Ein Journalist lernt als eine eherne Regel: wenn dich ein Ereignis laut loslachen oder vor Wut in die Tischkante beißen lässt, oder vor Entsetzen zu Tränen rührt – dann mache eine Glosse draus. Mich plagten am Wochenende alle drei Emotionen zugleich, weshalb ich lieber eine Polemik versuche.
Bereits im alten Ägypten wurden Wachteleier als Delikatesse geschätzt. Hildegard von Bingen sagte ihnen nach, dass sie den Organismus stärken. Die alternative (chinesische) Medizin geht bis heute ebenfalls davon aus, dass Wachteleier das Immunsystem stärken, bei Migräne, Anämie, Bronchialasthma, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes und Verdauungsproblemen helfen und Allergien (speziell Heuschnupfen) lindern können. Nicht nur, weil letzterer bei mir langsam in Gang kommt, habe ich mit den aromatischen Delikatessen ein wenig experimentiert. Heraus kam das folgende Rezept.
Der Parteitag von Weinböhla trainierte die Diskursfähigkeit der sächsischen und den aufrechten Gang der ostdeutschen AfD. Der Appell, der von ihm ausging, war wichtig und richtig, er konnte kantig sein und trotzdem glätten, vor allem kam er rechtzeitig. Er vermochte aber nicht, drei konflikthaltige Sachaspekte, die in der AfD weiter schwelen, tiefgründig zu verhandeln und sie einer mehrheitlichen Klärung zuzuführen. Diese Aspekte werden in Folgenden knapp diskutiert.
Der folgende Text – geschrieben als Reaktion auf einen BILD-Bericht, der mir wieder mal Gesprächswert sicherte – kann als Lehrstück dafür gelten, wie selbstherrlich die rotgrünrotorange Mehrheit in Dresden inzwischen selbst auf Ortsbeiratsebene agiert, ja (durch)regiert, und wie dafür sämtliche Historizität (um nicht Tradition zu schreiben), sämtlicher politischer Anstand und sämtlicher Sachverstand zugunsten von schierer Machtdemonstration auf der Strecke bleiben.
Geschrieben in Allgemeines am 29. Januar 2015 8 Kommentare »
Ich kann im Gegensatz zum Bittnerschen Text fast 3 000 Likes unter meinem, viele Kommentaren und kluge, diskursive Mails verzeichnen, deren Beantwortung entschieden mehr Freude bereitet als einem moralinsauren Islamversteher, der offenbar bis heute nicht den Koran gelesen hat, seine Wissenslücken und Pseudodeutungen nachzuweisen. Ich habe es dennoch getan.
Geschrieben in Allgemeines am 27. Januar 2015 40 Kommentare »
Ich bin Friedrich Schorlemmer in den vergangenen 25 Jahren mehrfach begegnet: auf Veranstaltungen der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt und vor allem auf Diskussionen und Buchlesungen, bei denen ich mehrfach angenehme und ergiebige Interviews mit ihm führte für mehrminütige Rezensionen. Interviews, bei denen ich auch als Agnostiker spürte, mit einem evangelischen Landsmann viele Schnittmengen zu haben, Werte zu teilen, Argumente zu vereinen. Was diesen klugen Mann dazu gebracht hat, schon zum wiederholten Male solcherart Verbalgülle abzusondern, ist nicht nur mir ein Rätsel. Ich versuche es zu lösen.
Geschrieben in Allgemeines am 7. Januar 2015 3 Kommentare »
SPON publizierte am Dienstag, dem 06.01.2015 um 12:48 Uhr ein Porträt von Kathrin Oertel unter der Schlagzeile „Proteste in Dresden: Pegidas Frontfrau“. Bei Facebook liefen bis zum Abend des 07.01.2015 insgesamt 525 Kommentare (ohne Sekundärkommentare) auf. Ich habe chronologisch ein paar Kommentare zusammengetragen, die sich mit ihr als Person negativ befassen. Mehr muss man zum Niveau der politischen Berichterstattung, vor allem aber zum Niveau der Kommentatoren nicht sagen. Wenn Sibel Kekili der BILD in ihrer Causa damals „Medienvergewaltigung“ vorwarf, kann man das hier nur „digitale Massenvergewaltigung“ nennen.
Geschrieben in Allgemeines, Hochschulisch-Pädagogisches, Massenmediales, Spezielles am 21. Dezember 2014 Kommentare deaktiviert für „Auch ich kann es schaffen.“ Aber wer noch?
„Es geht um die Herrschaft über die Diskurse, also darum, wer wen zwingen kann, politische Aussagen moralisch zu legitimieren.“ (Eckhard Fuhr ) * * * „Wenn es gilt, in Masse über einen einzelnen herzufallen, sind die Deutschen immer dabei, es muß nur ungefährlich sein.“ (Ernst Jünger) * * * „Ich glaube nicht, dass der Shitstorm […]
Dass auch ich überzeugter PEGIDA-Gänger bin, ist allgemein bekannt. Leider nur einigen, dass ich letzten Montag von einem französischen TV-Team interviewt und vor allem einem Team der „Deutschen Welle“ begleitet wurde, das eine Reportage drehen wollte, die bis heute nicht gesendet wurde – vielleicht waren meine Aussagen zu lang und zu differenziert. Daher diese Annäherung als objektivierte Selbstvergewisserung, ohne den Anspruch, für alle Demonstranten zu sprechen. Es sind für mich im Wesentlichen 3 Problemkreise, die hier zu einer Melange verschmelzen.
Da stellt einer im ach so staatsfernen Rundfunk die richtigen Fragen, beantwortet sie aber nicht (wie auch) und übt sich stattdessen in dem, was sowohl Politik als auch Flüchtlinge gerade ebenso machen: Forderungen stellen. In diesem Fall die, dass die „Ossis“ (!) den Zuwanderern gegenüber gefälligst tolerant zu sein hätten. Weil: als DDR-Flüchtlinge haben die Ossis „ja auch auf die Solidarität der Stärkeren gehofft“. Mit Verlaub: geht’s noch?