Ethnopluralismus und das Recht auf kulturelle Eigenheit
15. Oktober 2026 von Thomas Hartung
Als der Darmstädter Politikwissenschaftler Christian Stecker bei Caren Miosga in der ARD über unterschiedliche gesellschaftliche Vorstellungen von Migration sprach und neben dem multikulturellen einen ethnopluralistischen Entwurf erwähnte, verwandelte sich eine politikwissenschaftliche Beschreibung beinahe augenblicklich in einen Gesinnungsverdacht. Nicht mehr die Frage, welche Vorstellungen von kultureller Zugehörigkeit in einer Demokratie miteinander konkurrieren dürfen, stand im Mittelpunkt, sondern ob der Wissenschaftler durch die Verwendung eines belasteten Begriffs bereits eine Grenze des demokratisch Sagbaren überschritten hatte.

Meine Anmerkungen zu einer absurden Debatte.