Heimatliebe jenseits der Schuldkultur
24. März 2026 von Thomas Hartung
In Ruth Hoffmanns “Spiegel”-Auszug ihres Buchs „Raubzug von rechts“ wird das Kyffhäuser-Denkmal zu einem Sinnbild herabgewürdigt, das eine angeblich veraltete, völkische Ideologie verkörpert und mit modernem Nationalismus gleichgesetzt wird. Hoffmanns These ist klar: Die Nation sei eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, jede Berufung auf eine kontinuierliche deutsche Identität bloßer Unsinn, ja gefährlich. Stattdessen preist sie ein inklusives Verständnis von Staatsbürgerschaft, das Abstammung bewusst ignoriert und allein auf dem Grundgesetz fußt. Diese Sichtweise jedoch ist selbst das Produkt einer einseitigen Erinnerungskultur, die Deutschland seit 1945 prägt – einer Kultur des unaufhörlichen Mahnens, der ewigen Buße und der bewussten Distanzierung von der eigenen Geschichte.

Mein neuer Ansagetext, der gern verbreitet werden kann.