Der Zuschauer soll gar nicht erst selbst urteilen, sondern bereits mit einem interpretativen Rahmen versorgt werden. Der Begriff „Antifaschist“ fungiert dabei wie ein moralischer Schutzschild. Wer unter diesem Etikett handelt, erscheint implizit bereits legitimiert – selbst dann, wenn er politische Gewalt ausübt.
Warum verschwinden Schlagerformate aus dem Fernsehen, wenn fast die Hälfte der Deutschen Schlager hört? Weil Medien keine Musik abbilden, sondern Aufmerksamkeit verwalten. Das lineare Fernsehen verliert nicht, weil Schlager unpopulär wäre, sondern weil das lineare Modell selbst an Bindekraft verliert.
Eine Partei, die einst antrat, um bürgerliche Mehrheiten gegen linke Gesellschaftsumbauprojekte zu organisieren, sucht ihre Zukunft nun ausgerechnet in einer dauerhaften Allianz mit dem progressiven Milieu.
Es gehört zu den eigentümlichen Ironien der deutschen Gegenwart, dass ausgerechnet jene Traditionsunternehmen, die im Nationalsozialismus besonders gut funktionierten, heute am lautstärksten vor der AfD warnen.
Ausgerechnet jene Milieus, die permanent vor „Faschismus“ warnen, reproduzieren zunehmend selbst jene Denkformen, die sie offiziell bekämpfen: moralische Homogenisierung, Feindmarkierung, politische Entmenschlichung, institutionelle Ausschließung.
Der Faschismusbegriff dient heute immer seltener der historischen Erkenntnis, sondern zunehmend der affektiven Mobilisierung. Er ist nicht mehr Kategorie, sondern Alarmanlage. Nicht mehr Beschreibung, sondern Bannspruch.
Denn die politische Logik lautet längst nicht mehr: Wie schützen wir Freiheit im digitalen Raum? Sondern: wie bringen wir digitale Öffentlichkeit wieder unter politische Kontrolle?
Die Schule soll kein Ort politischer Bildung mehr sein, sondern ein Schutzraum gegen falsche Politik. Und „falsch“ ist inzwischen alles, was rechts der Grünen liegt.
Zuerst zerstört man durch ideologisch getriebene Energiepolitik die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie – und anschließend subventioniert man dieselbe Industrie mit Steuergeld, damit sie unter den politisch verursachten Bedingungen überhaupt noch existieren kann. Das ist kein Markt mehr. Das ist ein planwirtschaftlicher Kreislauf aus Regulierung, Verknappung und anschließender Staatsrettung.
Kein menschliches Gegenüber, das rot wird, das widerspricht, das vielleicht sogar recht hat. Keine peinliche Eskalation, kein Widerspruch, der aus dem Ruder läuft. Stattdessen: ein kalkulierbares, pädagogisch geregeltes Dialog-Setting. Das ist die alte Schulphantasie vom konfliktfreien Lernen – nur mit neuer Technik.