Die moralische Erpressung des Alltags
19. Oktober 2026 von Thomas Hartung
Es beginnt bei „Negerkuss“ und „Mohrenkopf“, setzt sich fort bei „Zigeunerschnitzel“ und „Zigeunersauce“ und endet bei der systematischen Reinigung von Straßennamen, Denkmälern, Kinderliedern und Karnevalskostümen. Ständig werden neue Begriffe aus dem gemeinsamen Sprachgebrauch herausgebrochen und einer besonderen Gruppe als moralisches Eigentum zugewiesen, und jedes Mal folgt die Forderung nach sofortigem Gehorsam.

Meine Anmerkungen zur Dresdner Zigeunersuppe.