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Archiv für die 'Spezielles' Kategorie

Der Wüstenfuchs

Der begabte Frankreich- und Afrikastratege galt als Hitlers „Lieblingsgeneral“ und wurde trotzdem von ihm zum Suizid gezwungen: Erwin Rommel. Vor 130 Jahren wurde er geboren.

„Genosse Pablo“

Das Jahrhundertgenie hinterließ über 35.000 Werke, darunter das Weltfriedenssymbol, aber auch sieben zerstörte Frauen, von denen zwei Selbstmord begingen: Pablo Picasso würde jetzt 140 Jahre.

Er gewann die Schlacht von Poitiers, stieg so zum „Retter des Abendlands“ auf und begründete die Dynastie der Karolinger: Karl Martell. Vor 1280 Jahren starb er.

Er begründete die moderne Pathologie, die moderne Sozialhygiene und die Deutsche Fortschrittspartei – und wurde von Bismarck zum Duell gefordert: Rudolf Virchow. Vor 200 Jahren kam er zur Welt.

Der Suppenalchemist

Er erfand Tütensuppen, Suppenwürze und Brühwürfel: Julius Maggi. Der rastlose Müller, der für den Aufstieg des badischen Dorfs Singen sorgte, wurde vor 175 Jahren geboren.

Als „blonder Hans“ brachte er Männer zum Träumen und Frauen zum Dahinschmelzen: Hans Albers. Der singende Volksschauspieler wurde vor 130 Jahren geboren.

Nach den Umbenennungsorgien „kolonialer“ Straßen und „rassistischer“ Apotheken sind derzeit nicht nur moderne Lebensmittel, sondern selbst historische Tiernamen betroffen. Der Kulturkampf hat Naturkunde und Marketing erreicht. Was folgt als nächstes? Meine neue Tumult-Kolumne, die gern verbreitet werden darf.

Häftling Nr. 5

Er plante Hitlers „Germania“, war unter ihm Superminister und wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt: Albert Speer, der als einziger in Nürnberg eine NS-Mitverantwortung zugab. Vor 40 Jahren starb er.

Der Flugpionier erfand die gewölbte Tragfläche und baute mehr als 30 Flugapparate, mit denen er über 2000 Gleitflüge absolvierte: Otto Lilienthal. Vor 125 Jahren stürzte er mit tödlichen Folgen ab.

Zwar findet die Documenta 15 wie geplant kommenden Sommer statt. Doch sie ist kulturhistorisch ins Visier linker Kritik geraten: Nazi-Vorwürfe befeuern alte und neue Schuld-/Opfer-Identitäten als weiteren Auswuchs von Identitätspolitik, der die Politisierung von Kunst weiter vorantreibt.

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