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Archiv für die 'Regionales' Kategorie

Die Kontrollfunktion der Opposition wird im selben Atemzug als notwendig beschrieben, der größten gewählten nichtregierenden Partei mit realem Gewicht jedoch faktisch abgesprochen. So redet kein Demokrat, der die Spannung des Parlamentarismus aushält; so redet ein Milieu, das Opposition nur noch unter Vorbehalt zulassen will.

Man meint, kulturelle Differenz sei überwunden, sobald sie sprachlich lesbar, verwaltungstechnisch erfassbar und öffentlich beschilderbar ist. Aber das ist nur die Bürokratisierung des Fremden; nicht seine Verwandlung. Ein deutscher Satz bleibt auch dann deutsch, wenn er eine gänzlich andere metaphysische Ordnung trägt.

Schule ist der Ort, an dem eine Gesellschaft ihre gemeinsame Sprache, ihren geistigen Zusammenhang und ihre Form der Weltaneignung weitergibt. Wer meint, man könne fachliche Leistungen notfalls auch jenseits der gemeinsamen Bildungssprache „angemessen erfassen“, löst Leistung gerade aus jenem Medium heraus, in dem sie für das Gemeinwesen Bedeutung gewinnt. Meine Anmerkungen zur Düsseldorfer Schuldebatte, die […]

Kairo wird hier nicht als Warnung gelesen, sondern als Modell gepriesen. Ein Zustand, der früher als Ausdruck einer defizitären, patriarchal verformten Öffentlichkeit gegolten hätte, erscheint nun als nachahmenswert. Das ist keine kleine Verschiebung mehr, sondern eine weltanschauliche Bankrotterklärung. Meine Anmerkungen zu Nicole Opitz taz-Video, das Frauenabteile in Kairo allen ernstes als „Safe Space auf Schienen“ […]

Was gestern noch als pandemischer Ausnahmefall galt, kann morgen als technischer Standard zurückkehren. Wer den Zugang zu Stadion, Konzert oder Messe ohnehin nur digital erhält, bei dem ist die nächste Verknüpfung nur noch eine Frage der politischen Gelegenheit. Der Bürger wird so nicht nur kontrollierbar, sondern modular verwaltbar. Willkommen in China.

Erdbeeren und Ekel

Jede Selbstverständlichkeit wird in Herrschaft übersetzt, jede Tradition wird zur Zumutung, jede soziale Form wird so lange dekonstruiert, bis nur noch ein unguter Rest aus Dienst, Last und falschem Bewusstsein übrigbleibt. Nicht Karls wird hier entlarvt, sondern eine Autorin demaskiert sich selbst, die offenbar gar nicht mehr anders kann, als permanent gegen Natürlichkeit anzudenken, ja ihr kognitiv zu wehren.

Eine Ordnung, die jede Verallgemeinerung über Täterstrukturen für verdächtig hält, kapituliert vor der elementaren Form des Urteilens. Sie will Statistik ohne Schluss, Erfahrung ohne Typus, Wirklichkeit ohne Konsequenz. Das ist keine Humanität, sondern geistige Selbstentwaffnung.

wenn fachliche Kompetenz nur noch als zweitrangig gilt und das Ministeramt vor allem zum Resonanzverstärker von Machtinstinkt und Mehrheitswitterung wird, dann ist der Minister nicht mehr verantwortlicher Leiter eines Ressorts, sondern bloß politischer Darsteller auf bürokratischer Bühne.

Ein öffentlich-rechtlicher Apparat, der lieber Alarmbilder produziert – damals mit Erkältungsviren, heute mit sommerlicher Hitze – und von zunehmenden Todesfällen und Bestattungen faselt, statt seinen Wissenschaftsjournalismus zu stärken, der braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm das Vertrauen entzogen wird.

Steuben verbindet preußische Formstrenge mit amerikanischer Freiheitsgeschichte, militärische Disziplin mit republikanischer Selbstbehauptung. Eben deshalb ist er für die Gegenwart so unerquicklich: Er widerlegt die bequeme Erzählung, Freiheit sei immer weich, zivil und entgrenzt gewesen, während Disziplin, Form und soldatische Ordnung von vornherein unter Verdacht stünden.

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