Wie ein linker Ökonom an der rechten Wirklichkeit scheitert
24. Januar 2026 von Thomas Hartung
Girards Denken ist keine Hymne auf die liberalen Institutionen der Gegenwart, sondern eine radikale Anthropologie der Gewalt, die auch in modernen Gesellschaften weiterwirkt. Seine Sündenbocktheorie erklärt nicht nur lynchende Mobs, sondern auch subtile Formen moralischer Ausgrenzung. In Girards Logik kann selbstverständlich auch eine Elite, die sich selbst als “Verteidigerin der Demokratie” inszeniert, genau jene Mechanismen bedienen, die sie bei Trump und Thiel anprangert: die Konstruktion eines Feindbilds, dem alle destruktiven Energien zugerechnet werden, um die eigene Ordnung zu stabilisieren.

Mein neuer Ansagetext, der gern verbreitet werden kann.