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Archiv für die 'Literarisches' Kategorie

Die Vorzeige-Intellektuelle der DDR galt als einzige ostdeutsche Nobelpreiskandidatin und wurde nach einer schändlichen Rufmord-Kampagne doch still begraben: Christa Wolf. Jetzt würde sie 90 Jahre alt.

Hannah Arendt würdigte ihn als einzigen Nachfolger, den Immanuel Kant je gehabt habe: Karl Jaspers. Der Psychiater und Philosoph galt als letzter „Praeceptor Germaniae“. Vor 50 Jahren starb er.

Salman Rushdie wurde mit seinen „Satanischen Versen“ zum lebenden Beweis für die Intoleranz des Islam. Andere starben für ihn, er überlebte. Vor 30 Jahren wurde im Iran seine Fatwa ausgesprochen.

Sie war unglücklich verheiratet, vierfache Mutter und starb 33jährig: Susette Gontard. Vor allem aber war sie Hölderlins Liebe des Lebens, über die er nie hinwegkam. Vor 250 Jahren wurde sie geboren.

Vor 25 Jahren starb der hochdekorierte DDR-Volksschriftsteller Erwin Strittmatter. Danach wurde er grausam enttarnt: als SS-Mann, Stasi-Spitzel und Familientyrann. Nicht nur „Ole Bienkopp“ bleibt.

Alarm in Bremens Bibliotheken: Ein Grüner fragt nach der Kennzeichnung „rechter“ Bücher, die Bücherei schafft von sich aus keine „rechten“ Texte an. Das ist Gesinnungsfaschismus.

Aus Brechts „So wie es ist, bleibt es nicht“ machte er „So wie es bleibt, ist es nicht“: Heiner Müller. Der wichtigste deutsch-deutsche Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts würde jetzt 90.

Seit Goethes „Werther“ hat kaum ein Buch der Weltliteratur so stilbildend gewirkt: J.D. Salingers „Der Fänger im Roggen“. Ein einziger Roman verschaffte dem Autor, der jetzt 100 Jahre würde, Weltruhm.

Seit 50 Jahren erscheint „Asterix“ auf Deutsch. Offiziell. Davor gab es eine pseudopatriotische Episo-de, danach geahndete politische Lizenzverstöße. Der deutsche Jubiläumssekt perlt nicht recht.

„Nearly like Feuchtwanger“ war einst die größte Auszeichnung internationaler Literaturkritik, „jüdi-scher Kommunist“ Lion Feuchtwangers größte Beschimpfung. Eine Spurensuche zum 60. Todestag.

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