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Archiv für die 'Literarisches' Kategorie

Er erfand Blitzableiter und Leihbibliothek, schrieb Amerikas ersten Schachtext und korrigierte die amerikanische Unabhängigkeitserklärung: Vor 230 Jahren starb Benjamin Franklin.

Von einer unglücklichen Liebe traumatisiert, die zweite Lebenshälfte als geisteskrank isoliert – Friedrich Hölderlin hatte kein leichtes Leben. Vor 250 Jahren kam der Dichter zur Welt.

Der Dresdner Romanist Victor Klemperer gilt als wichtiger Chronist stummen jüdischen Überlebens im NS-Regime. Vor 60 Jahren starb er – und wird heute funktionalisiert.

Er gilt als einer der besten russischen Lyriker und bekam für seinen einzigen Roman den Nobelpreis – den er nicht annahm: Boris Pasternak. Jetzt würde er 130 Jahre alt.

Erst mit knapp 60 startete der Apotheker, Publizist und heimliche Frauenheld seine Karriere als bedeutendster deutscher Romancier des Realismus: Theodor Fontane. Nun würde er 200 Jahre.

Sie war die älteste Literaturnobelpreisträgerin, die erste Autorin sufistischer Science Fiction und die Tante Gregor Gysis: Doris Lessing. Die Feministin, die nie eine sein wollte, würde jetzt 100 Jahre.

Ferdinand Magellan war der erste Mensch, der die Gewürzinseln auf dem westlichen Seeweg errei-chen und damit die Kugelgestalt der Erde beweisen wollte. Vor 500 Jahren stach er in See.

Ein Münchner Verlag hat am 9. September die Premiere eines Indoktrinationskinderbuchs gefeiert: Mittelmeer-Flüchtlinge sind jetzt Teddybären, die ein Kater Saltini nicht retten will. Das ist infantil, steht aber in einer unguten Tradition: Kinderliteratur wird zum asyldidaktischen Werkzeug.

Er schrieb mit „Bambi“ und „Josefine Mutzenbacher“ zwei Klassiker der Weltliteratur, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Felix Salten. Der heute vergessene Autor wird jetzt 150 Jahre alt.

Er bildet mit Samjatin und Orwell das apokalyptische Science Fiction-Trio des 20. Jahrhunderts: Aldous Huxley. Seine „Schöne Neue Welt“ ist ebenso hässlich wie bedrohlich. Jetzt würde er 125 Jahre alt.

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