rperlichen Merkmale Paganinis deuten daneben auf das Ehlers-Danlos-Syndrom hin, das zur \u00dcberbeweglichkeit der Gelenke f\u00fchren kann. Er trug stets schwarze Kleidung und spielte auch mal ein Konzert f\u00fcr die Toten auf einem Freidhof.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Prag folgten Konzerte in Deutschland, Polen, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Belgien. Die weit \u00fcber dem \u00dcblichen liegenden Eintrittspreise f\u00fcr seine Konzerte w\u00e4hrend der Deutschlandtournee hatten ihm ein gut angelegtes Verm\u00f6gen eingebracht, das es ihm erlaubte, an vielen Orten Benefizkonzerte zu mildt\u00e4tigen Zwecken zu geben, deren Erl\u00f6se er spendete. Im Dezember 1838 erlebte er in Paris die Urauff\u00fchrung von Hector Berlioz\u2018 \u201eHarold in Italien\u201c. Er huldigte Berlioz auf offener B\u00fchne, konnte aber wegen seines Kehlkopfleidens kaum mit ihm sprechen. Wenige Tage sp\u00e4ter schenkte er Berlioz 20.000 Franc. In Belgien wurde ihm angekreidet, dass er dilettantisch wirkende S\u00e4ngerinnen in seinen Konzerten auftreten lie\u00df, so Charlotte Watson, in die er sich in London verliebt hatte. Die Liaison mit ihr endete, wie alle Beziehungen Paganinis zu Frauen, ungl\u00fccklich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Friedrich_Ludwig_Jahn-7.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Friedrich_Ludwig_Jahn-7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6449\"\/><\/a><figcaption>Grabmal in Parma. Quelle: Von unbekannt &#8211; Foto aus dem Buch von Julius Knapp: Paganini; eine Biographie Verlag: Schuster &amp; Loeffler, Berlin, 1913, Bild-PD-alt, https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?curid=7179785<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Franz Liszt hatte das Erlebnis von Paganinis Virtuosit\u00e4t in Paris besonders gro\u00dfe Auswirkungen. Er entwickelte in der Auseinandersetzung mit seinen Werken und dessen Art, das Publikum zu faszinieren, seinen hochvirtuosen Klavierstil und wurde zu einem vergleichbaren Publikumsmagneten. In seinem \u201eNekrolog\u201c berichtete er: \u201eSein unerkl\u00e4rliches Genie wollte man nur durch noch unerkl\u00e4rlichere Tatsachen begreifen, und wenig fehlte zu der Vermutung, dass er seine Seele dem B\u00f6sen verschrieben und jene vierte Saite, der er so bezaubernde Weisen zu entlocken wusste, der Darm der Gattin sei, die er eigenh\u00e4ndig erw\u00fcrgt habe.\u201c Der geradezu hysterische \u201eHype\u201c seiner Auftritte beim breiten Publikum \u00fcberlagerte oft die Ernsthaftigkeit und Sch\u00f6nheit seiner Musik und seines Spiels.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eaus seiner innersten Natur\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1832 gewann er einen Urheber-Rechtsstreit: Inzwischen erschienen viele Plagiate, Imitationen und Arrangements. Am 12. Dezember 1835 wurde er in Parma Mitglied der Kommission des Hoforchesters, was einem heutigen Generalmusikdirektor nahekommt. Er f\u00fchrte Opern auf, k\u00fcmmerte sich um eine Verbesserung des Instrumentariums und erarbeitete umfangreiche Entw\u00fcrfe eines Reglements f\u00fcr das Herzogliche Orchester und f\u00fcr eine in dieser Stadt zu errichtende Akademie. Der Normenkatalog ging der Herrscherin Marie Louise allerdings zu weit ging, so dass Paganini 1836 seine Stellung wieder aufgab und erneut auf Konzertreisen ging, die im November 1839 in Nizza ihr Ende fanden. Hier hoffte er, das milde Klima Nizzas zur Linderung seiner vielen Beschwerden bei. Umsonst: Anfang Mai 1840 zwang ihn ein schwerer Anfall ins Bett. Seine Stimme war v\u00f6llig vernichtet. Am 27. Mai 1840 starb er an einem Blutsturz.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Paganini auf dem Sterbebett keine m\u00fcndliche Beichte mehr ablegen konnte und schriftlich nicht abgeben wollte oder konnte, wurde ihm nach bisch\u00f6flicher \u00dcberpr\u00fcfung ein christliches Begr\u00e4bnis verwehrt. Sein Sohn Achille musste ihn einbalsamieren lassen. Es sollte 30 Jahre dauern, bis sein Sohn ihm nach einer makaber anmutenden Odyssee \u2013 gegen \u00fcppige Bezahlung \u2013 seinen letzten Wunsch erf\u00fcllen konnte. 1853 wurde Paganini im Friedhof von Gaione bei Parma begraben und 1896 auf den neuen Friedhof zu Parma umgebettet, wo er immer noch in einem stetig mit frischen Blumen geschm\u00fcckten Grab ruht.<\/p>\n\n\n\n<p>Paganini galt lange als der Inbegriff des romantisch-verkl\u00e4rten K\u00fcnstlertypus, dem Franz Leh\u00e1r mit seiner Operette \u201ePaganini\u201c ein Denkmal setzte. \u201eDas Seelenvolle, Begeisterte, wahrhaft Eigenth\u00fcmliche in Paganini\u2018s Spiel str\u00f6mt aus seiner innersten Natur. Die Gef\u00fchle und Empfindungen, die er im verwandten Busen erregen will, sind seine eigenen. In den T\u00f6nen seiner Melodien ist sein Leben rege und wach, finden wir stets sein Ich, seine Individualit\u00e4t. Die Trauer, die er empfunden, das Sehnen, das sein Wesen durchzieht, die Leidenschaft, die seinen Puls rascher jagt, sie alle flie\u00dfen in seinen Vortrag \u00fcber\u201c, befand schon 1829 der Kritiker Carl Guhr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Friedrich_Ludwig_Jahn-8.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dr-thomas-hartung.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Friedrich_Ludwig_Jahn-8.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6450\"\/><\/a><figcaption>Kinski als Paganini. Quelle: https:\/\/m.media-amazon.com\/images\/M\/MV5BYTBmYjM1YTQtZDc5Zi00NWRlLWJmMmMtZTUzYjM1Yzk4YmE0XkEyXkFqcGdeQXVyNDkzNTM2ODg@.<em>V1<\/em>.jpg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In Paganinis Nachlass fanden sich 15 Violinen, zwei Violen, vier Violoncelli sowie eine Gitarre, die meisten von Stradivari, Guarneri und Amati. Vier Stradivari-Instrumente werden heute als \u201ePaganini-Quartett\u201c bezeichnet und wechselnden Ensembles geliehen: Im September 2019 wurden sie f\u00fcr vier Jahre dem Goldmund Quartett zur Verf\u00fcgung gestellt. 1954 gr\u00fcndete Paganinis Geburtsstadt Genua den Internationalen Paganini-Violinwettbewerb zur F\u00f6rderung und Entdeckung junger Talente.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den Kinofilm \u201eDer Teufelsgeiger\u201c schrieb die M\u00fcnchner <em>AZ<\/em>: \u201eKlaus Kinski hielt sich f\u00fcr die Wiedergeburt Paganinis, David Garrett aber ist es einfach\u201c. Das spielt darauf an, dass Kinski 1989 einen Film \u00fcber Paganini mit sich in der Hauptrolle gedreht hatte, damit aber keinen gro\u00dfen Erfolg feierte: Er hatte zu viel von seiner eigenen Biografie in den Film gepackt, Garret hingegen kann wirklich spielen, nicht nur Geige. Zu den unz\u00e4hligen Komponisten, die Themen von Paganini bereits zu dessen Lebzeiten und erst recht danach verarbeiteten, geh\u00f6rten neben Liszt Johann Strauss (Vater), Robert Schumann, Johannes Brahms, Sergei Rachmaninow, Andrew Lloyd Webber und in der Rockmusik Gitarrenvirtuose Yngwie Malmsteen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Geiger und Komponist gilt als erster Superstar der Musikgeschichte und einer der gr\u00f6\u00dften, aber auch d\u00e4monischsten Virtuosen aller Zeiten: Niccol\u00f2 Paganini. 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