Geschrieben in Massenmediales, Spezielles am 23. Februar 2026 0 Kommentare »
Moderne Subjektivität besteht ja gerade darin, sich nicht völlig durch soziobiologische Kategorien wie Geschlecht, Herkunft oder Klasse definieren zu lassen. Aber die neue Doktrin geht weiter: Sie verlangt nicht nur, dass wir die innere Erzählung respektieren; sie verlangt, dass wir die Realität selbst so behandeln, als wäre sie nur eine Sichtweise unter vielen.
Geschrieben in Massenmediales, Spezielles am 20. Februar 2026 0 Kommentare »
Vielleicht ist das der eigentliche Skandal: nicht dass Menschen reisen, sondern dass ein Milieu, das zu Hause moralisch über Dekolonialisierung belehrt und politische Gegner mit Rassismusvorwürfen diszipliniert, im globalen Alltag ausgerechnet jene asymmetrische Praxis normalisiert, die es rhetorisch verdammt – und dabei noch glaubt, es sei auf der „richtigen Seite“, weil es die richtigen Worte benutzt.
Geschrieben in Massenmediales, Spezielles am 18. Februar 2026 0 Kommentare »
Wer von „Selbstverständlichkeit muslimischen Lebens“ spricht, aber bei christlichen Ritualen ständig warnend mit dem Neutralitätszeigefinger wackelt, betreibt keine Gleichbehandlung, sondern die Verschiebung der kulturellen Mitte.
Geschrieben in Massenmediales, Spezielles am 15. Februar 2026 0 Kommentare »
Trumps Entscheidung, die Gefährdungsfeststellung zu kippen, ist in diesem Sinn roh, aber philosophisch klarer als die europäische Mischung aus Moraltheologie und Juristensprache. Sie beendet die Fehletikettierung vom CO₂ als Luftgift.
Geschrieben in Massenmediales, Spezielles am 11. Februar 2026 0 Kommentare »
Kirchen leben länger, weil das Gesetz ihren Tod nicht vorsieht. Damit ist die eigentliche Frage nicht beantwortet. Ob eine Landeskirche „pleitegehen“ kann, entscheidet sich nicht nur in Haushaltsplänen oder Paragrafen, sondern daran, ob sie ihre geistliche Aufgabe noch erfüllt.
Geschrieben in Massenmediales, Spezielles am 10. Februar 2026 0 Kommentare »
Wenn Nationen ihren Besten Kleidung geben, die sie kleiner, lächerlicher, konturloser erscheinen lässt als sie sind, sagt das etwas über die Selbstachtung dieser Nation – und über ihre Angst, sich in Form zu bringen.
In der kurdischen Ikonographie – von den Frauenbrigaden der YPJ bis zu Demonstrationen in der Diaspora – ist der geflochtene Zopf zum Emblem eines widerständigen, bewaffneten Feminismus geworden. Man kann, soll und muss diese symbolische Gegenwehr ernst nehmen; aber gerade dann muss man fragen, warum das gleiche kulturelle Umfeld, das den kurdischen Zopf feiert, im eigenen Land Zöpfe oder Röcke deutscher Mädchen unter Generalverdacht stellt.
Wenn ein Konzern wie Iglo seine vegetarische Linie „Green Cuisine“ zurückfährt und die Marke „Veggie Love“ gleich ganz einstellt, ist das mehr als eine Sortimentsbereinigung; es ist ein stilles Eingeständnis: Der große Veggie-Hype der vergangenen Jahre trifft auf die Realität von Kaufkraft, Geschmack und Alltagskultur.
Die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, eine institutionalisierte Instanz für „Antisemitismus, Rassismus & Menschenfeindlichkeit“, erklärt in den sozialen Medien, der Begriff „Schwarzfahren“ könne Schwarze diskriminieren. Das ist kein Witz.
Damit hätte der Fall ein lehrbuchmäßiger Schlussstrich sein können: Behörden dürfen ihre Beschäftigten nicht zur Verwendung politisch umstrittener Kunstsprache zwingen. Doch genau das passiert nicht: Der Rechtsstreit geht in die nächste Runde, das BSH hat gegen die erstinstanzlichen Urteile Rechtsmittel eingelegt.