Wir müssen über unseren Umgang mit Pegida nachdenken. Auf einem Stammtisch in Dresden forderten jüngst 51 von 63 anwesenden Mitgliedern, dass der Kreisvorstand die Bundesvorstandsampfehlung dazu zurückweisen und den Bundesvorstand zum gemeinsamen Gespräch nach Dresden einladen soll, um sich ein Bild von Pegida und dem KV Dresden zu machen. Abgesehen von dem Fakt, dass zu unserem letzten Kreisparteitag die Anwesenden gerade mal an der „30“ kratzten: diese Zurückweisung halte ich aus folgenden Gründen für falsch.
Geschrieben in Allgemeines, Regionales am 20. März 2016 Kommentar »
Mein Resümee zu meinem Kurztrip nach Breslau, das ich seit 12 Jahre mal wieder besuchte und wo ich das Angenehme sowohl mit dem Nützlichen als auch dem Politischen verband:
Wie kann man leben, wenn einen mehrfach der Tod verfolgt? Der Tod nicht nur der Frau, des Kindes, die ja als Fremde ins eigene Leben traten; der Tod fremder Arbeiter, fremder Soldaten…; sondern der Tod des Vaters – der ja das eigene Leben verschuldete? Schuld – ein Wort, dessen familiale Semantik gerade in politisch-ideologischen Zusammenhängen eine völlig neue Bedeutung erhält. Eine Bedeutung, die weit über das hinausweist, was als „Last vergangener Generationen“ schon in vielen Väterromanen bewältigt wurde. Christoph Hein hat keinen Väterroman wie Härtling oder Meckel geschrieben – glücklicherweise. Er schrieb stattdessen den Roman des Sohnes.
Langsam schälen sich nicht nur die Argumentationsmuster deutlich heraus, mit denen uns der ebenso undifferenzierte wie grundgesetzwidrige Flüchtlingszustrom verdaulich gemacht werden soll, sondern auch die Vorwürfe, die an die Kritiker desselben gerichtet werden. Und hier zeigt sich spätestens seit Köln: die beiden unterschiedlichen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsmuster des Menschen für Informationen dürfen nicht mehr koexistieren. Nein, das eine Muster wird gar als falsch verdammt und das andere als einzig richtiges verabsolutiert.
Langsam pirschen sich die Kritiker der Asylpolitik (und nicht nur der) an ein Kernproblem, wenn nicht gar an das Kernproblem der gegenwärtigen Asylpolitik heran. Es ist die Frage politischen Handelns unter „christlichem Duktus“ – oder besser die (Un)Möglichkeit christlichen Handelns unter politischem Duktus.
Geschrieben in Allgemeines am 11. Dezember 2015 0 Kommentare »
Mit diesem Tenor publizierte die AfD-Stadtratsfraktion Dresden heute ihre Kritik an der Verweigerung des Rederechts von mir durch die RGRO-Mehrheit gestern abend im Stadtrat. Auch wenn die Verweigerung mit 30 zu 29 Stimmen knapp ausfiel und keine Begründung zu erfolgen brauchte, hat Fraktionschef Stefan Vogel völlig Recht: wer die Meinungsfreiheit beschränkt, zerstört die Demokratie. Die […]
Geschrieben in Allgemeines am 27. November 2015 0 Kommentare »
Wie unsäglich erbärmlich die Presse manipuliert, ist an dieser von der SäZ abgedruckten Agenturmeldung nachzuvollziehen: A) Die Schlagzeile suggeriert etwas Positives, einen Erfolg. Das Gegenteil ist richtig: mehr als 75 % werden eben NICHT übernommen. B) Dieser Fakt findet sich überdies am Ende der Agenturmeldung – nach journalistischem Pyramidenprinzip (lernt man das eigentlich noch?) dort, […]
Die K8553 von der B 101 Richtung Priestewitz nach Kmehlen ist ein Birnenparadies. Ich verband jüngst das Angenehme mit dem Nützlichen und nahm auf einer Fahrradtour Pflücker und Satteltaschen mit. Heraus kam neben Kompott diese leckere Suppe, deren Grundrezept ich irgendwo im Netz fand und ein wenig variierte.
Geschrieben in Allgemeines am 11. September 2015 0 Kommentare »
Seit einigen Wochen kann man auf den Seiten der MoPo eine – überdies von der GAGFAH gesponserte – Serie lesen, die die Mieter also mitfinanzieren und die meistens so angeteast wird: „Die Welt schaut in diesen Monaten auf unsere Stadt. Es heißt, hier herrsche Misstrauen gegenüber Fremden. Doch das stimmt nicht! Unsere Stadt ist weltoffen. Mit der Serie „Willkommen in Dresden“ treten wir hier jeden Mittwoch den Beweis an. Heute:…“ – und es folgt ein Kurzsatzporträt. Als kürzlich das 25. Porträt erschien, fragte ich mich, was diese Serie eigentlich soll.
Gleich drei Fälle journalistischer Manipulation sind mir heute morgen binnen weniger Stunden aufgefallen. Auf diese Weise wird nicht nur die Diskussion des Begriffs „Lügenpresse“ weiter befeuert, sondern auch die Entfremdung des politmedialen Komplexes von der Realität.