Die Skandale von Buchenwald und Berlinale sind Symptome ein und derselben Geisteskrankheit – nämlich einer moralischen Hysterie, die Erinnerung nur noch als Munition im Gegenwartsstreit begreift. Wer sie heilen will, muss an eine simple, heute fast radikale Wahrheit erinnern: Gedenkstätten sind keine Bühnen, und die Shoah ist kein Argument in Talkshow-Debatten über Gaza.
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„Der Wahl-O-Mat ist kein Orakel, sondern ein Korridor. Er reduziert politische Urteilskraft auf Klicklogik, ersetzt Konfliktanalyse durch Prozentwerte und macht aus dem Staatsbürger einen Nutzer. Wer die Fragen stellt, regiert bereits ein Stück weit die Antwort. Und wer das Instrument mit amtlicher Aura versieht, macht aus politischer Bildung schnell eine pädagogische Bevormundung.“
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Moderne Subjektivität besteht ja gerade darin, sich nicht völlig durch soziobiologische Kategorien wie Geschlecht, Herkunft oder Klasse definieren zu lassen. Aber die neue Doktrin geht weiter: Sie verlangt nicht nur, dass wir die innere Erzählung respektieren; sie verlangt, dass wir die Realität selbst so behandeln, als wäre sie nur eine Sichtweise unter vielen.
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Wie aus Kunstfreiheit Bewährungsauflage wird: Der Fall Xavier Naidoo zeigt, wie ein nervöses Land Künstler moralisch verwaltet, statt dem Recht und dem Publikum zu vertrauen.
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Vielleicht ist das der eigentliche Skandal: nicht dass Menschen reisen, sondern dass ein Milieu, das zu Hause moralisch über Dekolonialisierung belehrt und politische Gegner mit Rassismusvorwürfen diszipliniert, im globalen Alltag ausgerechnet jene asymmetrische Praxis normalisiert, die es rhetorisch verdammt – und dabei noch glaubt, es sei auf der „richtigen Seite“, weil es die richtigen Worte benutzt.
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Entscheidend für die Freiheit des Rundfunks ist nicht, ob alle Beiträge die richtige Haltung abbilden – sondern ob ein Zuschauer in der Lage ist, auch Widerspruch zu hören – gegen Regierung, Opposition, Gegenöffentlichkeit gleichermaßen. Der jetzt konstituierte Weimarer Medienrat ist das genaue Gegenteil.
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Wer von „Selbstverständlichkeit muslimischen Lebens“ spricht, aber bei christlichen Ritualen ständig warnend mit dem Neutralitätszeigefinger wackelt, betreibt keine Gleichbehandlung, sondern die Verschiebung der kulturellen Mitte.
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Der Fall Bochum zeigt, wohin der permanente Ausnahmezustand führt: Eine akademisch sozialisierte Öffentlichkeit, die in ihrem eigenen Spiegelbild versinkt und ausgerechnet im Theater nicht mehr unterscheiden kann, was Spiel ist und was Ernst. Dass sich diese Szene ausgerechnet in einem Stück ereignet, das im Titel die „Schönheit, Faschisten zu töten“ besingt, ist keine Randnotiz.
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Nicht Populismus zerstört Wohlstand – Wohlstandserosion erzeugt Populismus. Und diejenigen, die die Erosion verwalten, nennen den Protest anschließend „Gefahr“.
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