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Archiv für die 'Allgemeines' Kategorie

Bildungsgedanken – Wahlgedanken

Da ich nach meinen Wahlkampauftritten verschiedentlich angesprochen wurde, ob man „das“ nochmal irgendwo nachlesen kann, stelle ich hier meine Rede online. Was und wieviel sich davon im Landes- und Bundesprogramm wiederfindet und vor allem umgesetzt wird, werden die nächsten Wochen, Monate, Jahre zeigen.

Dieser Tage ist die neue, von Ketchum Pleon kreierte Imagekampagne Sachsens unter dem Slogan „So geht sächsisch“ gestartet. Nicht zuletzt auch in sozialen Netzwerken hatte sich schon im Mai eine mehr oder weniger sachliche Diskussion mit negativem Grundtenor zum Teil um mehr als nur um Sinn und Unsinn des Slogans entsponnen. Der war sogar der „taz“ ein – nennen wir es mal – Themenfeature wert, in dem auch kritische Stimmen aus der Dresdner Koalition zitiert wurden. Die folgende linguistische Analyse prüft, worin diese Negativität begründet ist.

Die „Akademischen Monatsblätter“ vom Mai haben unter dem Top-Thema „Die deutsche Bildungswüste“ den Erfahrungsbericht des Geschäftsführers eines der weltweit führenden Hersteller von Wärmebehandlungsanlagen publiziert. Jener Dieter Schäufler, selbst Dipl.-Ing., beschreibt – bezeichnenderweise in fünf „Jeremiaden“ – die Modi, wie er zu Firmennachwuchs kommt. Und vergleich sich dabei mit Oliver Hardy: „In typischen Szenen versucht Olli Stan etwas zu erklären, die Reaktion von Stan besteht aus absolutem Unverständnis, und das wiederum treibt Olli in den Wahnsinn. In den Bewerbungsgesprächen versuche ich, die Eskalationsstufe des Wahnsinns zu vermeiden, aber ich fühle mich oft, als wäre ich Olli.“

Ich habe mich nun nach einiger Überlegung entschlossen, mich nochmal politisch zu engagieren. Seit Sonntagvormittag bin ich stellv. Landesvorsitzender der AfD und ihr Pressesprecher, seit Sonntagabend Listenkandidat. Über die Gründe schreibe ich hier mir einer Ausnahme nicht. Wohl aber über dringend zu lösende Probleme.

Direktor Uwe Kammann hat auf der Internetpräsenz seines Instituts die Nominierung des DC versucht zu verteidigen. Halbherzig, wie ich finde, mit teilweise hanebüchenen Argumenten. Aus diesem Grund habe ich ihm geantwortet – in Form eines offenen Briefs.

Vielleicht ist es nur ein Dresdner Phänomen, aber irgendwie häufen sich derzeit die Sonderangebote für diverses Geflügelfleisch. Also zugeschlagen und einen lecker Salat gezaubert!

Das Dschungelcamp (wenn auch die Folge des letzten Jahres, mit Dirk Bach) ist tatsächlich für den Grimmepreis nominiert. Ein Preis, mit dem Fernsehsendungen und -leistungen ausgezeichnet werden, die für die Programmpraxis nach Inhalt und Methode vorbildlich und modellhaft sind und der als institutionalisierte Fernsehkritik gilt. Gehts noch?

Vielleicht geht das Jahr 2012 in die bundesdeutsche Geschichte ein als jenes, in dem sich die Bundes- als Bildungsrepublik selbst begrub. Meine Prognose ist geschuldet vor allem dem fortwährenden Diskurs aus Plagiatsverharmlosung, Doktorschwemme und Befristungswahn auf universitärer; Lehrermangel, sinkendem Notenniveau und Unterrichtsverweigerung auf schulischer sowie macht- wie marktgestörter Realitätssicht, nichtakademischem Ämterschacher und finanzieller Verteilungsarroganz auf politischer Seite. Ein Resultat ist das sogenannte Bildungsprekariat, das sich aus Wegwerfakademikern rekrutiert und vorletzte Oktoberwoche gleich mehrfach in den Focus geraten ist.

Adventszeit ist Lebkuchenzeit, mindestens seit 1997, da ich ein Rezept der von mir vergötterten Elisen fand und zu meiner höchsten Zufriedenheit ausprobierte. Auch die 2012er, gestern gebacken, versprechen ein hervorragender Jahrgang zu werden… Anbei das Rezept.

Da hat es nun auch „mein“ Institut getroffen. Das Institut für Kommunikationswissenschaft der Dresdner TU, an dem ich seit dem Sommersemester 1998 fast ununterbrochen Fernseh- bzw. Videopublizistik lehre, muss sich mit einem Plagiatsskandal auseinandersetzen:…

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