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Archiv für die 'Massenmediales' Kategorie

Der Dresdner Jan Josef Liefers hat mit 52 anderen Schauspielern die Republik aufgestört und den politmedialen Komplex erst verschreckt, dann erzürnt: Wie Corona-Kritiker zu „Rechten“ wurden und die „offene Gesellschaft“ als „geschlossene Gesinnungsgemeinschaft“ enttarnten.

Er begründete mit seinem „Narrenschiff“ eine Allegorie und ein ganzes Genre: Sebastian Brant, der vor 500 Jahren starb. Das Buch des Humanisten, Juristen und Publizisten ist erschreckend aktuell.

Kriegsgenie oder Kriegsverbrecher, Volksdiktator oder Monarch, Befreier oder Besatzer – Frankreichs Kaiser Napoleon ruft immer noch ambivalente Wertungen hervor. Vor 200 Jahren starb er.

Zwar bleibt uns der Genderstern offiziell erspart – vorerst. Dafür werden das Generische Maskulinum sexualisiert, statische Unterstriche benutzt und Sprachdiskriminierte erfunden. Das führt in die Hölle.

Das Multitalent prägte unsere Vorstellung vieler Figuren: Nero, Friedrich der Weise oder Mirabeau. Aber er schrieb auch, malte und inszenierte Opern: Peter Ustinov. Vor 100 Jahren kam er zur Welt.

Über fünf Dutzend Filme entstanden nach seinen Stoffen, seine Melange aus schwarzem Humor und Spionagekrimi war oft nobelpreisverdächtig: Graham Greene. Der Brite starb vor 30 Jahren.

Zeitlebens im Schatten von Bruder Thomas, hielt er Kaiserreich und 3. Reich gleichermaßen den Spiegel vor: Heinrich Mann. Vor 150 Jahren kam der Autor des „Untertan“ zur Welt.

Der Unvollendete

Er schuf Tongemälde, berühmter als die ursprünglichen Bilder, und wurde erst durch seine Vollender wie Ravel bekannt: Modest Mussorgsky. Der russische Komponist starb vor 140 Jahren.

Der Hype um Sally Rooneys „Gespräche mit Freunden“ bringt die Postmoderne trefflich auf den Punkt: eine ebenso handlungsleere wie folgenlose Sexromanze zwischen salonkommunistischer Studentin von Anfang 20 und depressivem Schauspieler Anfang 30 träfe den „Nerv ihrer Generation“ (ZEIT). Echt jetzt? Dann nehmen wir uns alle eine Kerze, gehen auf den Friedhof und warten, bis wir dran sind.

Einen „Sprachkampf“ ums Deutsche erkennt der Linguist Hennig Lobin. Doch Sprachpolitik ist nur ein Aspekt von „Identitätspolitik“, die jetzt auch Linke, ja die ganze Gesellschaft neu zu spalten droht.

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