Geschrieben in Literarisches, Regionales am 15. Januar 2019 0 Kommentare »
Alarm in Bremens Bibliotheken: Ein Grüner fragt nach der Kennzeichnung „rechter“ Bücher, die Bücherei schafft von sich aus keine „rechten“ Texte an. Das ist Gesinnungsfaschismus.
Aus Brechts „So wie es ist, bleibt es nicht“ machte er „So wie es bleibt, ist es nicht“: Heiner Müller. Der wichtigste deutsch-deutsche Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts würde jetzt 90.
Seit Goethes „Werther“ hat kaum ein Buch der Weltliteratur so stilbildend gewirkt: J.D. Salingers „Der Fänger im Roggen“. Ein einziger Roman verschaffte dem Autor, der jetzt 100 Jahre würde, Weltruhm.
Geschrieben in Literarisches, Massenmediales am 25. Dezember 2018 Kommentar »
Seit 50 Jahren erscheint „Asterix“ auf Deutsch. Offiziell. Davor gab es eine pseudopatriotische Episo-de, danach geahndete politische Lizenzverstöße. Der deutsche Jubiläumssekt perlt nicht recht.
Geschrieben in Allgemeines, Literarisches am 15. Dezember 2018 0 Kommentare »
„Nearly like Feuchtwanger“ war einst die größte Auszeichnung internationaler Literaturkritik, „jüdi-scher Kommunist“ Lion Feuchtwangers größte Beschimpfung. Eine Spurensuche zum 60. Todestag.
Geschrieben in Allgemeines, Literarisches am 5. Dezember 2018 0 Kommentare »
Nobelpreisträger, Ur-Grüner, Erfinder des literarischen Roadmovies: vor 50 Jahren starb John Steinbeck. Das als „links“ verhöhnte US-Multitalent harrt der Wiederentdeckung – auch durch die soziale Rechte.
Für die einen ist er der wichtigste Mentor von Hitler-Attentäter Stauffenberg. Für die andern ein protofaschistischer Geistesaristokrat: Stefan George. Eine Würdigung zu des Dichters 150. Geburtstag.
Manipulation (latein. Zusammensetzung aus manus „Hand“ und plere „füllen“) ist ein legitimes Machtmittel, wenn die Manipulierten respektvoll behandelt werden. So lautet das Credo von Alexander Fischers jetzt bei Suhrkamp publiziertem Text, mit dem er in Bamberg promovierte. Meine Kurzrezension dazu.
Ein politisch unkorrektes Kreuzworträtsel sorgt in Sachsen für Aufsehen. Warum ist „Neger“ als Fluss, Getränk und Stadtteil in Ordnung, nicht aber als Person? Eine sprachhistorische Spurensuche.
Wenn ich drei aufeinanderfolgende Bücher eines Autors nicht nur mehr oder weniger lobend rezensiere, sondern auch noch in ununterbrochener Reihenfolge für ihre Aufnahme in die Literaturlehrpläne plädiere, muss es etwas Besonderes haben: um den Autor, seine Erzählweise, seinen Stoff – oder alles zusammen. Gemeint ist „Trutz“, das (erste?) Alterswerk von Christoph Hein.