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Archiv für die 'Spezielles' Kategorie

Was gestern noch als pandemischer Ausnahmefall galt, kann morgen als technischer Standard zurückkehren. Wer den Zugang zu Stadion, Konzert oder Messe ohnehin nur digital erhält, bei dem ist die nächste Verknüpfung nur noch eine Frage der politischen Gelegenheit. Der Bürger wird so nicht nur kontrollierbar, sondern modular verwaltbar. Willkommen in China.

Erdbeeren und Ekel

Jede Selbstverständlichkeit wird in Herrschaft übersetzt, jede Tradition wird zur Zumutung, jede soziale Form wird so lange dekonstruiert, bis nur noch ein unguter Rest aus Dienst, Last und falschem Bewusstsein übrigbleibt. Nicht Karls wird hier entlarvt, sondern eine Autorin demaskiert sich selbst, die offenbar gar nicht mehr anders kann, als permanent gegen Natürlichkeit anzudenken, ja ihr kognitiv zu wehren.

Wenn Klima nicht mehr als ein Thema unter Themen behandelt wird, sondern als moralischer Daueralarm dient, der immer “sichtbar”, anschlussfähig und normativ aufgeladen bleiben soll, dann geht es nicht mehr um kritische Aufklärung und Information, sondern um Gehirnwäsche. Es ist bemerkenswert, dass der DJV für so etwas querzeichnet. Meine Anmerkungen zum DLF-Klimabrief, den der Journalistenverband […]

Das “Manifest” der mutigeren Grünen ist ein Symptom der Panik vor der konservativen Wende unter jungen Männern. Es kommt zu spät und bleibt zu zaghaft. Es will „Räume für Debatte“ öffnen, ohne aber die ideologischen Prämissen – als da vor allem wären: Fluidität der Geschlechter, Gleichstellung als Quotenzwang, Pazifizierung als Fortschritt – grundsätzlich in Frage zu stellen

Ein Gedenktag repariert kein Stromnetz, senkt keine Energiepreise, baut keine Kühlanlage in ein Altenheim ein. Er hilft auch keiner Krankenschwester im stickigen Stationszimmer und keinem dementen Heimbewohner, der mit der Hitze nicht mehr umgehen kann. Aber er streichelt das Herz einer Politikerin, die sich einbildet, mit einem Kranz am imaginären Grab des anonymen Hitzetoten das Weltklima um ein paar Hundertstelgrade abgekühlt zu haben.

Kaum sagt einer „christliches Abendland“, „Jesus“ oder „Brüder im Glauben“, rückt nicht der Inhalt des Glaubens, sondern seine mutmaßliche Gefährlichkeit in den Vordergrund. Gerade diese Asymmetrie macht den Fall rechtskonservativ brisant. Denn während Nmechas Bekenntnis im kirchlich-medialen Raum reflexhaft mit Warnhinweisen versehen wird, wird sichtbare islamische Symbolik im deutschen Diskurs bemerkenswert routiniert verharmlost oder als legitimer Ausdruck religiöser Identität normalisiert.

Die eigentliche Herausforderung besteht nicht darin, die NSDAP-Mitgliedskarte eines Vorfahren zu finden. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, anzuerkennen, dass die deutsche Geschichte nicht außerhalb der Gesellschaft stattfand. Sie war die Geschichte dieser Gesellschaft.

Das Sommermärchen war kein nationalistischer Aufbruch. Es war vielmehr der seltene Augenblick, in dem Deutschland sich selbst für einige Wochen als normales Land empfinden durfte. Dass dieser Moment heute zunehmend skeptisch betrachtet wird, verweist auf einen tieferen kulturellen Konflikt. Die eigentliche Frage lautet nämlich nicht, ob die WM 2006 den Aufstieg der AfD begünstigt hat, ja erklären kann. Die eigentliche Frage lautet, warum ein friedlicher und unverkrampfter Patriotismus überhaupt erklärungsbedürftig geworden ist.

Ein Kind lässt sich nicht kündigen, nicht abschalten, nicht „entfolgen“, nicht wegorganisieren. Es beansprucht Zeit, Aufmerksamkeit, Verantwortung und Opfer. Genau deshalb kollidiert es mit einer Kultur, die den Menschen primär als Konsumenten von Möglichkeiten versteht.

Wenn das Falsche gewählt wird, muss korrigiert werden — notfalls durch Druck, Delegitimierung oder institutionelle Rückabwicklung. Genau diese Logik wirkt heute bis in kommunale Kulturausschüsse hinein.

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