Geschrieben in Allgemeines am 7. Januar 2015 3 Kommentare »
SPON publizierte am Dienstag, dem 06.01.2015 um 12:48 Uhr ein Porträt von Kathrin Oertel unter der Schlagzeile „Proteste in Dresden: Pegidas Frontfrau“. Bei Facebook liefen bis zum Abend des 07.01.2015 insgesamt 525 Kommentare (ohne Sekundärkommentare) auf. Ich habe chronologisch ein paar Kommentare zusammengetragen, die sich mit ihr als Person negativ befassen. Mehr muss man zum Niveau der politischen Berichterstattung, vor allem aber zum Niveau der Kommentatoren nicht sagen. Wenn Sibel Kekili der BILD in ihrer Causa damals „Medienvergewaltigung“ vorwarf, kann man das hier nur „digitale Massenvergewaltigung“ nennen.
Geschrieben in Allgemeines, Hochschulisch-Pädagogisches, Massenmediales, Spezielles am 21. Dezember 2014 Kommentare deaktiviert für „Auch ich kann es schaffen.“ Aber wer noch?
„Es geht um die Herrschaft über die Diskurse, also darum, wer wen zwingen kann, politische Aussagen moralisch zu legitimieren.“ (Eckhard Fuhr ) * * * „Wenn es gilt, in Masse über einen einzelnen herzufallen, sind die Deutschen immer dabei, es muß nur ungefährlich sein.“ (Ernst Jünger) * * * „Ich glaube nicht, dass der Shitstorm […]
Dass auch ich überzeugter PEGIDA-Gänger bin, ist allgemein bekannt. Leider nur einigen, dass ich letzten Montag von einem französischen TV-Team interviewt und vor allem einem Team der „Deutschen Welle“ begleitet wurde, das eine Reportage drehen wollte, die bis heute nicht gesendet wurde – vielleicht waren meine Aussagen zu lang und zu differenziert. Daher diese Annäherung als objektivierte Selbstvergewisserung, ohne den Anspruch, für alle Demonstranten zu sprechen. Es sind für mich im Wesentlichen 3 Problemkreise, die hier zu einer Melange verschmelzen.
Da stellt einer im ach so staatsfernen Rundfunk die richtigen Fragen, beantwortet sie aber nicht (wie auch) und übt sich stattdessen in dem, was sowohl Politik als auch Flüchtlinge gerade ebenso machen: Forderungen stellen. In diesem Fall die, dass die „Ossis“ (!) den Zuwanderern gegenüber gefälligst tolerant zu sein hätten. Weil: als DDR-Flüchtlinge haben die Ossis „ja auch auf die Solidarität der Stärkeren gehofft“. Mit Verlaub: geht’s noch?
Geschrieben in Allgemeines, Massenmediales am 10. November 2014 9 Kommentare »
Sehr geehrter Herr Pörksen,
in einer „Widerrede aus gegebenem Anlass“ widmeten Sie sich in der ZEIT 44/2014 (und zeitversetzt im Internet) unter dem – von Iljoma Mangolds Rezension zu Akif Pirinçci – plagiierten Titel „Volle Ladung Hass“ dem Phänomen der Medienverdrossenheit. Sie konstatierten eine milieuunabhängige Bewegung des „bösen Blicks“ auf Journalisten wie Medien gleichermaßen. Diese Bewegung sei „weltanschaulich pluralistisch“, „nicht eindeutig rechts oder links“ und formuliere „großformatige Verfalls- und Verwahrlosungsthesen“. Thesen, die Sie für falsch halten „und in ihrer Wucht gefährlich, weil sie das Vertrauen in den Journalismus untergraben und den bösen Blick seltsam starr werden lassen.“ Diese Widerrede hat mich zu einer ebensolchen in Form eines „Offenen Briefes“ herausgefordert.
Der folgende ebenso kleine wie wichtige literaturtheoretische Exkurs soll dem viel zu ernsten deutschen Publikum aus naheliegenden Gründen die Grob- und Feinheiten teutonischen Humors etwas näher bringen. „Sarkasmus ist die niedrigste Form des Witzes, aber die höchste Form der Intelligenz“, meinte Val McDermid in „Ein Ort für die Ewigkeit“. Na, das kann ja heiter werden… 😉
Wolfgang Herrmann, Präsident der TU München, will bis 2020 alle Master-Studiengänge an der TU auf die Standard-Unterrichtssprache Englisch umstellen. Da muss ich wieder mal fragen: Geht’s noch?
Geschrieben in Allgemeines am 15. Mai 2014 0 Kommentare »
Lang lang ist’s her seit dem letzten kulinarischen Exkurs – aber angesichts der vielen Sonderangebote des unterschätzten Gemüses teile ich völlig unpolitisch vor der Europawahl diese leckere Eigenkreation eines vollwertigen Abendessens: 2 EL Olivenöl 2 EL Schinken 1 kleine Zwiebel 1 Knoblauchzehe 2 Chicorée (250 gr.) Salz, weißer Pfeffer, Muskat, Zimt 2 x 2 Scheiben […]
Da ist wieder mal eine Studie erschienen, deren publizistische Verwertung durch den SPIEGEL an manipulativer Scheinheiligkeit nicht zu überbieten ist. Der Fakt: Kienbaum hat unsere Ex-Bundestagsabgeordneten nach ihrer „Anschlussverwendung“ befragt, 47 antworteten. Wesentliches Ergebnis: Knapp 15 Prozent waren fünf Monate nach der Bundestagswahl 2013 noch arbeitslos. Die Tendenz ist mehr als deutlich.
Zugegeben: ich habe schon mehrere akademische Zumutungen rings um „Genderismus“ erlebt; die Leipziger „Professorinnen“ waren unrühmlicher Höhepunkt. Aber worauf ich am Wochenende aufmerksam gemacht wurde, übertrifft alles: es scheint sich an der Berliner Humboldt-Universität eine regelrechte Parallelwelt etabliert zu haben, die ihre „verqueeren“ Ideologismen nicht nur zum Maßstab allen hochschulischen Handelns erheben, sondern dieses Handeln auch noch gesinnungspolizeilich in der „unqueeren Realität“ durchsetzen will.