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Sprache ohne Nation

Wer sagt, fast die Hälfte der Kleinkinder spreche zu Hause eine andere Sprache, sagt zugleich: Die künftige Bevölkerung dieses Landes wird mehrheitlich nicht mehr im klassischen Sinn deutschsprachig sozialisiert. Der Begriff „Umvolkung“ taucht im “Spiegel”-Artikel selbstverständlich nicht auf; aber die zugrundeliegende demographische Verschiebung markiert das einstige “Sturmgeschütz der Demokratie” erstmals unverhohlen als Normalität.

Mein neuer Ansagetext, der gern verbreitet werden kann.

Mittelerde unter Gesinnungsverdacht: Wie das Feuilleton Tolkien zur „neurechten“ Zone erklärt – und warum Fantasy größer ist als jeder Kulturkampf.

Meine neue Tumult-Kolumne, die gern verbreitet werden kann.

Wie schlimm muss es um dieses Land stehen, wenn sich binnen einer Woche gleich zwei prominente Leitartikler und ein Altkanzler zu Wort melden, um vor dem Zustand der Republik zu warnen?

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Und da viele meiner Freunde Poschardts „Stillverzweifelten“-Text gut fanden: Hier die nötigen Ergänzungen dazu.

Wer die falschen Parteien wählt, kann kein echter Demokrat sein, höchstens ein „Pseudo-“. Demokratie wird nicht mehr als offener Prozess verstanden, in dem wechselnde Mehrheiten ihre Präferenzen artikulieren, sondern als normatives Ergebnis, das von vornherein feststeht. Demokratisch ist, was bestimmte Milieus für richtig halten.

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Mein neuer Ansagetext, der gern verbreitet werden kann.

Eine Lebensweise, die jahrhundertelang tragende Säule der Gesellschaft war und bis heute von der Mehrheit faktisch gelebt wird, wird in ein Risikoraster eingezeichnet. Die Sehnsucht junger Menschen nach Verbindlichkeit, nach stabilen Rollen, nach einem verlässlichen Gegenüber wird nicht als verständliche Reaktion auf eine hyperflexible, prekäre Welt gelesen, sondern als politische Gefahr.

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Mein neuer Ansagetext, der gern verbreitet werden kann.

Nicht der Instrumentalisierungsgrad des Fußballs ist das Problem, sondern das Ziel der Instrumentalisierung. Gegen eine islamische Erdölmonarchie mahnt Blome zur Mäßigung; gegen einen unliebsamen westlichen Präsidenten fordert er Härte. Moral wird zur Richtungsangabe: nach Osten Pragmatismus, nach Westen Boykott.

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Mein neuer Ansagetext, der gern verbreitet werden kann.

Vehemenz kann man kritisieren. Man kann auch strategisch für mehr Nüchternheit plädieren. Aber wer die Vehemenz verstehen will, muss anerkennen, dass sich hier nicht „zwei Meinungen“ begegnen, sondern zwei Ordnungsansprüche: ein anthropologischer Realismus versus eine identitätspolitische Konstruktion, die über Institutionen normierend wirkt. 

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Mein neuer Ansagetext, der gern geteilt werden kann.

Minderheitsregierungen, „Allparteienmodelle“, Patt-Konstellationen und ausdrücklich „Abwehrkoalitionen“ – so nennt Korte die Instrumente, mit denen eine als „verfassungsfeindlich“ deklarierte Partei von exekutiver Verantwortung ferngehalten werden solle. Damit spricht er offen aus, was in vielen Hinterzimmern und von vielen Leitartiklern längst offen gedacht wird: Wenn die Wähler falsche Mehrheiten produzieren, dann schafft man eben Regierungsformen, die diese Mehrheiten neutralisieren.

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Mein neuer Ansagetext, der gern verbreitet werden kann.

In Rheinland-Pfalz erklärt Bildungsminister (!) Sven Teuber (SPD) in der “Welt”, es gebe für Lehrkräfte eher eine „Haltungspflicht als eine Neutralitätspflicht“; Lehrer dürften „gar nicht neutral“ sein und müssten an der Schule “rote Linien” ziehen. Und dieselbe Landesregierung verbreitet nun eine Interpretationshilfe, die das klassische Neutralitätsverständnis ausdrücklich verabschiedet. Wer genauer hinschaut, erkennt: Hier wird nicht nur politisch argumentiert; hier wird am Fundament der rechtsstaatlichen Ordnung laboriert.

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Joshua Kimmichs Ankündigung, sich bei der WM 2026 aus politischen Debatten herauszuhalten, schmeckt deutschen Haltungsjournalisten überhaupt nicht. Pit Gottschalk nennt die an sich für ein sportliches Event selbstverständliche Entscheidung eine „Kapitulation“.

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