Feeds
Artikel
Kommentare

Archiv für die 'Massenmediales' Kategorie

Laut Liya Yu sei uns „das Autoritäre” zwar eingeschrieben, „das Liberale” aber evolutionärer Zielpunkt. Damit „Rechte” nicht gewinnen, muss das Gehirn also linkstrainiert werden. Das ist orwellesk.

Die Kirche gerät in eine eigenartige Scheu vor dem eigenen kulturellen Erbe – und ersetzt Substanz durch Formelhaftigkeit. Das „Abendland“ wird nun nicht mehr als historisch gewachsene Ordnung verstanden, sondern nur mehr als Verdacht, als Codewort der Abgrenzung – und natürlich als rhetorischer Marker „rechter“ Politik.

Vom „Mediazid“

Medien sterben nicht primär an Konkurrenz, sondern am Vertrauensverlust. Eine Institution, die als unverzichtbar empfunden wird, überlebt jede technische Disruption. Sie verschwindet erst dann, wenn sie ihre ureigenste Funktion nicht mehr erfüllt: die Vermittlung zwischen Ereignis und Publikum, zwischen komplexer Wirklichkeit und orientierungsbedürftigem Subjekt.

Journalismus versteht sich nicht mehr als Gegenmacht zu Regierung und Opposition, sondern als Teil eines demokratischen Blocks gegen den „Systemfeind“. Genau hier liegt der Verlust all dessen, wofür unabhängiger Journalismus eigentlich steht. Denn sobald sich Journalismus als Teil eines Blocks versteht, verändert sich auch zwangsläufig sein Verhältnis zur Macht.

„Es gibt für das Konstrukt ‚Ausländer‘ kein gemeinsames Merkmal, das relevant wäre für die Kriminalität.“ Stattdessen schüre die Statistik nur „ein gewisses Bild von Menschen, die sich auf Grund ihres Status anders verhalten würden“, und suggeriere damit fälschlich, „dass Kriminalität und Herkunft etwas miteinander zu tun haben“. Das ist nicht nur eine akademische Spitzfindigkeit – es ist die klassische linke Verharmlosungsstrategie, die Realität durch Begriffsakrobatik zu leugnen

Nachrichtenvermeidung ist kein Zeichen von Gleichgültigkeit, sondern von Entfremdung. Ein zentraler Befund der Studien ist nämlich die wachsende Diskrepanz zwischen medial vermittelter und persönlich erlebter Realität.

Demokratie wird nicht mehr primär als Verfahren verstanden – freie Wahlen, Wettbewerb, Mehrheitsbildung –, sondern zunehmend als Wertegemeinschaft, deren Grenzen politisch definiert werden. Wer außerhalb dieses normativen Rahmens steht, wird zwar gewählt, gilt aber nicht als vollwertiger Teil des demokratischen Spektrums. Das ist eine Verschiebung von der Verfahrensdemokratie zur Gesinnungsdemokratie. Meine Anmerkungen zum Unsinn der […]

NGOs leben von Sichtbarkeit, Förderlogik und Mission. Schule dagegen lebt von Neutralität, Schutzpflicht, Elternrechten – und von der Zumutbarkeit, dass Jugendliche politisch nicht „überrumpelt“ werden. Sobald NGO-Logik den Unterricht kolonisiert, verschiebt sich das Ziel: nicht mehr Urteilskraft, sondern Haltungserzeugung.

Nicht die Politik ist problematisch, nicht ihre Entscheidungen, nicht ihre sozialen Folgen – sondern jene, die sich ihr entziehen oder ihr widersprechen. Der Befund wird zur Umkehrung: Aus dem demokratischen Subjekt wird ein demokratisches Risiko

Am Ende ist die aktuelle Faschismusdebatte deshalb vor allem ein Symptom. Sie verrät weniger über die Wiederkehr des historischen Faschismus als über die intellektuelle Verfassung eines Milieus, das seine Gegner nur noch mit Großvokabeln zu fassen vermag. Der antifaschistische Überschuss kompensiert einen analytischen Mangel.

Nächste »