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Archiv für die 'Hochschulisch-Pädagogisches' Kategorie

Unter dem Titel „#infokrieg – ANGRIFF AUF DIE MEDIEN“ (sic!) ist jüngst das neueste „Funkturm“-Pamphlet aus dem Hause Stawowy erschienen – DJV-Mitglieder finden es automatisch im Briefkasten. Waren die letzten Ausgaben schon grenzwertig-einseitig in Bezug auf Themenwahl und –aufbereitung sowie der O-Ton-Auswahl, schlägt diese Nr. 8 alles Dagewesene. Da nutzt es wenig, wenn Herausgeber Peter Stawowy im Editorial selbst antizipiert, dass die Darstellung „völlig überzogen, von Ideologie getrieben, eben linksgrün-versifft-gehirnwaschend“ wirken könne. Nein, sie ist eine Zumutung für jeden auch nur halbwegs gebildeten Leser, die sich unter der 4000er Auflage, ja, tatsächlich auch noch finden.

Weil richtige Ziele auf dem falschen Weg erreicht würden, erklärt die Schulinspektion eine Berliner Schule trotz Erfolgs zum Problemfall. Dass Ideologie über Pädagogik siegt, ist ein verheerendes Signal. Dass der Aufschrei der Pädagogik dazu ausbleibt, erst recht.

Immer mehr und immer jüngere Kinder fasten an Ramadan. Ärzte und Lehrer warnen, Muslim-Organisationen schweigen. Und die Politik schaut zu oder entwirft untaugliche Konzepte.

Liebe Judith Sevinc Basad,
eigentlich wollte Ihnen zu Ihrer Initiative „Studenten für Demokratie und Meinungsfreiheit“ gratulieren, stieß aber mit einigem Entsetzen auf Ihren „causa“-Text im „Tagesspiegel“ zum Problem Geschlecht und Verhalten. Da behaupten Sie, dass es für die These, dass männliches oder weibliches Verhalten angeboren sei, keine wissenschaftlichen Beweise gebe und der Diskurs durch Vorurteile und verdrehte Fakten dominiert werde. Das kann nicht Ihr Ernst sein. Da ich keine Lust habe, zur Kommentierung meine Daten einem weiteren Medium zu überlassen, publiziere ich meinen „Leserbrief“ hier.

„Es geht um die Herrschaft über die Diskurse, also darum, wer wen zwingen kann, politische Aussagen moralisch zu legitimieren.“ (Eckhard Fuhr ) * * * „Wenn es gilt, in Masse über einen einzelnen herzufallen, sind die Deutschen immer dabei, es muß nur ungefährlich sein.“ (Ernst Jünger) * * * “Ich glaube nicht, dass der Shitstorm [...]

Wolfgang Herrmann, Präsident der TU München, will bis 2020 alle Master-Studiengänge an der TU auf die Standard-Unterrichtssprache Englisch umstellen. Da muss ich wieder mal fragen: Geht’s noch?

Zugegeben: ich habe schon mehrere akademische Zumutungen rings um „Genderismus“ erlebt; die Leipziger „Professorinnen“ waren unrühmlicher Höhepunkt. Aber worauf ich am Wochenende aufmerksam gemacht wurde, übertrifft alles: es scheint sich an der Berliner Humboldt-Universität eine regelrechte Parallelwelt etabliert zu haben, die ihre „verqueeren“ Ideologismen nicht nur zum Maßstab allen hochschulischen Handelns erheben, sondern dieses Handeln auch noch gesinnungspolizeilich in der „unqueeren Realität“ durchsetzen will.

Da der Wahlkampf naht (oder eigentlich schon begonnen hat), muss ich jetzt doch mal ein privates Statement zu dem Blödsinn posten, mit dem sich diese Woche zwei rot-grüne Regierungen anschicken, Deutschlands Bildungspolitik zu ruinieren. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Waltraud Wende kündigt an, dass Schüler erst in der 8. Klasse erstmals Notenzeugnisse erhalten sollen. Diese Verkürzung des Leistungsbegriffs [...]

“Fack ju Göhte” ist ein „routiniert gebauter Schwachsinn“ (v. Uslar), für den die Schauspieler nichts können. Mit einem Kommentator: „Ein proletarisches Fusselhirn allererster Güte und eine an ihr pädagogischen Ethos gebundene Heulboje auf Liebesentzug schweißen eine Klasse asozialer Arschlochkinder zusammen und erkennen dabei, was wirklich zählt im Leben.“ Das Problem für mich ist der Umgang mit der deutschen Sprache, damit der Kultur – Sprachkultur, Schulkultur, Schülerkultur… – der hier in einer Weise ad absurdum geführt wird, die jedem halbwegs kulturvollen Zeitgenossen erst die Schames- und dann die Zornesröte ins Gesicht treiben muss.

Die „Akademischen Monatsblätter“ vom Mai haben unter dem Top-Thema „Die deutsche Bildungswüste“ den Erfahrungsbericht des Geschäftsführers eines der weltweit führenden Hersteller von Wärmebehandlungsanlagen publiziert. Jener Dieter Schäufler, selbst Dipl.-Ing., beschreibt – bezeichnenderweise in fünf „Jeremiaden“ – die Modi, wie er zu Firmennachwuchs kommt. Und vergleich sich dabei mit Oliver Hardy: „In typischen Szenen versucht Olli Stan etwas zu erklären, die Reaktion von Stan besteht aus absolutem Unverständnis, und das wiederum treibt Olli in den Wahnsinn. In den Bewerbungsgesprächen versuche ich, die Eskalationsstufe des Wahnsinns zu vermeiden, aber ich fühle mich oft, als wäre ich Olli.“

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