Eine Dozentin ärgert sich über schweigende, wassertrinkende Studierende, ein Student klagt über falsche Studieninhalte, und ein Kolumnist wundert sich über das Wissensniveau von Studenten. Stoff genug, mal wieder zur Bildung zu reflektieren.
Angesichts der allgegenwärtigen Spargelzeit beschränke ich mich heute mal wieder auf ein rein kulinarisches Highlight und gebe im Folgenden meine Salatkreation mit diesem Gemüse zum Ausprobieren gern weiter: Spargelsalat mit Schinken, Tomate, Ei und Extras 😉
In mir hat sich seit dieser Woche etwas als Ärgernis breitgemacht. Etwas, das zugegebenermaßen unter dem Aspekt von „political correctness“ nicht ganz einfach zu diskutieren ist. Vielleicht bin ich da besonders hellsichtig, was bestimmt Entwicklungen angeht – aber ich empfinde da einen gefährlichen Trend. Was ist gemeint? Jenes Phänomen namens „Leichte Sprache“.
Geschrieben in Allgemeines, Literarisches am 20. Dezember 2011 0 Kommentare »
Es waren keine guten Tage, die letzten; Vaclav Havels Gehen beendet sie jetzt hoffentlich. „Wie sind wir so geworden, wie wir heute sind? Eine der Antworten wäre eine Liste mit Buchtiteln“, fragt und antwortet die Autorin der „Kindheitsmuster“ in denselben. Stimmt. Eine andere wäre eine Liste mit Filmen. Mir ist, als hätte ohne Ablösung in Sichtweite eine gleich zweifache Schildwacht für mich und meine Generation den Posten verlassen. Denn zwei, die meine Listen maßgeblich prägten, sind nicht mehr.
Geschrieben in Allgemeines am 5. Dezember 2011 0 Kommentare »
Langsam schieße ich mich auf die „Welt“ ein. Aber das Blatt fährt gegenwärtig auch eine derart unglückliche Linie bei der Auswahl der Gastkommentatoren, dass außer erbostem Wundern nicht viel sonst zur Alternative steht. Diese Woche also meinte ein „Unternehmer und Kommunikationsberater“, dass Deutschland zur „Blockflötendemokratie“ mutiere, die von Wendehälsen dominiert würde, „egal, welche Partei federführend ist.“ Daraus ergäbe sich die Notwendigkeit, „ein klares Programm“ entgegenzusetzen. Das gegenwärtige Bundestags-Parteienunwesen als „formal aufgespaltene Einheitspartei“ zu analysieren, halte ich mit Ausnahme der Linken sogar für zutreffend. Aber schon bei den nächsten Sätzen fühle ich mich düpiert.
Geschrieben in Allgemeines am 27. November 2011 0 Kommentare »
Nach einigen stressigen Tagen und Erlebnissen, die (noch) nicht nach Entäußerung drängten, las ich diese Woche einen Artikel, der zu vielerlei Reaktion provoziert. Mich bspw. wieder einmal zum Reflektieren. Vorab – schon die Formalia der Publikation sind einigermaßen dubios. Ich konstatiere sie hier nur, recherchieren und werten können sie andere: Bürgerrechtlerin Freya Klier – mit […]
Zugegeben: zuerst wollte ich vom Glauben abfallen, dann musste ich es (noch) nicht in anfangs befürchteter Fallhöhe – glücklicherweise. Glauben meint hier den Glauben an deutsches Qualitätsfernsehen. Oder besser: Qualitätsfernsehen aus Deutschland, denn die innovativen Eigenformate lassen sich, wenn überhaupt, gerade noch an zwei Händen herzählen. Es geht – natürlich – um den eben verliehenen Deutschen Fernsehpreis, vor allem um die Nominierung der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“.
Christoph Hein war immer unbequem. Man denke an die Novelle „Der fremde Freund“ (1982) und deren gefühlskalte Ärztin Claudia: Seismograph für ein Land, das an Gleichförmigkeit litt, an einer Perspektive des Wartens, die nur noch wenige Erwartungen in sich trug. Und man denke erst recht an seine „Zensur“-Rede auf dem X. Schriftstellerkongress der DDR 1987. Und jetzt also wieder: ein unbequemes Buch. Ein Roman, der schon fast als zeitgeschichtliches Dokument gelten kann. Und den ich für sehr dringend, und sehr nötig halte.
Schon das zweite Posting hintereinander anlässlich eines Todesfalls – die Abschiede werden mehr und überwiegen die Ankünfte… Aber anders als mit Amy Winehouse‘ Musik verbinde ich mit Michael Cacoyannis viel mehr: einen der besten Filme aller Zeiten, nämlich „Alexis Sorbas“, mit einigen der besten Schauspieler aller Zeiten, eine kongeniale literarische Vorlage, eine grandiose Musik, dazu Reisen, Landschaften – und nicht zuletzt Lehrveranstaltungen. Das klingt chaotisch und will enträtselt sein.
Amy Whinehouse gehört ihm nun auch an, jenem ominösen „Club 27“: nach Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain ist sie die fünfte durchaus namhafte Musikerin. Ganz ehrlich: ich konnte mit ihr als Person nicht viel anfangen. Aber ein paar ihrer Stücke finde ich genial. Und spätestens nach Cobain drängte sich der Verdacht auf, dass bei der „27“ vielleicht mehr dahinterstecken könnte als nur „a strange sense of humour“, denn Gott da an den Tag legte. Fündig kann man werden in den Bereichen Numerologie und Esoterik, die sich vor allem mit der Quersumme aus 27 als „Essenz gelebten Lebens“ befassen: der „9“. Manche mögen solche Deutungen zwar als „parawissenschaftlich“ ablehnen – ich finde sie aber durchaus interessant.