Menschen sollen ihre Herkunft kennen, ihre kulturellen Prägungen achten, Minderheiten ihre Traditionen bewahren, Migranten ihre Wurzeln nicht verleugnen. Nur dort, wo diese Selbstverständlichkeit den Deutschen erreicht, beginnt plötzlich die philosophische Gefahrenabwehr. Dann wird aus Zugehörigkeit „Gruppenaffekt“, aus Heimat „Homogenitätsphantasie“ und aus Patriotismus die Vorstufe zum Chauvinismus.
Der politische Komiker nähert sich dem Journalismus an und behält zugleich die Freiheit der Satire. Die belastbare Enthüllung beansprucht die Autorität der Recherche; die Übertreibung bleibt durch die Kunstform gedeckt. Das ist keine Propaganda; es ist eine veränderte Machtposition.
Die Debatte braucht keine weiteren Beschwichtigungsnarrative. Sie braucht die Einsicht, dass Kulturen Verantwortung tragen und dass die westliche Gesellschaft das Recht und die Pflicht hat, ihre eigenen Grundlagen gegen importierte Feindseligkeiten zu verteidigen. Die Geschichte ist kein Baukasten, aus dem man die unbequemen Teile herausnimmt. Sie ist ein Kontinuum – und der Judenhass im islami-schen Kontext gehört dazu.
Das Buch wird sich im digitalen Raum auflösen. Damit verschwindet nicht nur ein Gegenstand. Gefährdet ist eine Denkform, die unser Verständnis von Person, Öffentlichkeit, Recht und Geschichte geprägt hat.
Eine schwarze Helena, ein Trans-Achilles: Wie Hollywood die Vergangenheit moralisch neu besetzt – und Deutschland munter mitmacht.
Demokratische Entscheidungen werden getroffen, aber medial und moralisch sofort unter Vorbehalt gestellt. Fachlichkeit ist vorhanden, zählt aber nicht. Was zählt, ist die richtige Haltung. Und genau dort, wo Kultur eigentlich ein Raum des freien, auch widerständigen Urteils sein müsste, herrscht inzwischen die größte Nervosität gegenüber echter Pluralität.
Ein kulturelles Milieu, das inflationär von “Offenheit” spricht, beginnt Leitfäden zu produzieren, mit denen jede wirkliche geistige Offenheit politisch eingehegt und begrenzt wird. Das ist die eigentliche Ironie. Ausgerechnet jene, die den Pluralismus rhetorisch am lautesten verteidigen, arbeiten an Instrumenten der Vorfeldsortierung.
Hooton-Plan, „nazisicheres“ Land, jetzt Bärbel Bas’ (SPD) „Einheitsbraun“: Warum die Vergewisserung des Eigenen unter Verdacht steht – und die Vielfalt des Fremden neue Staatsideologie wird.
Zwei Städte, zwei vermeintlich lokale Entscheidungen, dieselbe nationale Dramaturgie: Aus einer organisatorischen Abwägung wird binnen Stunden ein Moralstück über Zensur, politischen Druck und die Frage, wer in öffentlichen Räumen noch sprechen darf.
Eine Gesellschaft, die ihre Literatur nach politischer Loyalität vorsortiert – egal ob von links oder von rechts, egal ob informell oder staatlich – verändert nicht nur ihren Buchmarkt. Sie verändert die Grundlagen ihrer geistigen Freiheit. Sie gibt das Prinzip auf, dass der Widerspruch, die Provokation, ja die Zumutung Teil des literarischen Raums sein dürfen.